Jetzt kennt Deutschland das Dresdner Welterbegefühl

Mein Mitgefühl an euch Stuttgarter!

Wir Dresdner fühlen und leiden im Herzen mit Euch!

Wir knabbern noch immer am Verlust unserer schönen Elbauenlandschaft, genauso wie ihr auf Jahre euren Bäumen hinterhertrauern werdet.

Die Demokratie, oder vielleicht besser: die Mehrheitsgesellschaft, hat es nicht geschafft, sich zu einer agilen Organisationsform weiterzuentwickeln, in der gestrige Planungen an die Erfordernisse von heute angepasst werden können.

PS: Wenn ich Zyniker wäre, würde ich sagen: Ein Glück dass keine bei der Parkräumung gestorben ist.

PPS: Da seht Ihr Dresdner, was uns geblüht hätte, wenn wir eine „finale“ Protestkultur zusammengebracht hätten.

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4 Kommentare zu Jetzt kennt Deutschland das Dresdner Welterbegefühl

  1. Andreas sagt:

    Das kam mir alles sehr bekannt vor. Heute ist 19 Uhr am Alberplatz ein Schwabenstreich (Bezeichnung für die lokale Protestkultur in Stuttgart, die sich gerade übers Land ausbreitet.):
    http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2010/10/schwabenstreiche-in-ganz-deutschland.html

    Grüße
    Andreas

  2. Jane sagt:

    Ich glaube, da liegt ein Trugschluss vor. Denn wahrscheinlich ist es einfach nur so, dass es in unserer pluralistischen Mehrheitsgesellschaft viele verschiedene Vorstellungen davon gibt, was „gestrig“ und was „heutige Erfordernisse“ sind. Und im Prinzip ist das ja auch ganz gut so.
    Zum Beispiel verantworte ich lieber einen geringfügig gestörten Blick auf eine Landschaftskulisse als ein großflächig zerstörtes Erdreich sowie Strom- und Wartungskosten, die wie im Falle eines von vielen befürworteten Tunnels ins Unermessliche gestiegen wären.

  3. Sonic Lux sagt:

    Stuttgart 21 = „Wohlstandsproblem“ …

    Die Leute sollten lieber mal zum 1. Mai wieder alle auf die Strassen gehen und sich gegen Rassismus oder die zunehmene Freiheitsberaubung stellen.

    Mich wundert immer wieder wieso mehr Leute wegen „irgendwelchen Fledermauessen“ auf die Strasse gehen als bei einer Demo gegen einen rassistischen Uebergriff. Sowas kann nicht angehen!

  4. Maschinist sagt:

    Als Zugezogener bin ich recht neutral, was die Brücke angeht.
    Ich denke, hier würde es nie zu Zuständen wie in Stuttgart gekommen worden sein oder werden. Ganz einfach wegen der zuvor durchgeführten Bürgerbefragung zu genau dieser konkreten Brücke. Dadurch ist sie legitimiert und erzeugt daher nur so geringen Protest. In dem Fall sage ich: zurecht.
    In Stuttgart wurde das versäumt und s21 ist noch von ganz anderer Dimension mitten in der Stadt. Es wurde, fernab in Landtag oder Foren, über „Planfeststellungsverfahren“ und ähnliche bürokratische Monstren diskutiert, still und leise. Dann wollte man endlich handeln und sich als „Macher“ gerieren (Wahl).
    Der Schuss geht gerade ganz gehörig nach hinten los: zurecht!

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