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Elektrosmog

Donnerstag, den 19. November 2009

Falls sich jemand für die nicht sichtbaren elektromagnetischen Wellen interessiert, so sollte er arte einschalten.

Flüchtlinge vor einer strahlenden Welt

Die Zunahme von Mobiltelefonen und anderen schnurlosen Technologien lässt auch die Belastung der Umwelt durch elektromagnetische Strahlung steigen. Immer mehr Menschen reagieren mit Krankheitssymptomen auf diese Strahlung. Doch Elektrosensibilität ist als Krankheit nicht anerkannt. Der finnische Regisseur Jussi Eerola hat elektrosensible Menschen in ihrem Alltag begleitet.ARTE zeigt diese Sendung innerhalb des Themenschwerpunkts “Wissenschaft im Fokus”.

Elektrosensibilität ist eine Begleiterscheinung der modernen, übertechnisierten Welt. Elektronsensible Menschen können keine Computer, Mobiltelefone, öffentliche Verkehrsmittel und elektrische Haushaltsgeräte benutzen. Sie können weder in den Supermarkt, noch ins Kino oder an andere öffentliche Orte gehen, ohne unter schwerwiegenden Symptomen zu leiden. Dennoch ist Elektrosensibilität nicht als Krankheit anerkannt. Als Ursache für die Symptome werden im Allgemeinen psychische Probleme verantwortlich gemacht.
Der finnische Filmemacher Jussi Eerola zeigt in seinem Dokumentarfilm, wie drei elektrosensible Menschen versuchen, in einer Welt zurechtzukommen, in der es aufgrund von Schnurlos-Technologie und elektrotechnischen Anlagen auch immer mehr elektromagnetische Felder gibt. Bei der Beobachtung des Alltags dieser Menschen wird deutlich, dass ihre Suche nach einem Ort, an dem sie glücklich und sicher leben können, das Anliegen aller sein sollte. Gleichzeitig zeigt der Film den Zusammenhang zwischen der rasanten technologischen Entwicklung und der Vorherrschaft von Marktinteressen auf.
“Flüchtlinge vor einer strahlenden Welt” ist der erste Dokumentarfilm des bekannten finnischen Spielfilmregisseurs Jussi Eerola.

(Finnland, 2009, 59mn)
ARTE / YLE
Regie: Jussi Eerola

Kurzgedanken dazu: WLAN, Mobiltelefon, DECT, Kabel, Freiheit, unsichtbar, Freiheit der anderen, Wechselwirkungen, Resonanz, Frequenz, Schwingung

Hoffentlich finde ich Zeit, den Beitrag zu schauen.

Hinweis: Das ist Fernsehen und wird von Menschen mit Interessen gemacht.

Operation Diluvio in vollem Gange

Mittwoch, den 1. Juli 2009

♣ Auf der Heimfahrt vom Schillerplatz nach Pieschen konnte ich mich heute abend gegen 21 Uhr persönlich von der Operation »Diluvio« überzeugen. Goldgelbes Gegenlicht schien mit auf meinem Heimweg ins Gesicht und der UNESCO-Verbündete mit Codenamen »Himmel« tat, was er tun musste: Abregnen.

♥ Für alle Welterbefreunde gibt es eine unbedingt sehenswerte Doku auf Arte+7 noch 6 Tage lang als Videostrom.

♦ Die Filmnächte-Betreiber bekommen von mir übrigens den Balls-of-Steel-Award. Deren Leinwand steht fast im Wasser und der Betrieb geht weiter. Helm ab Frau Mütze!

◊ Und weil wir schon in Dresden sind, kann ich gleich noch darauf hinweisen, dass Freiheit und Bürgerrechte auf der Prager Straße gestorben sind.

Fruchtbarkeitsprobleme bei Männern

Freitag, den 28. November 2008

Arte hat am Dienstag abend eine 52 Minuten lange Dokumentation gezeigt, die sich mit der Abnahme von Fruchtbarkeit bei Männern, Hormonen und Wechselwirkungen zwischen hormonähnlichen Stoffen (Pestizide, Weichmacher, …) beschäftigt.

Am Ende sagt eine Wissenschaftlerin: 0 + 0 + 0 = 7. Das bedeutet, dass drei für sich relativ unschädliche chemische Stoffe zusammen sehr heftige Reaktionen im Mutterleib ausgelöst haben. Arte hat sagar Hinweise für werdende Mütter und Stillende aufgelistet.

Und dass es kein Gesetz zur Untersuchung von Wechselwirkungen zwischen Produkten der (bio-)chemischen Industrie gibt, hatte ich bis jetzt auch schon immer vermutet. Der Film bestätigt dies.

Ich würde jedem empfehlen sich die 52 Minuten mal zu nehmen und bis kommenden Mittwoch die Doku zu schauen oder auf die Wiederholungen zu warten. Ich gebe noch die direkten Links für die WMV-Streams an. So sollten bis 3.12.2008 funktionieren. Eine Gesprächsrunde gabe es im Anschluss an die Sendung auch.

Wiederholungen der Sendung sind angesetzt für:

  • 29.11.2008 – 9.40 Uhr
  • 13.12.2008 – 5.00 Uhr

Zur Gesprächsrunde

Die Gesprächsrunde zur Doku ist auch sehenswert, da schwingen nämlich unterschwellig Dinge mit, die es in sich haben. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann muss die Industrie zeigen, dass ihre Produkte unschädlich sind. Das wird sich durch geeignete Versuchsaufbauten usw. auch nachweisen lassen. Man könnte die Frage auch anders herum stellen:

Ziegen sie, dass ihr Produkt Schaden anrichtet! Das bedeutet, dass prinzipiell viel mehr Stoffkombinationen geprüft werden müssten. Und erst wenn alle Kombinationen keine Wirkung zeigen, dann ist gezeigt, dass kein Schaden entsteht. Man dreht die These herum und versucht diese zu wiederlegen.

Ich will nicht den Spielverderber für die Chemie spielen, schliesslich beruht unser Lebensstandard auch zu Großteilen darauf.

Der Leiter des Institues für öffentliche Gesundheit bringt es gegen Ende der Debatte auf den Punkt. Er möchte erst 100 %ig sicher sein, bevor er irgendetwas verbietet. Das bedeutet, dass er gern die gesamte kausale Kette kennen will, quasi vom Protein bis zur Biosphäre. Dabei misachtet er aber den Stand den Stand der Wissenschaft. Denn diese kann ja noch nicht einmal vollständig erklären, wie die Zelle funktioniert.

Alternativ kann man die 100 %ige Sicherheit auch beim Inverkehrbringen fordern. Aber das tut niemand. Weil es schlicht und ergreifend zur Zeit gar nicht geht. Man müsste nämlich alle natürlichen Prozesse in Lebewesen und ihrer Umwelt kennen und dann kann man die Zugabe von Stoffen nachvollziehen.

Fazit

Ich hätte gern grüne Chemie, sofern nötig.