Mit dem Wasser bauen

Beim Schauen des 3sat-Filmbeitrages „Schwimmende Städte“ (Video) hat es bei mir „Klick“ gemacht. Wir haben ja in Europa an Binnenflüssen das Problem mit unvorhersehbaren Hochwassern. Bei uns sind die Schmerzen sozusagen zeitlich und örtlich begrenzt. Die Niederländer sind dagegen chronisch krank, leben sie doch teilweise unterhalb des Meeresspiegel. Sie entwickeln dort Möglichkeiten, mit dem Wasser zu leben und bauen sogar am hochwassergefährdeten Fluss. Bei Hochwasser schwimmt das Haus einfach auf.

Genau diese Möglichkeit könnte man doch auch dort im Binnenland realisieren, wo neuer Siedlungsraum entstehen soll. Anstatt sich hinter Deichen zu verstecken, steckt man den Aufwand in sein Haus. Kommt das Wasser, hat man auch kein Problem.

Bezug zu Dresden

Im Dresdner Osten tun sich Stadt und Land ja mit einem Hochwasserschutzkonzept recht schwer. Vielleicht kann man ja zumindest bei Neubauten im überschwämmungsgefährdeten Gebiet den Auftriebsgedanken mal berücksichtigen.

Nachtrag: Ich will nicht zum Verbauen von Flussauen auffordern, bei Leibe nicht. Vielmehr könnten solche Wasserbauten langfristig eine Perspektive für das Leben am Fluss sein.

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