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Molenbrücke in Pieschen

Mittwoch, den 28. Oktober 2009

Ab nächsten Montag wird die Molenbrücke in Pieschen gebaut. Radfahrer können dann nach Fertigstellung der Brücke, an der elbseitigen Haltestelle “Altpieschen”, auf die Mole des Pieschener Hafens fahren, um am Hafenende dann auf den bisherigen Elbradweg ihre Fahrt fortzusetzen.

Aus meiner Sicht betrachte ich den Bau der Molenbrücke mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Lachendes Auge

Mein Arbeitsweg ist teilweise der Elbradweg von Altpieschen stadtwärts. Mit der Sanierung der Leipziger Straße haben sich die Verhältnisse für Radfahrer verschlechtert. Es ist weniger Platz vorhanden und oftmals behindern sich Fussgänger und Radfahrer massiv gegenseitig. Ausserdem sind die Ausfahrten der Grundstücke recht unübersichtlich und holprig. All dies könnte durch die Brücke entschärft werden. Durch sie steht dann doppelt so viel Radweg zur Verfügung, mit mehr Übersichtlichkeit. Die Sicherheit aller Fuß- und Radwegbenutzer dürfte sich erhöhen.

Weinendes Auge

So eine Brücke kostet viel Geld. Und Geld wächst nicht an Bäumen, auch wenn deren Blätter gerade golden scheinen. Und die Brücke kostet nicht nur Geld, sondern auch natürliche Ressourcen (Stahl, Beton – Baumaterial). Im Dresdner Fahrradnetz wären Geld und Ressourcen eigentlich viel sinnvoller zu verwenden, wenn die Leipziger Straße nicht so kaputtgeplant worden wäre. So erscheint mir die Molenbrücke und der Molenradweg als sehr teure und ineffiziente Lösung für die Problembeseitigung zwischen Moritzburger Straße und Pieschener Eck. Außerdem braucht diese Brücke Wartung.

Fazit

Die Molenbrücke wird vielleicht 10-30 Sekunden Fahrzeitverkürzung für Radler erbringen. Das ist am Aufwand gemessen nicht viel. Wäre die Situation auf der Leipziger Straße nicht so schlecht, wäre die Molenbrücke der reinste Schildbürgerstreich. So ist sie eine ineffiziente Problemlösung, die durch bedarfsgerechte Planung der Straßensanierung hätte vermieden werden können. Als Radfahrer freue ich mich vielleicht über diese Brücke, als Bürger mit Blick auf die Gesamtlage eher nicht.

Bayer beschimpft Dresdner Radler

Freitag, den 9. Mai 2008

Gestern erlebt. Wir fuhren mit dem Rad auf dem 26er Ring vom WTC zur Marienbrücke. An der Kreuzung Schäferstrasse fährt man auf die Strasse vom Radweg runter. So ist der Radweg eben gelegt.

Dann überquert man die Strassenbahngleise am Bahnhof Mitte und dort fehlt die Auffahrt auf den Fussweg, der für Radler frei ist. Als komfortsuchenden Radler fährt man natürlich auf der Straße weiter.

Dort ist es aber eng. Wegen der Haltestelleninsel.

Hinter uns hupt ein Auto. Ich zucke mit den Schultern und verweise leger auf den fehlenden Radweg. Da muss dem Autfahrer die Hutschnurr geplatzt sein. Vorm Büro-Witte kann er uns endlich überholen. Da gast er los, dreht die Scheibe runter und nöhlt uns aus seiner Karre voll.

Wir rufen zurück, dass es keinen Radweg gibt und wir nicht verpflichtet sind, auf dem Fussweg zu fahren.

Daraufhin brüllt er an der roten Ampel am art’Hotel nochmal aus seinem Blechhaufen raus. Dort kann er endlich losdüsen, um am der Einmündung der Linie 11 gleich nochmal bei Rot halten zu dürfen.

Auf dem Nummernschild stand irgendwas mit RH… . RH steht für den Landkreis Roth.

Naja..in Bayern scheint es eben keine Radfahrer mehr zu geben. Armer Freistaat. *schulterzuck*