Stromverbrauch gesenkt

Ich liebe Steckdosenleisten mit Schalter!

Heute habe ich den Plan umgesetzt, meine ganze häusliche IT-Technik tiefschlaftauglich zu machen. Es war nämlich bis jetzt so, dass mein Router (ein Pentium 200 aus dem Jahre 1995/96) auch dann eingeschaltet war, obwohl keiner ihn benutzte. Neben dem Router rödelten auch noch Switch, DSL-Modem und IP-Telefon fleissig im Leerlauf, vor allem in den 8 Stunden der Schlafenszeit. Es gibt auch einen triftigen Grund dafür, der Router bootete von fehleranfälligen Disketten. Jeder Bootvorgang war die reinste Zitterpartie, wegen den berühmten CRC-Fehlern beim Einlesen der Daten von der Diskette. daher habe ich Bootvorgänge gespart. 😛 Nun ist das vorbei. Der Router bootet flott von Festplatte, die 2 Minuten nach dem Bootvorgang wieder abgeschaltet wird. Diese wird nämlich nicht benötigt, da das Dateisystem des Routers in einer RAM-Disk liegt.

Ab jetzt knipse ich jeden Abend vorm Zubettgehen mit der großen Zehe die ganze Steckdosenleiste aus und spare noch mehr Strom. Als netter Nebeneffekt werden drei Steckernetzteile gleich mit ausgeschaltet. Diese hässlichen kleinen Dinger nerven mir schon seit geraumer Zeit den Nerv. Jedes Gerät bringt seinen Trafo mit und die wenigsten davon sind interoperabel. Warum gibt es da keinen Standard für Kleinverbraucher?

So ein Standard hätte nämlich den Vorteil, dass man kleine Gleichspannungsbussysteme zur Versorgung einsetzen könnte. Vielleicht mal ein Beispiel: Setzt man sich auf sein Rad um irgendwohin zu gelangen, steckt man einfach sein Mobiltelefon, mp3-Player, IPod oder Digitalkamera an das Stromsystems vom Fahrrad an und lädt ganz nebenher seine ganzen Gadgets. Ein hochwertiger Nabendynamo ist so effizient, dass man ihn als regelmäßiger Radfahrer kaum bemerkt. Alternativ wäre ein kleines Windrad oder eine kleine Solarzelle (auf dem Sonnenschirm aufgedruckt) für den Strandmuffel der „ersten Welt“ denkbar.

Ein anderes Beipiel wäre ein Kurbelgenerator. In den Schwellenländern werden nämlich Kurbelradios verkauft, ganz ohne Netzanschluß oder Batterien. Dreht man eine Minute an der Kurbel, kann man eine Stunde Radio hören. Für den Outdoorfreak gibt es das natürlich auch bei uns, sogar mit Handyladefunktion. Das OLPC-Projekt (one laptop per child) kennt sogar noch mehr tolle Methoden.

Und wer sich noch an Omas Nähmaschine mit Beinantrieb (Füsse wippen um ein Rad in Drehung zu setzen, welche ein Lederriemen auf die Nähmaschine überträgt) erinnert, der kann mir gedanklich vielleicht sogar zum bis zum Stromspararbeitsplatz folgen. 😉 Und nicht vergessen: In der Matrix sind die Menschen die Energiemaschienen. :mrgreen:

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3 Antworten zu Stromverbrauch gesenkt

  1. jensi sagt:

    ………………….also des mit dem Fuss–mach ich schon seit Jahren………….schon damit mein Rechner nisch im Standby so brummt……

    grussi…………..

  2. Reto sagt:

    Wäre natürlich interessant, einen Vergleich des Verbrauchs von vorher und nachher zu haben.

  3. Pingback: nachhaltigBeobachtet

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