Aktuelle Berichterstattung zum Elektroauto

Gestern abend hatten die Elektrofahrzeuge der großen Hersteller einen sehr kurzen, eher erklärungsschwachen, Auftritt in der Tagesschau. In den Tagesthemen hingegen war der Beitrag länger, dort wurde sogar über das Problem des Betankens mit dem herkömmlichen Strommix berrichtet. Das zdf berichtete auch.

Auch zdf.umwelt berrichtete am Sonntag über Elektrofahrzeuge. Der e-Smart und das i-EV von Mitsubishi (?) wurden verglichen. Fazit: Die Autos tun was sie sollen, sie fahren ordentlich. Eine unvollständige Übersicht zu Elektrofahrzeugen und ein hintergründiger Artikel zur elektrischen Mobilität (pdf) des Wupptal Institut für Klima, Umwelt und Energie wurden verlinkt. Sinngemäß sind einige Passagen des Papiers interessant:

  • Deutschland hat in den letzten 20 Jahren vergessen in Batterien zu investieren.
  • Das Reichweitenproblem wird öl- und wasserstoffreundlich „gelöst“, das Konzept vom Wechelakku wird nicht genannt.
  • Neue saubere und billigere Möglichkeiten erzeugen mehr Verkehr, der Platz braucht.
  • Elektroautos generieren Nachfrage nach Strom, besonders Grundlast. Das freut die Kraftwerksbesitzer (RWE, E.ON, Vattenfall und EnBW). Es kommt zum Konflikt mit andernen Abnehmern von „grünem“ Strom.
  • Geladene Akkuspeicher der Autos können als Regelleistung im Stromnetz eingesetzt werden (vehicle2grid).

Der Artikel ist echt lesenswert und nicht zu lang.

Das Problem mit der Ladeinfrastruktur wird auch angesprochen und sogar im einen Fall akut, die Fahrerin kann ihr Elektroauto nicht zu Hause aufladen, weil sie in der Stadt wohnt und keine Garage/Hof hat. Wer in einer Stadt oder sich in Ballungsräumen bewegt, kann aber den ÖPNV benutzen bzw. sich dafür einsetzen dass dieser besser wird.

Und was in dieser ganzen Medienberichterstattung wegfällt ist das würdigen der ganzen kleinen Initiativen, auch die in der Vergangenheit gescheiterten. Es gibt nämlich genug Erfahrungen mit elektrischer Mobilität. Von daher sind die vielen jetzt auftretenden Probleme für „Strom-Fahrer“ nicht neu. Und der Industrie jetzt 500 Mio. Euro in den Rachen zu werfen halte ich für falsch. Deren Autos fahren doch schon, sogar in Auswahl. Viel wichtiger wäre es, das Geld in Infrastruktur (z.B. Arbeitsplatzparkplätz, Hybridbusse) zu stecken, damit Elektroautos im Gesamtsystem Mobilität schnell die passende Stelle einnehmen können.

Fazit für mich

Solange ich ohne Auto leben kann, werde ich mir keins zulegen. Gar nicht Auto fahren ist schliesslich besser, als mit Strom Auto fahren. Ein Verzicht auf Lebensqualität bedeutet das ja nicht unbedingt.

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