Mandeville-Paradoxon

In seinem Hauptwerk, der Bienenfabel, hat Bernard Mandeville die provozierende These aufgestellt, dass nicht die Tugend, sondern das Laster die eigentliche Quelle des Gemeinwohls sei. Die zugrundeliegende Erkenntnis, dass individueller Nutzen nicht mit globalem Nutzen identisch sein muss, bildet ein wichtiges Theorem der Ökonomie, das nach ihm auch Mandeville-Paradox heißt. Quelle: Wikipedia

Was man so alles finden kann.

„Da auf der ganzen Erde ein Fluch liegt und kein Brot zu haben ist ausser dem, was wir im Schweisse unseres Angesichts essen, muss der Mensch eine riesige Arbeit leisten, ehe er sich als Einzelwesen mit den lebensnotwendigen Dingen versorgen […] kann. Doch unendlich viel mehr ist erforderlich, um das Leben in einer zivilisierten Gesellschaft angenehm zu machen […]. Aus dem Gesagten wird klar, dass in einer freien Nation, wo Sklaven nicht erlaubt sind, der sicherste Reichtum in einer grossen Zahl arbeitsamer Armer besteht. […] Um die Gesellschaft gluecklich und die Menschen unter den bescheidensten Umstaenden zufrieden zu machen, ist es erforderlich, dass eine grosse Anzahl von ihnen nicht nur arm, sondern auch unwissend ist.“ Quelle… Die Bienenfabel oder Private Laster als gesellschaftliche Vorteile (von Bernard Mandeville), Muenchen 1988, S. 272, 274 (englisches Original: London 1732), schamlos vom ecofreak kopiert

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Sozialtheorie mit zur Grundausbildung eines modernen Menschen gehören sollte. Es gibt auch noch einen interessanten Dialog zu dem Thema im Netz zum Lesen.

Und nach einigem Suchen habe ich auch das Gedicht „Die Bienenfabel“ im WWW gefunden. Hier die erste Strophe:

 

Der unzufriedene Bienenstock

oder

Die ehrlich gewordenen Schurken

 

Ein Bienenstock., dem keiner sich
An Macht und Reichtum sonst verglich,
Des fleißige, wohlgenährte Scharen
Geehrt in Krieg und Frieden waren,
War als das rechte Heimatland
Von Kunst und Wissenschaft bekannt.
Wenn die Parteien auch Streit geführt,
Ward doch das Ganze gut regiert;
Nie hat der Pöbel wild geknechtet
Das Volk, nie ein Tyrann entrechtet,
Durch Könige, deren Macht beschränkt,
Ward es mit milder Hand gelenkt.

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