Nachtrag zum „Wettlauf um die Welt“ und Gedanken dazu

Letzte Woche lief im ZDF ein spannender Dreiteiler. Er trug den Titel „Wettlauf um die Welt„. Alle drei Zwei von drei Teile sind auch nachträglich in der zdf-Mediathek anschaubar (zumindest im Moment).

Dieser Dreiteiler ist sehr gut, so fasst er unsere jetzige Situation doch sehr greifbar zusammen. Zusätzlich wird ein Ausblick vermittelt, der gewisse Unsicherheiten und große Herausforderungen in Aussicht stellt. Auf jeden Fall werden die nächsten Jahre eine sehr rasante Fahrt. Angesprochene Themen sind:

  • Das Ende der „heilen“ Welt
  • globaler Wettbewerb
  • Rolle Deutschlands als Exportweltmeister in der Globalisierung
  • verspätete Strukturanpassungen
  • Der Glücksmoment Mauerfall für die Westeuropäische Wirtschaft
  • Rolle von Bildung
  • Die asiatische Aufholjagd – Lernen heißt kopieren und verbessern
  • Logistik und Kapitalmärkte
  • Mangel von Ingenieuren und Studenten in Deutschland
  • Rückkehr der Fertigung nach Deutschland

Der Kernsatz war: Wir müssen so viel besser sein, wie wir teurer sind. Und es gibt viele Gebiete in denen Deutschland immer noch einen riesigen Erfahrungsvorsprung hat. Das ganze Thema Wasserbau wird in Deutschland höchst akkurat bearbeitet. Und spätestens wenn die Chinesen ihre Umwelt wieder in den Griff bekommen wollen, lässt sich dort mit Umwelttechnik die dicke Kohle verdienen. Übrigens haben die Chinesen einen 50-jährigen Energieplan. Mir ist soetwas von Deutschland nicht bekannt.

Unsere Erfahrungen aus dem Lernprozess von heute, werden später für jedes geöffnete Land sehr wichtig werden. Spätestens wenn jeder Asiate seinen LCD-TV, Diabetes, seine IT, sein Auto, gute Gesundheit und ähnliche Löhne wie wir haben, dann müssen wir alle sehen, wie wir miteinander interagieren. Asiatischer Ramsch und deutsche Maschinen werden vom jeweils anderen nicht mehr in den Maßen gebraucht. Wohin nur mit dem ganzen Leistungsüberschuss wenn die Welt irgendwann entwicklet ist?

Was aber alle irgendwie brauchen, das wird Lebensqualität sein. Und dazu gehören in willkürlicher (ist mein Geist willkürlich?) Reihenfolge:

  • Energie und Lebensraum
  • Bildung und Identität
  • Freunde und Kommunikation
  • Gesundheit und Privatheit
  • Lebensmittel
  • Spaß und Erholung
  • Kultur und Heimat
  • Selbstverwirklichung und Wettkampf

So und nun an die Arbeit, die Herausforderungen sind gwaltig! Ich wünsche allen Beteiligten viel Spaß beim erreichen einer nachhaltigen Wirtschaftsweise und wahrlich glücklichen Gesellschaft.

PS: Wer mich kennt, darf mich auch um eine Kopie der Aufzeichnungen fragen. 😉

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