Lebensmittel Neusprech – Das jüngste Gericht

Wenn ihr mal Neusprech im Zusammenhang mit Lebensmittel erfahren wollt, dann guckt euch das mal an:
Z wie Zukunft: Das jüngste Gericht

Der Beitrag beginnt ungefähr so:

Da wir keinen Hunger mehr kennen und Lebensmittel in unendlicher Vielfalt zur Verfügung stehen, muss neues her. Also beginnen Food-Designer und Forscher neue Produkte zu kreieren um die Ressource Mensch zufrieden zu stellen. Es geht um den Speiseplan von morgen, damit der Mensch schöner, gesünder und klüger wird.

Das ist finsteres Neusprech und strotzt nur so vor Arroganz.

Wir haben große Probleme völlig natürliche Lebensmittel ohne Gifte zu kaufen. Und dann hungern da noch ein paar Millonen Menschen auf der Welt. Aber nö, die Biochemie dreht frei, um ständig neue Plastikverpackungen ins Supermarktregal zu stellen.

Meine Meinung: Die Lebensmittelkonzerne wollen auf natürliche Rohstoffe verzichten, um mit billigsten oder gar künstlichen Rohstoffen maximalen Profit zu scheffeln. Dieser ganze irrwitzige Forschungsaufwand dreht sich nur darum, wie man aus Scheisse Gold machen kann. Es gibt dazu ja auch entsprechende Bücher, von denen ich noch keines gelesen habe.

Interessanterweise geht der Beitrag auch auf lebensbedingte Krankheiten ein: So geht der Trend dahin, das Produkt so zu verändern, dass der Mensch seinen ungesunden Lebensstil fortführen kann, ohne an den Folgen daran zu leiden. Kurz: Mensch (fr)isst Wurst ohne Fett. Bleibt die Frage, woher der Geschmack kommt. Wahrscheinlich verdient sich ein Aromenhersteller dumm und dämmlich.

Ich habe lange nicht mehr einen so inhumanen und von technokratischer Denke getränkten TV-Beitrag geschaut. *schauder*

Link: Das jüngste Gericht in der 3sat-Mediathek
direkter Link für den VLC: http://hstreaming.zdf.de/3sat/300/080915_das_juengste_gericht_online.mov

Nachtrag: falscher Link korregiert.

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2 Kommentare zu Lebensmittel Neusprech – Das jüngste Gericht

  1. Horst sagt:

    Die Folge Z wie Zukunft über den Mensch 3.0 war nicht besser. Da wird versucht den BBC-Doku-Stil nachzuahmen und alles journalistisch zu reduzieren wo es nur geht. Dabei wurde eindeutig übers Ziel hinausgeschossen. Was übrig bleibt ist ein unkritisches einseitiges Anreisen von Themen. Beispielsweise beim „Das jüngste Gericht“ wird über Nanotechnologie gesprochen, als hätten die letzten 50 Jahre nicht statt gefunden. Zukunftsgläubigkeit ohne Kritik. Es sind ja nur die selben Stoffe, die vorher auch drin sind, also kann’s ja nicht schaden. Wenn man nur allein an das Homogenisieren von Milch denkt, wo ja auch nur die Fett-Tröpfchen etwas verkleinert werden, und was das für Auswirkungen auf das Produkt hat, ist es einfach eine Farce Nano-Technik als ungefährlich hinzustellen. Mit genau solchen Argumenten bekommen sie mich immer dazu kritisch zu werden. Wer offensichtlich lügt, dem traue ich nicht mehr.

  2. Stephan sagt:

    Genau so einen Kommentar hatte ich von dir erwartet. 😉

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