Journalismus und die Blogs

Drüben bei Spreeblick wird von Bloggern diskutiert, inwiefern sich Blogs und Journalismus „vertragen“. Ein paar interessante Gedanken gibt es dort zu lesen. Ich meine jedoch, dass ein Kernthema von Blogs irgendwie nicht erwähnt wird, das der Rückkopplung.

Rückkopplung

In der Diskussion erscheint zwar häufig der Begriff Meinung und ich bin mir sicher, dass damit genau das Prinzip der Rückkopplung gemeint ist, jedoch der Begriff in den Köpfen weniger präsent ist. Eine Rückkopplung ist letztendlich das, was man auch gerne als Feedback bezeichnet. Meinungen zu irgendwelchen Themen findet man in den Blogs überall. Das ist ja gerade das Tolle an den Blogs. Sie strozen vor Meinungen, abstrakt gesagt: vor Rückkopplungen. Die Schreiber nehmen Bezug auf ihre Umwelt und kommentieren sie. Kurz gesagt bin ich der Meinung, das Blogs die Notwendigkeit nach Rückkopplungen im Leben befriedigen.

Rückkopplungen im Alltag

Schaut man sich mal im Alltag um, wie oft man Feedback irgendjemandem gibt, dann stellt man oftmals fest, es ist zu wenig. Oder man bekommt erst gar kein Feedback. Dabei ist die Rückkopplung eines der elementarsten Prinzipen überhaupt. Die Natur lebt von biologischen Regelkreisen hochkomplexer Art (Ursache – Wirkung), sie hat damit die tollsten Lebewesen hervorgebracht. In unserer hochzivilisierten Welt geben wir aber sehr wenig Feedback. Wir machen zwar die tollsten Dinge, fliegen um den Planeten, zerstören den Regenwald, aber umfassend Feedback geben wir nicht dazu. Wir haben unendlich viele Fakten, aber die Menschen, die davon beeinflusst werden, äussern sich zu wenig dazu. Wenn man sich mit einem Sachbearbeiter der komunalen Webseite mal unterhält, dann freut man sich dort über jeden hilfreichen Gedanken.

Relationen

Die klassischen Medien funktionieren im wesentlich in eine Richtung. Fernsehen ist da das Paradebeispiel. Leserbriefe und Telefonschaltungen sind da ein paar Rückkopplungsmöglichkeiten. Im Internet ist das anders, da kann jeder senden. Das ist einfacher, man kann mal eben „on-the-fly“ Feedback geben. Das sind schon mal zwei verschiedene paar Schuhe. Betrachtet man sich mal den Einfluss des freien Finanzverkehrs auf die Welt, so sieht man dort ganz deutlich die Disbalance zwischen Ursache (globaler Finanzmarkt) und die Wirkung (man kann einfacher Produkte in China herstellen als im eigenen Land (jetzt ganz simpel gesprochen)). Irgendwelche Richtlininen und Gesetze von ein paar hundert Entitäten (Personen, Organisationen, Konzernen) beeinflussen letzlich jeden auf diesem Planeten. Doch hat nicht jeder die Fähigkeit dazu, sich dazu zu äussern. Es wird gehandelt, ohne die Wirkungen umfassend zu analysieren.

Journalismus und Blogs

So und zurück zu den Blogs und dem Journalismus. Journalisten bringen nur die Fakten. Meinungen und Deutungen findet man dort klassischerweise nicht. Da verwundert es doch nicht, dass es auch Rückkopplungen zum Journalismus gibt. Die Rückkopplungen sind die Blogs. Der Journalismus ist bei weitem nicht die einzige Inspirationsquelle für Feedback, aber eine wesentliche. Ich behaupte hier einfach mal, dass die Blogs ganz „natürliche“ Rückkopplungen auf andere Dinge sind. Auf Kunst, Nachrichten und auch Politik. Deshalb bin ich mal so frech und sage: Das Leben (auch die Journalisten) braucht die Blogs und anders herum. Es ist ein endloser Kreislauf, der ohne Rückkopplung zu destruktiven Resonanzen führt.

In diesem Sinne, gebt den „Machern“ mehr Rückkopplung! (aka „rinjehaun“ 😉 )

PS: Wenn jemand ein schönes WordPress-Thema mit Serifenschrift kennt, immer her damit. Ich wäre für typografische Tips im Bezug auf bessere Lesbarkeit längerer Artikel dankbar. Gibt es funktionierende deutsche Rechtschreibprüfer für WordPress?

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CO2-neutrales Kraftwerk von Vattenfall

Da will der Energiekonzern Vattenfall doch tatsächlich ein C02-neutrales Kraftwerk bauen. Das klingt doch sehr verwunderlich. Sogar die Frau Kanzlerin ist beim ersten Spatenstich dabei. Wenn man sich das ganze aber genauer unter www.vattenfall.de/co2frei anschaut, dann stellt man beunruhigt fest, dass da fleissig weiter C02 produziert wird. Vattenfall will es in den Erdmantel pumpen, anstatt der Luft zuführen.

Vattenfall denkt also, wenn man das C02 aus dem Sinn schafft, trägt es nicht zur Bilanz des Kraftwerks bei. Hinzu kommt, dass es gar keine Erfahrungen mit der Langzeitspeicherung von C02 im Boden gibt. Wer sagt nicht, dass das Gas in ein paar hundert Jahren einfach bis zur Erdoberfläche diffundiert und nachträglich zum „Klimakiller“ mutiert. Falls das tatsächlich so wäre, dann würde Vattenfall den folgenden Generationen viel aufbürden, ja sogar unsere Zukünftigen mit Problemen belasten, die die Jetzigen geschaffen haben. Man könnte das auch als Verrat an der Zukunft interpretieren. Weiterlesen →

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Umgebungsgedanken aus dem Kopf ins Web

Ich hab es endgültig geschafft, dieses Weblog zu eröffnen. Was werden die Kernthemen von den Umgebungsgedanken sein?

  • Maßlosigkeiten und Imbalancen
  • Lebensraumqualität
  • Konsum in einer Konsumgesellschaft
  • Nachhaltigkeit
  • Kommunikationsmöglichkeiten

Natürlich wird es wohl dabei nicht bleiben, da die Gedanken auch auf andere Bereiche Bezug nehmen und einfach fixiert werden wollen 😉 . Mal sehen, wohin die Reise geht.

Stephan

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Altes Deutschland – junges Deutschland

Hallo liebe Leser!

(gibt es überhaupt welche – Hinweis auf die Kommentarfunktion! ).
In den Medien macht ein ernstes Thema die Runde: Die Bevölkerungsentwicklung von Deutschland. Die präsentierten Statistiken und Grafiken machen einem Angst. Landstriche sterben aus, es bleiben Rentner auf dem Land und schrumpfende Städte in Ostdeutschland.
Was ist da zur Hölle los?
Ein Blick in die Online-Medien:

Tja…

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Berechne deinen ökologischen Fussabdruck!

Soeben entdeckt:
http://www.myfootprint.org/
Auf dieser Seite kannst du deinen Verbrauch an Natur herausfinden. Leider verbrauche ich wohl mehr als die Natur zu bieten hat. (Wenn auch knapp) 🙁

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