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Tausche Waldschlößchenbrücke gegen Stadtleben

Dienstag, den 9. März 2010

Hat jemand von euch die Streichliste der Dresdner Stadtverwaltung in den Dresdner Papiermedien gesehen?

(natürlich sind die schlechten Nachrichten nicht komplett online, oder gar als Pressemitteilung auf www.dresden.de zu haben, selbst sz-online.de scannt nur ein (Amateure!, gif ist out. Nehmt 16-Farb-png wenn ihr sparen müsst!).)

Quelle: www.sz-online.de

Nun ich muss sagen, dass ich heftig baff bin. Das die Kohle nicht reicht, war ja klar. Aber dass es so derbe ins Kontor schlägt?

Nahezu überall wird an der Lebensqualität von vielen Menschen gespart. Egal ob Schulen, bestehende Verkehrsinfrastruktur oder Schwimmhallen. Für nix ist Geld da, ausser für die Waldschlößchenbrücke natürlich.

Wahrscheinlich sollten sich mal alle Betroffenen auf den Plätzen rund um Rathaus einfinden, damit unsere Stadtverplaner endlich begreifen, dass es wichtig ist, integriert zu planen.

Ich habe den dringenden Verdacht, dass in den letzten 20 Jahren diverse Prioritäten falsch gesetzt wurden. Als kleines Goodie, noch eine Grafik die ich 2006 schon mal gepostet hatte:

Quelle: Landeshauptstadt Dresden, Referent für nachhaltige Entwicklung, Lerm/Blätterlein, Grafik: Milde

Dresden – Gedanken zur Albertbrücke

Dienstag, den 2. Februar 2010

Heute früh in der Straßenbahn auf der Albertbrücke kam mir folgender Gedankengang:

  • Das Land Sachsen ist pleite. Es hat ja nicht mal mehr Geld für Schulen.
  • Die Albertbrücke ist kaputt.
  • Die Waldschlößchenbrücke wird gebaut.
  • Die Waldschlößchenbrücke wird irgendwann fertig.
  • Die Albertbrücke ist dann endgültig kaputt.
  • Die Albertbrücke wird für den Straßenverkehr (alle ausser Radfahrer und Fussgänger) gesperrt.
  • Das Land Sachsen ist immer noch pleite.
  • Die Albertbrücke kann nicht saniert werden, weil das Land Sachsen keinen Zuschuss übrig hat. Schliesslich müssen ja Schulen gebaut werden.

Das Resultat: Dresden hat im Endeffekt keine neue Brücke. Die Straßenbahn hat eine Brücke weniger.

*feix*

Update: Ergänzung im ersten Satz.

Lehrplan ohne DDR

Samstag, den 26. Juli 2008

Also mein Lehrplan enthielt so gut wie nix über die DDR.

Ich kann mich nur daran erinnern, dass wir über den Mauerbau und 1953 gesprochen haben.

Ansonsten war es als Kind nicht gerade schlecht auf dem Dorf in der Lausitz in der DDR. Wie soll man das als Kind auch beurteilen können?

Lego und Kakao kamen ja zum Glück mit dem Westpäckel.

Einzig Görlitz war so extrem bedrückend. Das kann ich heute im Rückblick sagen. Beinahe wäre die schöne alte Stadt an der DDR gestorben.

Bauern schütten Milch weg und Kinder kommen hungrig in Schulen

Freitag, den 30. Mai 2008

Zwei Fakten:

  • Bauern schütten Milch weg.
  • Kinder kommen hungrig in die Schulen. Teilweise ohne Frühstück und ohne Schnitten (Pausenbrot).

Dazwischen liegt der Fehler im (oder mit ) System. Denn nichts macht hungernde Menschen auf der Welt unglücklicher als Deutsche die Milch in den Gulli schütten. Perverse Welt. Aber kehren wir lieber selber vor unserer Tür.

Beide können für ihre schlechte Lage nichts. Bei den Bauern wird reguliert und die Kinder sind von den Eltern abhängig.

Übrigens gibt es kaum noch Molkereien in Sachsen. Dort wurde alles totkonzentriert. Einzig die große Molkerei in Plauen (SN 008) wird als Genossenschaft geführt. Die Bauern in Ostsachsen sind Müller (SN 016) auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.

Noch was zu den Bauern: Die Großmolkereien haben die kleinen Genossenschaftsmolkereien systematisch vom Markt verdrängt. Die konnten einfach Kampfpreise mit den Discountern aushandeln und das so lange machen, bis sie als Einzige übrig waren. Fördermittel sind da wahrscheinlich auch falsch geflossen.