Etwas mehr Privatsphäre mit Googles Chrome

Zum neuen Browser von der Datenkrake noch gleich ein paar Tips:

  • Rechtsklick auf die Eingabe-/Suchleiste, Suchmaschinen bearbeiten klicken, dann  Automatische Vorschläge zur Verv….. und URLs deaktivieren.
  • Optionen (Schraubenschlüssel) öffnen, Helfen sie Google … Nutzungsstatistiken … an Google senden deaktivieren.
Wer will, kann auch noch den DNS-Vorabruf deaktivieren.
  • Optionen (Schraubenschlüssel) öffnen, DNS-Vorabruf … verwenden deaktivieren.
Damit spart man sich unter umständen DNS-Anfragen an Server, die man gar nicht besuchen will. Falls im Zuge der Vorratsdatenspeicherung vielleicht auch DNS-Anfragen protokolliert werden, darf man sich am Ende vielleicht für Webseiten rechtfertigen, die man nie besucht hat. Und das nur weil irgendwo ein versteckter Link eingebaut ist.

Was es mit den Vorschlägen bei Navigationsfehlern auf sich hat, kann ich mir im Moment nicht erklären. Wahrscheinlich sucht Google bei nichtexistierenden URLs gleich mal von alleine.

Habe ich was vergessen?

Merkt ihr was? Schon wieder Opt-out. Google will wahrscheinlich doch böse sein und soviel wie möglich informelle Selbstbestimmung unterwandern.
Nachtrag: Ich will versuchen, den DNS-Vorabruf zu erklären.  Euer Rechner und euer Router haben in der Regel eine Komponente, die Namen einer Webseite in IP-Nummern zu übersetzen. Das Internet funktioniert ja mit Nummern und nicht mit Namen. Diese Komponente nennt man DNS-Namensauflösung (Resolver), sie übersetzt den Namen in eine Nummer. Wollen nun Programme (Webbrowser, E-Mail, Chat,…) einen anderen Rechner kontaktieren, fragen sie den Resolver nach der IP-Nummer. Das dauert etwas Zeit. Besonders dann, wenn der Resolver selber nicht weiter weiß. Dann fragt der beim Router und der beim DNS-Server des Providers. Da können schonmal ein paar hundert Millisekunden zusammenkommen.
Die Googler sagen sich: Schnell muss es gehen. Also fragen sie wohl schonmal vorab die Namen nach. Egal ob der Nutzer klickt oder nicht. Falls er klickt, weiss der Resolver schon bescheid. Chrome kann sofort loslegen. Das blöde an der Situation ist aber, dass einfach mal alle Domainnamen (z.b. heise.de) nachgefragt werden.
Und wenn dann jemand einen unsichtbaren Link in seine Webseite einbaut, dann fragt Chrome trotzdem nach.
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5.423 Antworten zu Etwas mehr Privatsphäre mit Googles Chrome

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