Welcher Dresdner braucht die Geso

Hey..was soll der Mist mit dem Kauf der Geso? Warum kauft Dresden nicht nur die Drewag zurück? Warum kauft Dresden nicht mit den anderen Gemeinden die Geso?

Hier ein Zitat aus der unten verlinkten Pressemitteilung:

„Für Ostsachsen bedeutet dies die einmalige Chance ein Unternehmen zu bilden, welches die Energieversorgung unter kommunaler Regie vereinigt“, so Orosz weiter.

Die Medien konnten mir das bis jetzt nicht erklären..warum die anderen Gemeinden aus dem Deal raus sind…Und warum brauchen wir Dresdner diverse Minderheitsbeteiligungen an den anderen ostsächsischen Stadtwerken? Sollen die Leute dort selber ihre Stadtwerke kaufen und den Gewinn für sich selber nutzen. Alle Kommunen sind doch klamm bei Kasse und ich kann mir nicht vorstellen, dass es okay wäre, wenn die Gewinne vom Land in die Stadt fliessen. Das geht nicht geut auf Dauer. Der Bautzner zahlt am Ende den Dresdner Luxus…

Ich seh gerade, der Deal ist jetzt schon fertig. Stadtrat und Kartellamt müssen nur noch zustimmen. Hoffentlich ist mit der Geso alles in Ordnung, sonst müssen wir Bürger wieder unserer Hauptfunktion nachgehen: Für den Scheiss der „anderen“ bürgen.

Es geht da ja um geschlagene 836 Mio €. 500 Mio € Euro kommen als Darlehen von den Sparkassen (also euren Ersparnissen), die restlichen 336 Mio € hat die Stadt Dresden irgendwie übrig. Dresden hat zwar kein Geld für Schulen, aber für die Geso ist Geld da. Wie passt das zusammen?

Ich bilde mir ein gut informiert zu sein, aber bin es doch nicht….*hmpfff*..

Mir fällt abschliessend noch eine dicke Gefahr auf: Falls im Versorgungsgebiet der Geso diverse Strukturwandel einsetzen (z.B. Vergreisen der Lausitz, mit anschliessender Auflassung diverser Regionen), dann könnte die Versorgungssicherheit dort uns recht teuer zu stehen kommen. Das könnte vielleicht nicht ganz korrekt formuliert sein, aber die Stadt Dresden kauft ja gleich 50,11 % der Enso (dem eigentlichen Versorger Ostsachsens) mit.

Versorgungsgebiet Geso, Quelle: geso-ag

Wo Gefahr lauert, gibt es aber auch Chancen: Mit der Stadt Dresden als starker „Führer“ könnte man ganz Ostsachsen zu einen Paradies erneuerbarer Energie machen. Voraussetzung ist aber, dass die „Rädelsführer“ sich nicht zu sehr von Vattelfall einschüchtern lassen, weil sie garantiert mit der Jobkeule im Braunkohletagebau winken werden. Aber dezentrale und nachhaltige Energieversorgung schafft ja auch Arbeitsplätze.

Nachtrag: Auf DNN-Online gibt es einen Text über legale Finanztricks zu dem Kauf.

Links dazu:

Dieser Beitrag wurde unter Dresden, Energie, Lebensqualität, Sachsen abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Kommentare zu Welcher Dresdner braucht die Geso

  1. Elbflorentiner sagt:

    Die anderen Kommunen waren finanziell nicht in der Lage, sich an dem Deal zu beteiligen, stellten aber im Gegenzug immense Forderungen. Das passt nicht zusammen.
    Ich sehe den Kauf ebenso kritisch, allerdings aus der Sicht einer eher grundsätzlichen Ablehnung wirtschaftlicher Betätigung u Spekulationen von Kommunen.
    Finanziell macht die Stadt bei dem Deal ordentlich Plus. Das Argument „Schulen sanieren“ trifft nicht zu!

  2. stefanolix sagt:

    Finanziell macht die Stadt Dresden nur dann Plus, wenn sie insgesamt die Preise erhöht. Das ist besonders einfach bei den Preisen möglich, wo sie ein natürliches Monopol hat. Mit unseren Rechnungen für die Nebenkosten werden in Zukunft noch mehr Steuern eingezogen werden …

  3. Stephan sagt:

    Vor allem, weil der Bund so komische Gesetze macht, und den Kommunen damit die Einnahmen wegnimmt.

    @Elbflorentiner: Hast du eine Quelle für deinen ersten Absatz?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.