Archiv des Tags ‘Pieschen’

Frische Bilder vom Micktener Elbufer

Samstag, den 20. Februar 2010

Vorab: Gerüchte sind zu mir gelangt, dass am Königsufer jetzt gerade (Samstag Mittag) auch gerade Bäume gefällt werden. Will da jemand gucken gehen?

Zum Gerücht: Jede 2. Platane wurde dort entfernt. Aus Amatuersicht hat es sich um ein Auslichten gehandelt. Oder die Ministeriumskantine sollte mehr Licht abbekommen.

Ansonsten hat mich ein Weg heute zum Ort der Tat geführt. Andere Bilder auf www.keinemauer.de

Dresden: 5 Jahre Micktener Elbufern in 26 Bildern

Freitag, den 19. Februar 2010

So..ich hab mal im Kontext des Kettensägenmassakers in meinem Fotoarchiv gewühlt und euch die passenden Stimmungsbilder vom Micktener Elbufer in Dresden herausgesucht. Alle Bilder sind durch Anklicken vergrößerbar!

Was ist zu sehen?

  • Frühjahrshochwasser 2006
  • Baumblüte
  • Winter
  • Planungsunterlagen
  • Bilder von jeder Jahreszeit

Und die Zeitungen möchte ich erinnern, dass diese Bilder nicht kommerziell genutzt werden dürfen! Lizenz CC-NC-SA 3.0

Nachtrag: So..hab die Gallerie mal anschaulicher gemacht.

Massaker in Dresden

Freitag, den 19. Februar 2010

Als ob es keine andere Lösung gegeben hätte, die Uferstimmung zu erhalten:

Alle Bilder sind nicht von mir.

Falls sich jemand wundert, warum und wo das ist:

Die Bäume wurden am Micktener Elbufer von der Landestalsperrenverwaltung Sachsens gefällt, damit dort eine Betonflutschutzmauer gebaut werden kann.

*nach Sauerstoffzelt zum Abreagieren such*

In diesem Kontext schrieb ich dazu: (Flut-)Mauerbaupläne in Dresden

Nachtrag: Ich Depp hätte Kettensegenmassaker schreiben sollen. Original Dresden chain saw action!

Nachtrag 2: Der Rand|Mensch hat”s geschrieben: Kettensägenmassaker. News auch bei http://keinemauer.de/.

Nachtrag 3: So sah es vorher aus (26 Bilder vom Ort des Geschehens).

Molenbrücke in Pieschen

Mittwoch, den 28. Oktober 2009

Ab nächsten Montag wird die Molenbrücke in Pieschen gebaut. Radfahrer können dann nach Fertigstellung der Brücke, an der elbseitigen Haltestelle “Altpieschen”, auf die Mole des Pieschener Hafens fahren, um am Hafenende dann auf den bisherigen Elbradweg ihre Fahrt fortzusetzen.

Aus meiner Sicht betrachte ich den Bau der Molenbrücke mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Lachendes Auge

Mein Arbeitsweg ist teilweise der Elbradweg von Altpieschen stadtwärts. Mit der Sanierung der Leipziger Straße haben sich die Verhältnisse für Radfahrer verschlechtert. Es ist weniger Platz vorhanden und oftmals behindern sich Fussgänger und Radfahrer massiv gegenseitig. Ausserdem sind die Ausfahrten der Grundstücke recht unübersichtlich und holprig. All dies könnte durch die Brücke entschärft werden. Durch sie steht dann doppelt so viel Radweg zur Verfügung, mit mehr Übersichtlichkeit. Die Sicherheit aller Fuß- und Radwegbenutzer dürfte sich erhöhen.

Weinendes Auge

So eine Brücke kostet viel Geld. Und Geld wächst nicht an Bäumen, auch wenn deren Blätter gerade golden scheinen. Und die Brücke kostet nicht nur Geld, sondern auch natürliche Ressourcen (Stahl, Beton – Baumaterial). Im Dresdner Fahrradnetz wären Geld und Ressourcen eigentlich viel sinnvoller zu verwenden, wenn die Leipziger Straße nicht so kaputtgeplant worden wäre. So erscheint mir die Molenbrücke und der Molenradweg als sehr teure und ineffiziente Lösung für die Problembeseitigung zwischen Moritzburger Straße und Pieschener Eck. Außerdem braucht diese Brücke Wartung.

Fazit

Die Molenbrücke wird vielleicht 10-30 Sekunden Fahrzeitverkürzung für Radler erbringen. Das ist am Aufwand gemessen nicht viel. Wäre die Situation auf der Leipziger Straße nicht so schlecht, wäre die Molenbrücke der reinste Schildbürgerstreich. So ist sie eine ineffiziente Problemlösung, die durch bedarfsgerechte Planung der Straßensanierung hätte vermieden werden können. Als Radfahrer freue ich mich vielleicht über diese Brücke, als Bürger mit Blick auf die Gesamtlage eher nicht.

(Flut-)Mauerbaupläne in Dresden

Freitag, den 12. Juni 2009

Mir sind da zwei Referenzen zu Weltnetzseiten unter den Mauskursor gekommen:

mauerzoff.de behandelt den geplanten Bau der Flutschutzmauer in Dresden und keinemauer.de nimmt sich dem Pendant im Pieschener Winkel an. An beiden Stellen im Noch-Welterbe-Gebiet sind völlig überdimensionierte Hochwasserschutzanlagen geplant. Als Pieschener habe ich übrigens selber einen Einwand gegen die Mauer geschrieben.

Flutmauer in Laubegast

Damit die Menschen mal eine Vorstellung bekommen, was dort geplant ist, werden die Insulaner aktiv. Sie bauen ein Modell.

Quelle: mauerzoff.de

Quelle: mauerzoff.de

Auch ein Augenzwinkern ist dabei:

Quelle: mauerzoff.de

Quelle: mauerzoff.de

Morgen (13.06.2009) früh 11 Uhr ist Fototermin am Mauermodell, beim Bäcker Siemank.

Literarisch wird in einem Vorabdruck (pdf) aus der Laube 16 schon etwas Untergangsstimmung transportiert. Nun aber stromab:

Hochwassermauer im Pieschener Winkel

Quelle: keinemauer.de

Tja liebe Leute, hinter solch einer modernen Tristesse wird die Elbe weggesperrt. Kinder werden über diese Mauer nicht mehr hinwegblicken können. Ich selber hatte mir mal die Unterlagen auch mal angesehen und abfotografiert (208 Bilder, 185 MB, bei Bedarf bitte kommentieren). Hier mal eine simple Montage. Meine anderen bearbeiteten Bilder habe ich wohl verlegt.

flutmauer_pieschen_panorama

Anklicken vergrößert

Falls jemand einen Eindruck von den Planungspapieren braucht, bitte sehr:

flutmauer_pieschen_dokumente

4 Ordner Papier

Und damit solche bürgerfernen Planungen in Zukunft nicht wieder passieren, informierte eine Veranstaltung nächsten Mittwoch den Dresdner, wie man bürgernah planen kann.

Nachtrag: Die Bäume wurden im Februar 2010 am Micktener Elbufer gefällt.