Gedankensplitter: Terroristenüberwachung

Beim Lesen des Artikels „Immer im Visir“ in der gedruckten Technology Review hatte ich eine grauenvolle Idee, wie wir Terroristen zu überwachen sind.

Aber zuerst den aktuellen Stand zur Idee:

  • Wir haben RFID.
  • Wir haben Mobiltelefone, auch mit Near-Field-Funk (ähnlich RFID).
  • Wir haben Smartphones mit dicken Datenübertragungskanälen.
  • Wir haben GPS in Mobilgeräten.
  • Es gibt software defined radio.
  • Manche wollen die Bevölkerung überwachen.

Was liegt also näher, den Leuten ein RFID-Tag irgendwo unterzujubeln (z.B. in die Schuhsole, auf die Bierflasche) und überall RFID-Reader zu vergraben verstecken? Damit liesse sich die Bevölkerung doch ganz potent verfolgen und überwachen. Das wäre jedoch teuer und aufwändig. Warum lässt man das nicht gleich die zu Überwachenden selber machen?

Jetzt kommt aber die eigentliche Idee 💡

💡 Wir bauen RFID-Reader einfach unbemerkt in die Mobil- und Smartphones ein. 💡 Und dann rufen einfach alle Geräte in regelmäßigen Abständen alle umliegenden RFIDs ab und übermitteln diese Info über einen dunklen Kanal zu den „Bösen“ (z.B. Staat, Geheimdienst, you name it).

Damit erreichen wir:

  • Es muss kein RFID-Leser mehr aufgebaut werden. Die Leute tragen ihn überall mit sich herum.
  • Es gibt mit der nächsten Mobiltelefon-Generation überall RFID-Leser, manche sogar mit GPS.

Damit das mal klar wird: Sobald man ein einziges RFID-Tag (unbewusst) mit sich rumträgt und von anderen Menschen umgeben ist, wird man potentiell ortbar. 😯

Was hilft dagegen:

  • Selber garantiert kein RFID-Tag mit sich herumtragen. Achtung: „Gechippte“ Hunde/Haustiere tragen einen. Und irgendwann kommt sicher die Pflicht seine Haustiere zu „chippen“. Kann man RFID in Zahnkronen einbauen?
  • Anderen Menschen nur begegnen, wenn deren Akku aus ihrem Mobiltelefon herausgenommen ist.
  • Ein fetter EMP, der aber auch alles andere zerlegt.

So…nun aber genug Paranoia geschoben, und das zum Sonntag morgen. 🙄

Zum Abschluss noch ein konstruiertes Beispiel:

Es läuft ein Typ mit seinem iPhone 5.0 (hat RFID-Reader eingebaut) durch die Fussgängerzone. Da sitzen ein paar Penner mit ihren Hunden. Zwei Minuten später rückt das Ordnungsamt an, und vertreibt die Penner, weil die dort „stören“. Das Ordnungsamt wurde automatisch über folgende Infokette auf die Penner aufmerksam: RFID im Penner-Hund -> iPhone 5.0 -> Upload ins Datennetz -> ortsbezogene Personenfilterung der Polizei/Kommune -> Kurzmitteilung aufs Gerät des nächsten Ordnungsamtsmitarbeiters. Und das alles ohne Kameras, die man als Mensch in der Regel noch sieht.

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