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made in PRC – hergestellt für Firma xyz

Freitag, den 23. Oktober 2009

PRC = Peoples Republic of China

Die Verbraucherverarsche mit dem Aufdruck “hergestellt für …” muss natürlich nix mit dem untenstehenden Link zu tun haben, aber die Wahrscheinlichkeit ist groß. Konkret ziele ich auf die ganzen Non-Food-Billigprodukte der Discounter ab.

Noch mehr Bilder könnt ihr sehen, wenn ihr das Bild oder die URL anklickt. Vorsicht, euch könnte schlecht werden!

Quelle

http://www.chinahush.com/2009/10/21/amazing-pictures-pollution-in-china/

China will Exportabnehmern CO2 in Rechnung stellen

Sonntag, den 14. Juni 2009

Ich habe mich schon gefragt, wie lange es dauern wird, bis die Chinesen anfangen werden, die dortigen Umweltsünden der Exporteure an die Abnehmer weiter zu geben.

Der Deal war ja der: China wurde zur Werkbank der Welt und produziert billig für den Rest der Welt. Die dabei entstehenden Umweltsünden sind ja lokal und haben mit den Produkten dann nix mehr zu tun. So fliesst graues Wasser und graue Energie von China im Container in alle Welt. Was stört uns Importeure schon der ein oder andere verseuchte Fluss in China?

Nun planen die Chinesen aber eine Maßnahme, die sie von 15-20 % ihrer CO2-Emissionen befreit. Sie wollen die CO2-Emmissionen einfach mit den Produkten an ihre Abnehmer weitergeben. Es entsteht sowas wie Verbrauchsgerechtigkeit: Wenn du Deutscher ein China-Elektronikgerät kaufst, dann sollst du bitte auch für die CO2-Emissionen der Geräteherstellung gerade stehen.

Das ist doch mal ein cooler Ansatz, oder? Schliesslich sind wir für unseren Konsum hier verantwortlich, auch wenn dieser anderswo Umweltschäden verursacht. Und wenn hier einer meint, CO2 sei harmlos, dann sucht er sich eben ein anderen Stoff. Es sollte echt verboten sein, Kosten der Produkte zu externalisieren. So heisst das in der Fachsprache. Jedes Produkt müsste die echten Kosten tragen, dann könnte der Verbraucher auch mal mündig kaufen gehen. Im Moment wird man ja nur verarscht.

Der deutsche Exportweltmeister könnte natürlich auch CO2 in Rechnung stellen, jedoch wird er im Vergleich den kürzeren ziehen, weil wir Mengentechnisch sicherlich viel weniger exportieren.

Nachtrag: Ruhestörung.net schreibt auch dazu.

Nachtrag 2: Industrieländer müssen mehr tun (oxfam).

Peak Oil wird wohl schon gewesen sein

Donnerstag, den 22. Mai 2008

Soeben gehört: Im asiatischen Handel kostet das Barrel Öl 135 US-$.

Ich würde mal spontan behaupten: Peak Oil war schon. Ab nun wird das schwarze Gold massiv teuerer. Und damit alle Produkte die damit zusammenhängen. Selbst die Russen liefern weniger nach Schwedt in die dortige Raffinerie.

Scheinbar bekommen wir nun die Strafe, die wir verdienen. Mit Nachhaltigkeit wäre das nicht passiert.

Ach ja: In China gibt es gerade kaum Diesel. Dafür aber kleine Elektromopeds.

Früher war alles besser, weil … [.]

Mittwoch, den 7. Mai 2008

… alles übersichtlicher war. Oder so ähnlich.

Aber wenn ich mir gerade die Nachrichten über Energie anschaue, dann kann ich den Wunsch nach “Übersichtlichkeit” leicht nachvollziehen.

Oder sollte man sagen, es war unmittelbarer. Die Güterkreisläufe waren mehr oder weniger überschaubar. Obwohl das vielleicht auch nicht immer stimmen mag. Kohle kam damals also auch schon von fern, hier eben aus China (alternativer Link, falls Arte nicht mehr geht).

Ich kann es drehen wie ich will, aber bei fast jeder Anschaffung denke ich darüber nach, welchen Weg das Produkt genommen hat. Und fast überall prallen meine Fragen auf Unverständnis oder können schlicht nicht beantwortet werden.

Und wenn man noch per Zufall über solche Bilder stößt, dann weiß man eigentlich, wie veraltet unsere Gewohnheiten sind.

Schaut euch das Bild mal genau an. Was fällt auf?

Richtig, die machen Warmwasser mit Solarkollektoren. Und das machen wohl viele dort. Und das in Lhasa. Sogar in China ist das Gang und Gebe.

Da bleibt mir wohl nur eines: Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht.

Übrigens: Unsere Biosupermarkt stöhnt darüber, die Nachfrage nach Malitzscher Milch und Joghurt nicht mehr decken zu können. Es gibt schlicht zu wenig regionale Erzeuger.

[Nachtrag:]
Natürlich war früher auch vieles unangenehmer, die Arbeit körperlich härter, die Lebensbedingungen rauher und manche Verhältnisse eher “mittelalterlich”.

Vielleicht bin ich auch nur mal wieder auf meine persönliche Perspektive auf das Thema reingefallen und habe deshalb diesen Text geschrieben. Perspektiven können bekanntlich ordentliche Täuschungen hervorrufen.

Meine Großmutter vom Lande, hat mir noch erzählt, dass sie früher (1940-1960 ?) immer in den Wald gegangen sind, um Holz zu holen. Wenn der Ofen einmal brannte, wurden dann Briketts nachgeschoben.

Die Sicherheit Deutschlands am Hindukusch [Nachtrag]

Freitag, den 2. Mai 2008

Folgende Karten zeigten, warum Deutschland am Hindukusch ist.


Die Sternchen sind US-Militärbasen

Wir helfen unseren amerikanischen Freunden, ein Fuß in die Tür zum Öl östlich des kaspischen Meeres zu bekommen. Wir Westeuropäer können ja Pipelines nutzen, die über Russland laufen. Oder durch die Türkei. Die Amis aber müssten mit dem Tanker in Pakistan anlegen.

Verzichtet mal einen Tag lang auf ölbasierte Dinge.

Dabei fällt mir auf: Kann mir jemand sagen, wieviel Öl oder Gas in einem Zentner Weizen stecken?

Bildquelle: http://freedocumentaries.org/film.php?id=193

Nachtrag: ISAF (UN-Mandat) und Operation Enduring Freedom (Privatveranstaltung der USA in Afg.) sind zwei getrennte Operationen.