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	<title>Kommentare zu: Demo anl&#228;sslich der Aberkennung des Welterbetitel Dresdner Elbtal</title>
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	<description>Nachhaltigkeit, Lebensqualität, Dresden: ex-Welterbe</description>
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		<title>Von: Fördermittelmonarchie &#171; stefanolix</title>
		<link>http://umgebungsgedanken.momocat.de/2009/06/25/demo-anlaesslich-der-aberkennung-des-welterbetitel-dresdner-elbtal/comment-page-1/#comment-18551</link>
		<dc:creator>Fördermittelmonarchie &#171; stefanolix</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2009 06:32:40 +0000</pubDate>
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		<description>[...] ihre Rolle gar nicht erst annehmen wollten.  Die Krone des Freistaats Danke an Silvia, die mich in dieser Diskussion auf den Begriff »F&#246;rdermitteldiktatur« und damit zum Nachdenken &#252;ber diesen Beitrag gebracht [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] ihre Rolle gar nicht erst annehmen wollten.  Die Krone des Freistaats Danke an Silvia, die mich in dieser Diskussion auf den Begriff »F&#246;rdermitteldiktatur« und damit zum Nachdenken &#252;ber diesen Beitrag gebracht [...]</p>
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		<title>Von: Silvia</title>
		<link>http://umgebungsgedanken.momocat.de/2009/06/25/demo-anlaesslich-der-aberkennung-des-welterbetitel-dresdner-elbtal/comment-page-1/#comment-18517</link>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2009 10:08:10 +0000</pubDate>
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		<description>@Stefanolix: Haben Sie mal die Stellungnahme von Prof. Fastenrath gelesen? Da geht es im Zusammenhang mit dem B&#252;rgerentscheid &#252;berhaupt nur um den m&#246;glichen Geltungsbereich. Und da kommt er zu dem Ergebnis, dass der B&#252;rgerentscheid von 2005 zur Br&#252;cke &#252;berhaupt nur insoweit g&#252;ltig sein kann, wie sein Ergebnis nicht gegen die Welterbekonvention verst&#246;&#223;t. Und das ist so, weil B&#252;rgerentscheide nicht gegen geltendes Recht versto&#223;en d&#252;rfen und weil Recht hinsichtlich Bundestreue auszulegen ist. Ich finde das logisch. 

Insofern haben Sie Recht, die Frage war falsch formuliert - sie h&#228;tte kein welterbeunvertr&#228;gliches Ergebnis haben d&#252;rfen bzw. ein welterbeunvertr&#228;gliches Ergebnis in der Fragestellung ausschlie&#223;en m&#252;ssen. Damit h&#228;tte man sich den ganzen Hick-Hack um einen neuen B&#252;rgerentscheid sparen k&#246;nnen, nachdem das Elbtal wegen der Waldschl&#246;sschenbr&#252;cke auf der roten Liste gelandet war und man h&#228;tte den B&#252;rgerentscheid nicht als Geisel gebrauchen k&#246;nnen, um die welterbeunvertr&#228;gliche Br&#252;cke durchzusetzen. Man h&#228;tte den angeblichen B&#252;rgerwillen nicht gegen die UNESCO ausspielen k&#246;nnen. (Altenativ-Br&#252;cken und Tunnel durfte die Stadt auf Gehei&#223; des Regierungspr&#228;sidiums nicht an die UNESCO schicken, weil der B&#252;rgerentscheid umzusetzen war).

Das Bundesverfassungsgericht kam ja zu dem Ergebnis, dass sich ein BE dann &#252;ber die Welterbekonvention hinwegsetzen kann, wenn kein Kompromiss gefunden werden konnte, der B&#252;rgeranliegen und Schutzgedanken der Welterbkonvention erf&#252;llbar macht. Aber nach diesem Kompromiss haben die Verantwortlichen nie gesucht. Die B&#252;rger haben mit der UNESCO einen gefunden - den Elbtunnel, der aber von den Verantwortlichen mit allen Mitteln der Macht bek&#228;mpft wurde.

Was dabei herauskommt, wenn man die Bundestreue nicht einfordert, haben wir jetzt - nicht nur Sachsen und Dresden sind mit dem Verlust des Welterbetitels kulturpolitisch blamiert, sondern auch der Bund. Und das obwohl selbst die Bundesregierung zu dem Ergebnis kam, es sind alle rechtlichen Voraussetzungen geschaffen, dass die Welterbekonvention auch f&#252;r Sachsen und Dresden gilt und man m&#252;sse zur Durchsetzung der Welterbekonvention keine neuen Gesetze erlassen.

Dem w&#252;rde ich eigentlich zustimmen. Allerdings hat es dann eindeutig die Bundesregierung vers&#228;umt, das geltende Recht zu nutzen, sich gegen Sachsen durchzusetzen. Von Welterbefreunden wurde sie mehrfach dazu aufgefordert - Briefe und Antworten k&#246;nnen Sie auf www.elbtunnel-dresden.de finden, die das belegen (Archiv durchbl&#228;ttern).

Inzwischen wird aber der Druck gr&#246;&#223;er, doch das auf Bundes- und Landesebene existierende Recht zu &#228;ndern, damit solche Dinge wie mit Dresden sich nicht wiederholen k&#246;nnen. Allerdings bin ich kein Rechtsgelehrter und habe keine Ahnung welcher Art die Regelungsdefizite sind, von denen Frau Ministerin Stange da z.B. mehrfach gesprochen hat.
Eine bessere rechtliche Absicherung der Welterbekonvention in Bundes- und Landesrecht kann aber offensichtlich nicht schaden.

Herzliche Gr&#252;&#223;e 
Silvia</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Stefanolix: Haben Sie mal die Stellungnahme von Prof. Fastenrath gelesen? Da geht es im Zusammenhang mit dem B&#252;rgerentscheid &#252;berhaupt nur um den m&#246;glichen Geltungsbereich. Und da kommt er zu dem Ergebnis, dass der B&#252;rgerentscheid von 2005 zur Br&#252;cke &#252;berhaupt nur insoweit g&#252;ltig sein kann, wie sein Ergebnis nicht gegen die Welterbekonvention verst&#246;&#223;t. Und das ist so, weil B&#252;rgerentscheide nicht gegen geltendes Recht versto&#223;en d&#252;rfen und weil Recht hinsichtlich Bundestreue auszulegen ist. Ich finde das logisch. </p>
<p>Insofern haben Sie Recht, die Frage war falsch formuliert &#8211; sie h&#228;tte kein welterbeunvertr&#228;gliches Ergebnis haben d&#252;rfen bzw. ein welterbeunvertr&#228;gliches Ergebnis in der Fragestellung ausschlie&#223;en m&#252;ssen. Damit h&#228;tte man sich den ganzen Hick-Hack um einen neuen B&#252;rgerentscheid sparen k&#246;nnen, nachdem das Elbtal wegen der Waldschl&#246;sschenbr&#252;cke auf der roten Liste gelandet war und man h&#228;tte den B&#252;rgerentscheid nicht als Geisel gebrauchen k&#246;nnen, um die welterbeunvertr&#228;gliche Br&#252;cke durchzusetzen. Man h&#228;tte den angeblichen B&#252;rgerwillen nicht gegen die UNESCO ausspielen k&#246;nnen. (Altenativ-Br&#252;cken und Tunnel durfte die Stadt auf Gehei&#223; des Regierungspr&#228;sidiums nicht an die UNESCO schicken, weil der B&#252;rgerentscheid umzusetzen war).</p>
<p>Das Bundesverfassungsgericht kam ja zu dem Ergebnis, dass sich ein BE dann &#252;ber die Welterbekonvention hinwegsetzen kann, wenn kein Kompromiss gefunden werden konnte, der B&#252;rgeranliegen und Schutzgedanken der Welterbkonvention erf&#252;llbar macht. Aber nach diesem Kompromiss haben die Verantwortlichen nie gesucht. Die B&#252;rger haben mit der UNESCO einen gefunden &#8211; den Elbtunnel, der aber von den Verantwortlichen mit allen Mitteln der Macht bek&#228;mpft wurde.</p>
<p>Was dabei herauskommt, wenn man die Bundestreue nicht einfordert, haben wir jetzt &#8211; nicht nur Sachsen und Dresden sind mit dem Verlust des Welterbetitels kulturpolitisch blamiert, sondern auch der Bund. Und das obwohl selbst die Bundesregierung zu dem Ergebnis kam, es sind alle rechtlichen Voraussetzungen geschaffen, dass die Welterbekonvention auch f&#252;r Sachsen und Dresden gilt und man m&#252;sse zur Durchsetzung der Welterbekonvention keine neuen Gesetze erlassen.</p>
<p>Dem w&#252;rde ich eigentlich zustimmen. Allerdings hat es dann eindeutig die Bundesregierung vers&#228;umt, das geltende Recht zu nutzen, sich gegen Sachsen durchzusetzen. Von Welterbefreunden wurde sie mehrfach dazu aufgefordert &#8211; Briefe und Antworten k&#246;nnen Sie auf <a href="http://www.elbtunnel-dresden.de" rel="nofollow"></a><a href='http://www.elbtunnel-dresden.de'>http://www.elbtunnel-dresden.de</a> finden, die das belegen (Archiv durchbl&#228;ttern).</p>
<p>Inzwischen wird aber der Druck gr&#246;&#223;er, doch das auf Bundes- und Landesebene existierende Recht zu &#228;ndern, damit solche Dinge wie mit Dresden sich nicht wiederholen k&#246;nnen. Allerdings bin ich kein Rechtsgelehrter und habe keine Ahnung welcher Art die Regelungsdefizite sind, von denen Frau Ministerin Stange da z.B. mehrfach gesprochen hat.<br />
Eine bessere rechtliche Absicherung der Welterbekonvention in Bundes- und Landesrecht kann aber offensichtlich nicht schaden.</p>
<p>Herzliche Gr&#252;&#223;e<br />
Silvia</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: stefanolix</title>
		<link>http://umgebungsgedanken.momocat.de/2009/06/25/demo-anlaesslich-der-aberkennung-des-welterbetitel-dresdner-elbtal/comment-page-1/#comment-18513</link>
		<dc:creator>stefanolix</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2009 04:03:02 +0000</pubDate>
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		<description>@Silvia: Ich stimme dem Begriff der F&#246;rdermitteldiktatur zu. Ich wei&#223; auch, dass die Landesregierung Sachsens &#252;ber sehr lange Zeit in diese Angelegenheit »hineinregiert« hat. Ich wei&#223; aus eigener Erfahrung, dass nie eine ausgewogene Diskussion &#252;ber Alternativen zugelassen wurde. Ich vertrete diese Punkte auch in der Nachbetrachtung des Br&#252;ckenstreits.

Das Br&#252;ckenbegehren war meiner Meinung nach in der Fragestellung falsch und musste deshalb auch zu einem zutiefst unzul&#228;nglichen Ergebnis f&#252;hren. Ein demokratischer Entscheidungsprozess h&#228;tte anders ausgesehen (siehe mein Kommentar oben).

&lt;em&gt;Aber&lt;/em&gt;: dass das Br&#252;ckenbegehren schon gegen die v&#246;lkerrechtlichen Verpflichtungen verst&#246;&#223;t, ist IMHO nur eine juristische Meinung von mehreren. Das wird jetzt im Nachhinein so angenommen, weil die Br&#252;cke nach der Position der UNESCO nicht mit dem Welterbe vereinbar ist. Aber wie w&#252;rde sich die Position darstellen, wenn die Br&#252;cke doch vereinbar gewesen w&#228;re? Es kann doch nicht verboten sein, &#252;ber Ver&#228;nderungen eines Gebietes abzustimmen, zumal &lt;em&gt;vor dem Entscheid&lt;/em&gt; &#252;berhaupt niemand von der UNESCO auch nur ansatzweise den Bau weiterer Br&#252;cken &#246;ffentlich thematisiert hat.

Herzliche Gr&#252;&#223;e
Stefan

.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Silvia: Ich stimme dem Begriff der F&#246;rdermitteldiktatur zu. Ich wei&#223; auch, dass die Landesregierung Sachsens &#252;ber sehr lange Zeit in diese Angelegenheit »hineinregiert« hat. Ich wei&#223; aus eigener Erfahrung, dass nie eine ausgewogene Diskussion &#252;ber Alternativen zugelassen wurde. Ich vertrete diese Punkte auch in der Nachbetrachtung des Br&#252;ckenstreits.</p>
<p>Das Br&#252;ckenbegehren war meiner Meinung nach in der Fragestellung falsch und musste deshalb auch zu einem zutiefst unzul&#228;nglichen Ergebnis f&#252;hren. Ein demokratischer Entscheidungsprozess h&#228;tte anders ausgesehen (siehe mein Kommentar oben).</p>
<p><em>Aber</em>: dass das Br&#252;ckenbegehren schon gegen die v&#246;lkerrechtlichen Verpflichtungen verst&#246;&#223;t, ist IMHO nur eine juristische Meinung von mehreren. Das wird jetzt im Nachhinein so angenommen, weil die Br&#252;cke nach der Position der UNESCO nicht mit dem Welterbe vereinbar ist. Aber wie w&#252;rde sich die Position darstellen, wenn die Br&#252;cke doch vereinbar gewesen w&#228;re? Es kann doch nicht verboten sein, &#252;ber Ver&#228;nderungen eines Gebietes abzustimmen, zumal <em>vor dem Entscheid</em> &#252;berhaupt niemand von der UNESCO auch nur ansatzweise den Bau weiterer Br&#252;cken &#246;ffentlich thematisiert hat.</p>
<p>Herzliche Gr&#252;&#223;e<br />
Stefan</p>
<p>.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Silvia</title>
		<link>http://umgebungsgedanken.momocat.de/2009/06/25/demo-anlaesslich-der-aberkennung-des-welterbetitel-dresdner-elbtal/comment-page-1/#comment-18504</link>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Jun 2009 19:22:58 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://umgebungsgedanken.momocat.de/?p=1423#comment-18504</guid>
		<description>@stefanolix: Na der Welterbekonvention, die von der Bundesrepublik anerkannt wurde. Und per Einheitsvertrag gelten die v&#246;lkerrechtlichen Verpflichtungen der BRD auch f&#252;r die neuen Bundesl&#228;nder und deren Gemeinden.
Das stellt das Gutachten der Bundesregierung klar.

Der Rest meiner Aussage basiert auf der Stellungnahme des V&#246;lkerrechtsprofessors Ulrich Fastenrath, das hier zu finden ist.
http://www.elbtunnel-dresden.de/presse/originaldokumente/

Eine Menge Links zum Thema, u.a. zum Gutachten der Bundesregierung finden Sie in dem Beitrag hier.

http://www.elbtunnel-dresden.de/2008/10/10/welterbe-entdecken/

Aber ich kann so richtig nicht glauben, dass Sie das alles noch nicht kennen!?

Herzliche Gr&#252;&#223;e
Silvia</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@stefanolix: Na der Welterbekonvention, die von der Bundesrepublik anerkannt wurde. Und per Einheitsvertrag gelten die v&#246;lkerrechtlichen Verpflichtungen der BRD auch f&#252;r die neuen Bundesl&#228;nder und deren Gemeinden.<br />
Das stellt das Gutachten der Bundesregierung klar.</p>
<p>Der Rest meiner Aussage basiert auf der Stellungnahme des V&#246;lkerrechtsprofessors Ulrich Fastenrath, das hier zu finden ist.<br />
<a href="http://www.elbtunnel-dresden.de/presse/originaldokumente/" rel="nofollow"></a><a href='http://www.elbtunnel-dresden.de/presse/originaldokumente/'>http://www.elbtunnel-dresden.de/presse/originaldokumente/</a></p>
<p>Eine Menge Links zum Thema, u.a. zum Gutachten der Bundesregierung finden Sie in dem Beitrag hier.</p>
<p><a href="http://www.elbtunnel-dresden.de/2008/10/10/welterbe-entdecken/" rel="nofollow"></a><a href='http://www.elbtunnel-dresden.de/2008/10/10/welterbe-entdecken/'>http://www.elbtunnel-dresden.de/2008/10/10/welterbe-entdecken/</a></p>
<p>Aber ich kann so richtig nicht glauben, dass Sie das alles noch nicht kennen!?</p>
<p>Herzliche Gr&#252;&#223;e<br />
Silvia</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: stefanolix</title>
		<link>http://umgebungsgedanken.momocat.de/2009/06/25/demo-anlaesslich-der-aberkennung-des-welterbetitel-dresdner-elbtal/comment-page-1/#comment-18498</link>
		<dc:creator>stefanolix</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Jun 2009 17:08:47 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://umgebungsgedanken.momocat.de/?p=1423#comment-18498</guid>
		<description>@Silvia: Das klingt interessant: welchen v&#246;lkerrechtlichen Verpflichtungen lief der B&#252;rgerentscheid denn im Februar 2005 zuwider?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Silvia: Das klingt interessant: welchen v&#246;lkerrechtlichen Verpflichtungen lief der B&#252;rgerentscheid denn im Februar 2005 zuwider?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Silvia</title>
		<link>http://umgebungsgedanken.momocat.de/2009/06/25/demo-anlaesslich-der-aberkennung-des-welterbetitel-dresdner-elbtal/comment-page-1/#comment-18496</link>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Jun 2009 16:25:51 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://umgebungsgedanken.momocat.de/?p=1423#comment-18496</guid>
		<description>F&#246;rdermitteldiktatur - finde ich sehr passend und findet ja nicht nur im Rahmen der Waldschl&#246;sschenbr&#252;cke statt sondern auch bei den anderen Dresdner Verkehrsprojekten, bei denen  der CDU die Stra&#223;en noch nicht &#252;berdimensioniert und stadtsch&#228;dlich genug sind - K&#246;nigsbr&#252;cker, Leipziger... Sichergestellt wird das wie bei der Waldschl&#246;sschenbr&#252;cke &#252;ber Dresden-Konferenzen der Stadtverwaltung mit dem Land, wonach dann die Stadtr&#228;te damit konfrontiert werden, dass es F&#246;rdermittel eben nur f&#252;r CDU-konforme Projekte gibt...

Insofern finde ich es verfehlt, im Falle der Waldschl&#246;sschenbr&#252;cke von einer Diktatur der UNESCO zu sprechen. Die UNESCO wollte lediglich Alternativen, die den Schutz des aussergew&#246;hnlichen und universellen Wertes des Dresdner Elbtales sicherstellen, wozu sich Sachsen und Dresden schlie&#223;lich mit dem Antrag auf Aufnahme des Elbtals auf die Welterbeliste verpflichtet hatten. 

Die Diktatur ist meiner Ansicht nach tats&#228;chlich eine Diktatur des Freistaates (&quot;Geld gibt es nur f&#252;r diese Br&#252;cke&quot;), der auch festlegt, welche B&#252;rgerbegehren zul&#228;ssig sind und welche nicht. Irgendwelche rechtlichen Kniffe gibt es immer, mit denen man die Mehrheitsentscheidung von Stadtr&#228;ten zur Zul&#228;ssigkeit von B&#252;rgerbegehren aushebeln kann, wenn das B&#252;rgerbegehren die Abwahl dieser Br&#252;cke zur Folge haben k&#246;nnte - siehe Tunnelbegehren, siehe Begehren zum Mehrbr&#252;ckenkonzept.

Letztendlich h&#228;tte aber unter dem Gesichtspunkt der Bundestreue kein B&#252;rgerentscheid stattfinden d&#252;rfen, der den v&#246;lkerrechtlichen Verpflichtungen der BRD zuwiderl&#228;uft. Insofern wundert mich, dass auch nachdem Dresden auf der Roten Liste gelandet war, dieser B&#252;rgerentscheid zum Hauptgrund f&#252;r die Verhinderung eines Kompromisses mit der UNESCO in Form eines Elbtunnels hochstilisiert werden konnte, und das, obwohl die B&#252;rger beim B&#252;rgerentscheid noch glauben durften, diese Br&#252;cke w&#252;rde dem Welterbe nicht gef&#228;hrlich.

Wenn das mal nicht Instrumentalisierung des B&#252;rgerwillens von Dresden gegen den Rest der Welt war, und zwar ohne die M&#246;glichkeit einzur&#228;umen, eine unter anderen Voraussetzungen getroffene Entscheidung korrigieren zu d&#252;rfen. Ist so beschr&#228;nkt wirklich Demokratie???

Herzliche Gr&#252;&#223;e 
Silvia</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>F&#246;rdermitteldiktatur &#8211; finde ich sehr passend und findet ja nicht nur im Rahmen der Waldschl&#246;sschenbr&#252;cke statt sondern auch bei den anderen Dresdner Verkehrsprojekten, bei denen  der CDU die Stra&#223;en noch nicht &#252;berdimensioniert und stadtsch&#228;dlich genug sind &#8211; K&#246;nigsbr&#252;cker, Leipziger&#8230; Sichergestellt wird das wie bei der Waldschl&#246;sschenbr&#252;cke &#252;ber Dresden-Konferenzen der Stadtverwaltung mit dem Land, wonach dann die Stadtr&#228;te damit konfrontiert werden, dass es F&#246;rdermittel eben nur f&#252;r CDU-konforme Projekte gibt&#8230;</p>
<p>Insofern finde ich es verfehlt, im Falle der Waldschl&#246;sschenbr&#252;cke von einer Diktatur der UNESCO zu sprechen. Die UNESCO wollte lediglich Alternativen, die den Schutz des aussergew&#246;hnlichen und universellen Wertes des Dresdner Elbtales sicherstellen, wozu sich Sachsen und Dresden schlie&#223;lich mit dem Antrag auf Aufnahme des Elbtals auf die Welterbeliste verpflichtet hatten. </p>
<p>Die Diktatur ist meiner Ansicht nach tats&#228;chlich eine Diktatur des Freistaates (&#8220;Geld gibt es nur f&#252;r diese Br&#252;cke&#8221;), der auch festlegt, welche B&#252;rgerbegehren zul&#228;ssig sind und welche nicht. Irgendwelche rechtlichen Kniffe gibt es immer, mit denen man die Mehrheitsentscheidung von Stadtr&#228;ten zur Zul&#228;ssigkeit von B&#252;rgerbegehren aushebeln kann, wenn das B&#252;rgerbegehren die Abwahl dieser Br&#252;cke zur Folge haben k&#246;nnte &#8211; siehe Tunnelbegehren, siehe Begehren zum Mehrbr&#252;ckenkonzept.</p>
<p>Letztendlich h&#228;tte aber unter dem Gesichtspunkt der Bundestreue kein B&#252;rgerentscheid stattfinden d&#252;rfen, der den v&#246;lkerrechtlichen Verpflichtungen der BRD zuwiderl&#228;uft. Insofern wundert mich, dass auch nachdem Dresden auf der Roten Liste gelandet war, dieser B&#252;rgerentscheid zum Hauptgrund f&#252;r die Verhinderung eines Kompromisses mit der UNESCO in Form eines Elbtunnels hochstilisiert werden konnte, und das, obwohl die B&#252;rger beim B&#252;rgerentscheid noch glauben durften, diese Br&#252;cke w&#252;rde dem Welterbe nicht gef&#228;hrlich.</p>
<p>Wenn das mal nicht Instrumentalisierung des B&#252;rgerwillens von Dresden gegen den Rest der Welt war, und zwar ohne die M&#246;glichkeit einzur&#228;umen, eine unter anderen Voraussetzungen getroffene Entscheidung korrigieren zu d&#252;rfen. Ist so beschr&#228;nkt wirklich Demokratie???</p>
<p>Herzliche Gr&#252;&#223;e<br />
Silvia</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Stephan</title>
		<link>http://umgebungsgedanken.momocat.de/2009/06/25/demo-anlaesslich-der-aberkennung-des-welterbetitel-dresdner-elbtal/comment-page-1/#comment-18488</link>
		<dc:creator>Stephan</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Jun 2009 07:11:25 +0000</pubDate>
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		<description>Kennen Sie die Grundlagen f&#252;r die Entscheidung der Dresdner B&#252;rger und das Niveau der Streitkultur hier? Beides war absolut nicht ausreichend und deshalb muss eine L&#246;sung geben, von der am Ende alle was haben. Querung mit Tunnel, Landschaft rehabilitiert.

Die Tunnelbef&#252;rworter werden seit 3 Jahren str&#228;flich von der Politik ignoriert, so dass man hier nicht einmal von Demokratie sprechen kann. Politik h&#228;tte in unserer Situation eine L&#246;sung finden k&#246;nnen, wollte das aber nicht. Ab und zu spreche ich gern von F&#246;rdermitteldiktatur.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Kennen Sie die Grundlagen f&#252;r die Entscheidung der Dresdner B&#252;rger und das Niveau der Streitkultur hier? Beides war absolut nicht ausreichend und deshalb muss eine L&#246;sung geben, von der am Ende alle was haben. Querung mit Tunnel, Landschaft rehabilitiert.</p>
<p>Die Tunnelbef&#252;rworter werden seit 3 Jahren str&#228;flich von der Politik ignoriert, so dass man hier nicht einmal von Demokratie sprechen kann. Politik h&#228;tte in unserer Situation eine L&#246;sung finden k&#246;nnen, wollte das aber nicht. Ab und zu spreche ich gern von F&#246;rdermitteldiktatur.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: stefanolix</title>
		<link>http://umgebungsgedanken.momocat.de/2009/06/25/demo-anlaesslich-der-aberkennung-des-welterbetitel-dresdner-elbtal/comment-page-1/#comment-18474</link>
		<dc:creator>stefanolix</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Jun 2009 17:28:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://umgebungsgedanken.momocat.de/?p=1423#comment-18474</guid>
		<description>Lieber Zettel,

f&#252;r den Fall der Elbquerung von heute aus betrachtet: man darf das Ergebnis des ersten Entscheides nicht negieren. Man soll das Ergebnis so optimieren, dass es neuen Erkenntnissen und Anforderungen gerecht wird. Dann soll man bauen!

F&#252;r den Fall der Elbquerung &lt;em&gt;ex ante&lt;/em&gt; betrachtet: Man h&#228;tte dem B&#252;rger eine Grundsatzentscheidung vorlegen sollen. Dann  h&#228;tte man ausgewiesene Fachleute berufen k&#246;nnen, um die L&#246;sung umzusetzen. Das Urteil &#252;ber die eigentliche Ausf&#252;hrung der Br&#252;cke h&#228;tte dem demokratisch gew&#228;hlten Stadtrat &#252;berlassen werden sollen.

F&#252;r den Fall kommunaler Bauten generell: B&#252;rgerentscheide sollten nur stattfinden, wenn das Bauvorhaben auch in wesentlichen Teilen aus dem kommunalen Haushalt oder Steueraufkommen finanziert werden muss. Entscheide &#252;ber dreistellige Millionensummen aus externen Quellen halte ich pers&#246;nlich f&#252;r moralisch zweifelhaft.

Komplex oder emotional: was ich heute abend hier geschrieben habe, sollte nicht emotional sein. Ich bin immer wieder bestrebt, den Sachverhalt so komplex wie n&#246;tig und so objektiv wie m&#246;glich zu betrachten. 

Emotional betrachte ich das nat&#252;rlich auch: ich sehe momentan das Vertrauen in Demokratie und B&#252;rgermitsprache rapide sinken und dar&#252;ber &#228;rgere ich mich sehr. Das Br&#252;ckenthema wird nun ein weiteres Mal in den (s&#228;chsischen) Wahlkampf gezogen und man wird auch im Bundestagswahlkampf weiter gegeneinander Stimmung machen. Auch andere Vorg&#228;nge in Dresden schaden der Demokratie.

Herzliche Gr&#252;&#223;e 
Stefan

.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Zettel,</p>
<p>f&#252;r den Fall der Elbquerung von heute aus betrachtet: man darf das Ergebnis des ersten Entscheides nicht negieren. Man soll das Ergebnis so optimieren, dass es neuen Erkenntnissen und Anforderungen gerecht wird. Dann soll man bauen!</p>
<p>F&#252;r den Fall der Elbquerung <em>ex ante</em> betrachtet: Man h&#228;tte dem B&#252;rger eine Grundsatzentscheidung vorlegen sollen. Dann  h&#228;tte man ausgewiesene Fachleute berufen k&#246;nnen, um die L&#246;sung umzusetzen. Das Urteil &#252;ber die eigentliche Ausf&#252;hrung der Br&#252;cke h&#228;tte dem demokratisch gew&#228;hlten Stadtrat &#252;berlassen werden sollen.</p>
<p>F&#252;r den Fall kommunaler Bauten generell: B&#252;rgerentscheide sollten nur stattfinden, wenn das Bauvorhaben auch in wesentlichen Teilen aus dem kommunalen Haushalt oder Steueraufkommen finanziert werden muss. Entscheide &#252;ber dreistellige Millionensummen aus externen Quellen halte ich pers&#246;nlich f&#252;r moralisch zweifelhaft.</p>
<p>Komplex oder emotional: was ich heute abend hier geschrieben habe, sollte nicht emotional sein. Ich bin immer wieder bestrebt, den Sachverhalt so komplex wie n&#246;tig und so objektiv wie m&#246;glich zu betrachten. </p>
<p>Emotional betrachte ich das nat&#252;rlich auch: ich sehe momentan das Vertrauen in Demokratie und B&#252;rgermitsprache rapide sinken und dar&#252;ber &#228;rgere ich mich sehr. Das Br&#252;ckenthema wird nun ein weiteres Mal in den (s&#228;chsischen) Wahlkampf gezogen und man wird auch im Bundestagswahlkampf weiter gegeneinander Stimmung machen. Auch andere Vorg&#228;nge in Dresden schaden der Demokratie.</p>
<p>Herzliche Gr&#252;&#223;e<br />
Stefan</p>
<p>.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Zettel</title>
		<link>http://umgebungsgedanken.momocat.de/2009/06/25/demo-anlaesslich-der-aberkennung-des-welterbetitel-dresdner-elbtal/comment-page-1/#comment-18472</link>
		<dc:creator>Zettel</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Jun 2009 17:02:57 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://umgebungsgedanken.momocat.de/?p=1423#comment-18472</guid>
		<description>Lieber Stefanolix,

ich habe aus deinen und den Beitr&#228;gen von Elbnymphe gelernt, wie komplex das aus der Sicht vieler Dresdner offenbar alles ist. Komplex und auch sehr emotional. Wenn ich das gewu&#223;t h&#228;tte, dann h&#228;tte ich die Meckerecke vielleicht nicht geschrieben. 

Sie richtete sich ja  aber haupts&#228;chlich gegen die UNESCO und deren  Art, mit einer demokratisch getroffenen Entscheidung umzugehen. Offenbar wollte man die Dresdner mit der Drohung, den Welterbe-Status zu entziehen, n&#246;tigen, ihre Entscheidung zu &#228;ndern. Was jetzt in Sevilla beschlossen wurde, war eine Sanktion gegen Aufm&#252;pfige, die sich der UNESCO nicht unterordnen wollten. 

Das ist aus meiner Sicht inakzeptabel; es ist ein Zentralismus, den ich als Anh&#228;nger des Subsidiarit&#228;tsprinzips ausgesprochen verabscheue. 

Ob die Br&#252;cke nun die Landschaft verschandeln wird, wei&#223; ich nicht. Ich habe dazu im kleinen Zimmer etwas geschrieben, nachdem ich mir Zeichnungen angesehen habe. 

Was die Demokratie angeht, lieber Stefanolix, will ich euch, die ihr eure Demokratie anders als wir im Westen selbst erk&#228;mpft habt, sicher keine Vorschriften machen. Aber bei Volksentscheiden stelle ich es mir schwer vor, sie immer wieder zur Disposition zu stellen. Wie oft soll man abstimmen, bis es wirklich &quot;gilt&quot;?

Herzlich, Zettel</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Stefanolix,</p>
<p>ich habe aus deinen und den Beitr&#228;gen von Elbnymphe gelernt, wie komplex das aus der Sicht vieler Dresdner offenbar alles ist. Komplex und auch sehr emotional. Wenn ich das gewu&#223;t h&#228;tte, dann h&#228;tte ich die Meckerecke vielleicht nicht geschrieben. </p>
<p>Sie richtete sich ja  aber haupts&#228;chlich gegen die UNESCO und deren  Art, mit einer demokratisch getroffenen Entscheidung umzugehen. Offenbar wollte man die Dresdner mit der Drohung, den Welterbe-Status zu entziehen, n&#246;tigen, ihre Entscheidung zu &#228;ndern. Was jetzt in Sevilla beschlossen wurde, war eine Sanktion gegen Aufm&#252;pfige, die sich der UNESCO nicht unterordnen wollten. </p>
<p>Das ist aus meiner Sicht inakzeptabel; es ist ein Zentralismus, den ich als Anh&#228;nger des Subsidiarit&#228;tsprinzips ausgesprochen verabscheue. </p>
<p>Ob die Br&#252;cke nun die Landschaft verschandeln wird, wei&#223; ich nicht. Ich habe dazu im kleinen Zimmer etwas geschrieben, nachdem ich mir Zeichnungen angesehen habe. </p>
<p>Was die Demokratie angeht, lieber Stefanolix, will ich euch, die ihr eure Demokratie anders als wir im Westen selbst erk&#228;mpft habt, sicher keine Vorschriften machen. Aber bei Volksentscheiden stelle ich es mir schwer vor, sie immer wieder zur Disposition zu stellen. Wie oft soll man abstimmen, bis es wirklich &#8220;gilt&#8221;?</p>
<p>Herzlich, Zettel</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: stefanolix</title>
		<link>http://umgebungsgedanken.momocat.de/2009/06/25/demo-anlaesslich-der-aberkennung-des-welterbetitel-dresdner-elbtal/comment-page-1/#comment-18469</link>
		<dc:creator>stefanolix</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Jun 2009 16:04:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://umgebungsgedanken.momocat.de/?p=1423#comment-18469</guid>
		<description>Lieber Zettel,

im Jahr 2005 haben die Dresdner unter folgender Pr&#228;misse &#252;ber die Br&#252;cke abgestimmt: Es gibt »F&#246;rdergeld« nur f&#252;r eine Br&#252;cke an dieser Stelle und nur f&#252;r dieses Modell. Es wurde von vornherein jede Alternative genommen, es ist das, was ich als »Friss oder stirb« bezeichne. Unter dieser Voraussetzung stimmte die Mehrheit der Beteiligten f&#252;r die Br&#252;cke. Die Nichtbeteiligten waren demotiviert oder es war ihnen egal. Die Abstimmung verlief in Unkenntnis der Welterbe-Frage.

Demokratie ist mir wichtig, seit ich 1989 daf&#252;r auf die Stra&#223;e gegangen bin. Aber Demokratie ist, wie wir wissen, nicht perfekt, sondern nur die Alternative mit den wenigsten Fehlern. Zur Demokratie geh&#246;rt auch, dass man ein weiteres Mal abstimmen kann, wenn man mehr Informationen hat oder kl&#252;ger geworden ist. Das wurde uns verwehrt, obwohl &#252;ber 50.000 Menschen sich daf&#252;r eingesetzt haben. Sie haben sich daf&#252;r eingesetzt, weil sie die L&#246;sung verbessern wollten.

Insofern ist das alles kein Beispiel f&#252;r gut funktionierende Demokratie, sondern f&#252;r die Fehler, die die Demokratie leider auch hat. Ich geh&#246;re prinzipiell auch zu den Leuten, die sich nicht so gern hineinreden lassen und deshalb bitte ich darum, die Demokratie in Sachen Br&#252;cke in Kenntnis der Fakten zu beurteilen;-)

Herzliche Gr&#252;&#223;e aus Dresden,
Stefan

.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Zettel,</p>
<p>im Jahr 2005 haben die Dresdner unter folgender Pr&#228;misse &#252;ber die Br&#252;cke abgestimmt: Es gibt »F&#246;rdergeld« nur f&#252;r eine Br&#252;cke an dieser Stelle und nur f&#252;r dieses Modell. Es wurde von vornherein jede Alternative genommen, es ist das, was ich als »Friss oder stirb« bezeichne. Unter dieser Voraussetzung stimmte die Mehrheit der Beteiligten f&#252;r die Br&#252;cke. Die Nichtbeteiligten waren demotiviert oder es war ihnen egal. Die Abstimmung verlief in Unkenntnis der Welterbe-Frage.</p>
<p>Demokratie ist mir wichtig, seit ich 1989 daf&#252;r auf die Stra&#223;e gegangen bin. Aber Demokratie ist, wie wir wissen, nicht perfekt, sondern nur die Alternative mit den wenigsten Fehlern. Zur Demokratie geh&#246;rt auch, dass man ein weiteres Mal abstimmen kann, wenn man mehr Informationen hat oder kl&#252;ger geworden ist. Das wurde uns verwehrt, obwohl &#252;ber 50.000 Menschen sich daf&#252;r eingesetzt haben. Sie haben sich daf&#252;r eingesetzt, weil sie die L&#246;sung verbessern wollten.</p>
<p>Insofern ist das alles kein Beispiel f&#252;r gut funktionierende Demokratie, sondern f&#252;r die Fehler, die die Demokratie leider auch hat. Ich geh&#246;re prinzipiell auch zu den Leuten, die sich nicht so gern hineinreden lassen und deshalb bitte ich darum, die Demokratie in Sachen Br&#252;cke in Kenntnis der Fakten zu beurteilen;-)</p>
<p>Herzliche Gr&#252;&#223;e aus Dresden,<br />
Stefan</p>
<p>.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Zettel</title>
		<link>http://umgebungsgedanken.momocat.de/2009/06/25/demo-anlaesslich-der-aberkennung-des-welterbetitel-dresdner-elbtal/comment-page-1/#comment-18468</link>
		<dc:creator>Zettel</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Jun 2009 15:48:48 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://umgebungsgedanken.momocat.de/?p=1423#comment-18468</guid>
		<description>Lieber Bloggerkollege,

Sie haben recht, ich war noch nicht in Dresden. Darf ich darum nicht Kritik an der UNESCO &#252;ben? Darf ich nicht anderer Meinung sein als Sie und die Elbnymphe?

Die 137176 Menschen, die am 27. Februar 2005 f&#252;r die Br&#252;cke gestimmt haben, das waren 67,92 Prozent, waren schon in Dresden, nicht wahr? 

Ich verstehe ja, da&#223; das f&#252;r viele B&#252;rger Dresdens ein sehr emotionales Thema ist. Ich verstehe, lieber Kollege, auch, da&#223; Sie sich nicht gern von Au&#223;enstehenden in Ihre Kommunalpolitik hineinreden lassen m&#246;chten.

Aber mir scheint, es geht hier nicht um Kommunalpolitik. Es geht um aus meiner Sicht um den Zentralismus einer UNO, die sich zunehmend wie eine Weltregierung auff&#252;hrt, vs die Freiheit einer Kommune, ihre eigenen Dinge selbst zu regeln. Also um das Subsidiarit&#228;tsprinzip.

Ihr Dresdner B&#252;rger habt nun einmal mit gro&#223;er Mehrheit entschieden. Ich verstehe nicht ganz, warum die unterlegene Seite sich nicht der demokratischen Entscheidung f&#252;gt. Gilt f&#252;r Sie Demokratie immer nur dann, wenn Sie sich mit Ihrer Meinung durchsetzen?

Herzlich, Zettel</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Bloggerkollege,</p>
<p>Sie haben recht, ich war noch nicht in Dresden. Darf ich darum nicht Kritik an der UNESCO &#252;ben? Darf ich nicht anderer Meinung sein als Sie und die Elbnymphe?</p>
<p>Die 137176 Menschen, die am 27. Februar 2005 f&#252;r die Br&#252;cke gestimmt haben, das waren 67,92 Prozent, waren schon in Dresden, nicht wahr? </p>
<p>Ich verstehe ja, da&#223; das f&#252;r viele B&#252;rger Dresdens ein sehr emotionales Thema ist. Ich verstehe, lieber Kollege, auch, da&#223; Sie sich nicht gern von Au&#223;enstehenden in Ihre Kommunalpolitik hineinreden lassen m&#246;chten.</p>
<p>Aber mir scheint, es geht hier nicht um Kommunalpolitik. Es geht um aus meiner Sicht um den Zentralismus einer UNO, die sich zunehmend wie eine Weltregierung auff&#252;hrt, vs die Freiheit einer Kommune, ihre eigenen Dinge selbst zu regeln. Also um das Subsidiarit&#228;tsprinzip.</p>
<p>Ihr Dresdner B&#252;rger habt nun einmal mit gro&#223;er Mehrheit entschieden. Ich verstehe nicht ganz, warum die unterlegene Seite sich nicht der demokratischen Entscheidung f&#252;gt. Gilt f&#252;r Sie Demokratie immer nur dann, wenn Sie sich mit Ihrer Meinung durchsetzen?</p>
<p>Herzlich, Zettel</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Stephan</title>
		<link>http://umgebungsgedanken.momocat.de/2009/06/25/demo-anlaesslich-der-aberkennung-des-welterbetitel-dresdner-elbtal/comment-page-1/#comment-18459</link>
		<dc:creator>Stephan</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 13:24:08 +0000</pubDate>
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		<description>Stefan, die Welterbe-Bewegung wird auch weiterhin aktiv sein. An allen Fronten, die sie bearbeiten kann.

Wir wollen ja schliesslich, dass die Landschaft nicht in Vergessenheit ger&#228;t.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Stefan, die Welterbe-Bewegung wird auch weiterhin aktiv sein. An allen Fronten, die sie bearbeiten kann.</p>
<p>Wir wollen ja schliesslich, dass die Landschaft nicht in Vergessenheit ger&#228;t.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Stefan</title>
		<link>http://umgebungsgedanken.momocat.de/2009/06/25/demo-anlaesslich-der-aberkennung-des-welterbetitel-dresdner-elbtal/comment-page-1/#comment-18458</link>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 12:19:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://umgebungsgedanken.momocat.de/?p=1423#comment-18458</guid>
		<description>Ich m&#246;chte euch als Br&#252;ckengegner fragen, wie ihr weitermachen wollt. Auf welterbe-erhalten.de kann man lesen, dass die Br&#252;cke weiterhin verhindert werden soll und auf die Tunnell&#246;sung gedr&#228;ngt werden soll.

Wollt ihr das wirklich? Ich hoffe ihr habt nach all dem Zwist nicht den Sinn f&#252;rs wesentliche verloren. Ich meine, dass gestern &quot;die letzte Schlacht dieses Krieges verloren wurde&quot;. Die Br&#252;cke ist NICHT MEHR ZU VERHINDERN. Jeder andere Alternative ist gescheitert. Das tut mir selbst in der Seele leid, aber das sind nunmal unumst&#246;&#223;liche Fakten. 

Deshalb denke ich (auch wenn meine Meinung wohl total unwichtig ist), sollten die Br&#252;ckengegner diesen Kampf bzgl. der Br&#252;cke aufgeben. Euer Kampf und Einsatz wahr ehrenhaft, aber nun ist die Br&#252;cke nicht mehr zu verhindern. Darum denke ich, sollte man die Priorit&#228;ten &#228;ndern. Die Br&#252;cke wird bald da sein, aber ebenso das Elbtal auch noch, welches nicht mehr unter UNESCO-Schutz steht. 

Es droht weiterhin an anderen Stellen im Elbtal die Gefahr, dass Beton flie&#223;en k&#246;nnte. Das sind die Schaupl&#228;tze der Zukunft. Weitere Eingriffe und Zerst&#246;rungen m&#252;ssen da verhindert werden. Deshalb w&#228;re es mein Wunsch, dass man in Dresden eine Welterbe-&#228;quivalente L&#246;sung zum Schutz des Elbtals auch mit Br&#252;cke findet. Auch ohne UNESCO muss das m&#246;glich sein. 
Ich kenne mich da zu wenig aus, aber vielleicht k&#246;nnte man auf entsprechende Gesetze oder Verordnungen hinwirken. Den das Elbtal ist auch mit Br&#252;cke sch&#252;tzenswert.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich m&#246;chte euch als Br&#252;ckengegner fragen, wie ihr weitermachen wollt. Auf welterbe-erhalten.de kann man lesen, dass die Br&#252;cke weiterhin verhindert werden soll und auf die Tunnell&#246;sung gedr&#228;ngt werden soll.</p>
<p>Wollt ihr das wirklich? Ich hoffe ihr habt nach all dem Zwist nicht den Sinn f&#252;rs wesentliche verloren. Ich meine, dass gestern &#8220;die letzte Schlacht dieses Krieges verloren wurde&#8221;. Die Br&#252;cke ist NICHT MEHR ZU VERHINDERN. Jeder andere Alternative ist gescheitert. Das tut mir selbst in der Seele leid, aber das sind nunmal unumst&#246;&#223;liche Fakten. </p>
<p>Deshalb denke ich (auch wenn meine Meinung wohl total unwichtig ist), sollten die Br&#252;ckengegner diesen Kampf bzgl. der Br&#252;cke aufgeben. Euer Kampf und Einsatz wahr ehrenhaft, aber nun ist die Br&#252;cke nicht mehr zu verhindern. Darum denke ich, sollte man die Priorit&#228;ten &#228;ndern. Die Br&#252;cke wird bald da sein, aber ebenso das Elbtal auch noch, welches nicht mehr unter UNESCO-Schutz steht. </p>
<p>Es droht weiterhin an anderen Stellen im Elbtal die Gefahr, dass Beton flie&#223;en k&#246;nnte. Das sind die Schaupl&#228;tze der Zukunft. Weitere Eingriffe und Zerst&#246;rungen m&#252;ssen da verhindert werden. Deshalb w&#228;re es mein Wunsch, dass man in Dresden eine Welterbe-&#228;quivalente L&#246;sung zum Schutz des Elbtals auch mit Br&#252;cke findet. Auch ohne UNESCO muss das m&#246;glich sein.<br />
Ich kenne mich da zu wenig aus, aber vielleicht k&#246;nnte man auf entsprechende Gesetze oder Verordnungen hinwirken. Den das Elbtal ist auch mit Br&#252;cke sch&#252;tzenswert.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Frank F.</title>
		<link>http://umgebungsgedanken.momocat.de/2009/06/25/demo-anlaesslich-der-aberkennung-des-welterbetitel-dresdner-elbtal/comment-page-1/#comment-18457</link>
		<dc:creator>Frank F.</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 09:09:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://umgebungsgedanken.momocat.de/?p=1423#comment-18457</guid>
		<description>Danke f&#252;r die Links!
Ich habe mir den Anfang des Videos angesehen, einfach peinlich und l&#228;cherlich: Erst mit aller Macht auf die Aberkennung des Welterbetitels hinarbeiten und dann rumjammern.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke f&#252;r die Links!<br />
Ich habe mir den Anfang des Videos angesehen, einfach peinlich und l&#228;cherlich: Erst mit aller Macht auf die Aberkennung des Welterbetitels hinarbeiten und dann rumjammern.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Stephan</title>
		<link>http://umgebungsgedanken.momocat.de/2009/06/25/demo-anlaesslich-der-aberkennung-des-welterbetitel-dresdner-elbtal/comment-page-1/#comment-18456</link>
		<dc:creator>Stephan</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 09:08:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://umgebungsgedanken.momocat.de/?p=1423#comment-18456</guid>
		<description>Naja..ich hatte den Eindruck, dass die Dresdner Kulturb&#252;rger ihre Stadt nicht aufgeben wollen. Selbst mit der Br&#252;cke kann man versuchen, den ganzen Rest zu verhindern, dann die Br&#252;cke wieder wegrei&#223;en und mit dem alten Gebiet wieder Welterbe werden.

Wenn das schiefgeht, wird DD wirklich zur Allerweltsstadt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Naja..ich hatte den Eindruck, dass die Dresdner Kulturb&#252;rger ihre Stadt nicht aufgeben wollen. Selbst mit der Br&#252;cke kann man versuchen, den ganzen Rest zu verhindern, dann die Br&#252;cke wieder wegrei&#223;en und mit dem alten Gebiet wieder Welterbe werden.</p>
<p>Wenn das schiefgeht, wird DD wirklich zur Allerweltsstadt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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