Nachhaltigkeit deprimiert

Jeder der sich über sich und sein Umfeld nachhaltige Gedanken macht, dem geht das Hier und Jetzt irgendwann gegen den Strich. Bei Reto war das wohl gestern der Fall. Seiner Meinung nach, müssen wir unser Sein viel schneller zur Nachhaltigkeit wandeln, als dies im Moment der Fall ist.

Letztes Jahr im Herbst hatte ich übrigens auch eine recht depressive Grundstimmung, von der mich aber eines befreit hat: Das Nichtwissen um die ganzen anderen guten Dinge da draussen.

Gesetzt den Fall, dass viel zu viel schlechte Nachrichten auf uns einprasseln und die guten Nachrichten als nicht erwähnenswert gelten, dann ist die schlechte Stimmung vorprogrammiert. Schlimmer wird es, wenn das eigene Tun „die anderen“ nicht erreicht. Konkret hiesse das: Das eigene Handeln bewirkt nichts im Bezug auf seine Mitmenschen. Man tut und macht, aber die Mitmenschen fressen weiter ihre täglich Wurst. Das war jetzt im übertragenen Sinne.

Eine andere kleine Anekdote kann ich von letzter Woche berichten. Ich war da als Aussteller auf der Hannover Messe. Das ist ja die weltgrößte Industriemesse für Automatisierung und so weiter. So als ahnungsloser Normalbürger hat man ja keine Vorstellung, wie industrialisiert unsere Produkte im Laden sind. Und wenn ich mir vorstelle, was durch minimalen Konsum alles auf dieser Welt eingespart werden könnte und nicht wird, dann ist das wirklich deprimierend.Wir (die Gesellschaft) verfahren wegen der Marktwirtschaft ja eher nach dem Motto: So viel wie möglich und nicht so viel wie nötig.

Und da hängt schliesslich noch eine entscheidende Frage dran: Was passiert seelisch und psychisch mit dem Menschen, wenn ihn die Technik ersetzbar macht? Vielleicht bietet ein längerer Spaziergang in schöner Landschaft am morgigen 1. Mai genug Zeit darüber zu sinnieren.

Nachtrag: stefanolix denkt auch gerade über seinen Fleischkonsum nach.

Nachtrag 2: Biorama hat auch nen Link

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5 Antworten zu Nachhaltigkeit deprimiert

  1. Pingback: NplusK » Nicht-Nachhaltigkeit deprimiert (manchmal)

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