einfache Melderegisterauskunft

Der Hintergrund: Jeder Bürger ist zwar nach dem Melderecht dazu verpflichtet, seine aktuellen Namens- und Anschriftsdaten dem zuständigen Meldeamt mitzuteilen. Private Dritte aber können nur unter bestimmten Voraussetzungen durch die einfache Melderegisterauskunft (EMA) Zugriff auf diese Daten erhalten. So müssen den Ämtern eigens Daten vorgelegt werden, um die gesuchte Person eindeutig identifizieren zu können. Nach dem Melderecht und Bundesdatenschutzgesetz sind die Adressmittler dazu verpflichtet, die sensiblen Daten nach der Auskunft zu löschen. „Die kommunalen Melderegister sind kein Selbstbedienungsladen für Datenjäger“, sagt Datenschützer Weichert. Zudem haben Bürger durch das Melderecht die Möglichkeit, Widerspruch gegen eine Online-Übermittlung einzuleiten und eine komplette Auskunftssperre zu beantragen.

Quelle: taz: schattenmeldeämter

Frage: Hat euch irgendjemand schonmal im Einwohnermeldeamt diesen Zusammenhang dargelegt? Bevor ich das nächste mal umziehe, werde ich wohl mal versuchen, den Datenhaien einen Haken zu schlagen. Ist ja nicht zum aushalten hier.

Warum muss es opt-out sein und kein opt-in? Wäre doch viel cooler, wenn man bei jeder Passneubeantragung gefragt werden will, ob die persönlichen Daten weitergegeben werden dürfen. Datenschutz durch sinnvolle Standardeinstellung quasi.

via: Netzpolitik

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