Kürzlich gesehen: Die doppelte Post

Als ich vor kurzem mal „auf dem Lande“ (in der Lausitz) war, da habe folgende Situation gesehen:

Die gelbe Post rollert mit ihrem gelben Postfahrzeug durchs Dorf und die Postfrau liefert fleissig aus. Drei Sträßchen weiter rollert ein Fahrzeug der neuen privaten Konkurrenz auch herum. Der dortige Fahrer wirft eher selten mal irgendwas in irgendwelche Kästen.

Soweit zur Situation: Plötzlich fahren 2 Autos durch dieses Dorf und liefern Post aus. Eigentlich würde auch ein Auto genügen, welches Post austeilt.

Fragen ans mitlesende Volk: Ist das Luxus oder Notwendigkeit? Kann man sich doppelt vorhandene Infrastrukturen leisten?

Ich will nicht gegen Wettbewerb wettern, aber im Falle obiger Situation wäre es doch ökologisch sinnvoller, wenn alle Postunternehmen gemeinsam ausliefern würden. Mir scheint, als ob die Bedeutung von Energieeffizienz noch nicht in den Köpfen angekommen ist.

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5 Antworten zu Kürzlich gesehen: Die doppelte Post

  1. Jochen Hoff sagt:

    Du versuchst eine Sache bei der es um das Prinzip geht, mit Verstand anzufassen. Das funktioniert nicht.

    Die andere Post bezahlt ihre Leute so schlecht, das die zusätzlich Hartz IV beantragen müssen. Die andere Post, bekommt weil sie ja billiger ist die Post von der Gemeinde die das Hartz IV bezahlen muss.

    Der Gewinn wird privatisiert die Verluste sozialisiert. Als Folge wird die alte Post auch ihre Löhne senken und die Gemeinde hat noch mehr Hartz IV Empfänger.

    Deshalb Mindestlohn von 9,50 Euro für jeden in ganz Deutschland. Dann rechnet sich dieser Spuk nämlich nicht mehr.

    Dann darfst du auch wieder Vernunft anwenden.

  2. Heiko sagt:

    „Wir müssen den Markt öffnen für den Wettbewerb.“ Wahrscheinlich auch eines Tages für… Ach jetzt ist mir doch kein Witz mehr eingefallen.

  3. Eldersign sagt:

    Einige dieser besonders günstigen Postdiente stellen ihren Boten nicht mal ein Fahrzeug, so dass die dann ihr privates Auto benutzen müssen. Wegen der von Jochen richtig beschrieben Einkommenssituation dieser Leute tuckern die dann täglich mit irgendwelchen halb verrosteten 1er-Golfs ohne Kat durch die Dörfer und Wohngebiete.

  4. René sagt:

    und irgendwann, wenn die Post vollständig dem Wettbewerb ausgeliefert ist, gibt es dann Briefkästen dreier Anbieter mit unregelmäßiger Leerung. Zum Frankieren gibt es unterschiedliche Briefmarken – und natürlich sollte die Briefmarke auch immer zum Briefkasten passen. Und in den Dörfern tuckert dann je nach Qualität des Briefdienstes mehr oder weniger unregelmäßig die Briefpost ein …

    In Berlin sehe ich neben den gelben Verteilern auch immer noch grüne Verteiler. Naja, gut – da geht das noch mit Fahrrädern.

  5. René sagt:

    Manueller Trackback:

    http://renephoenix.de/index.php?bid=1608
    Die Monopolöffnung der Post – und die Pin AG

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