Sachsen 2020 – Das Strukturpapier

Soeben tickerte mir folgender Link in den Feedreader:

http://www.steffen-flath.de/2009-04/fraktionsvorsitzender-flath-tillichs-visionen-kommen-zur-rechten-zeit/

und ich habe mich mächtig ERSCHROCKEN. Die CDU wird GRÜN. Hier guckt!

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Der Link auf Flaths Weltnetzseite weist auf die Seite vom Tillich: http://www.stanislaw-tillich.de/

Dessen Webseite ist genauso grün:

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Dort ist das neue „Strategische Grundsatzpapier – Sachsen 2020“ jedoch nicht verlinkt. ­čÖü Aber Google hilft und über die AD HOC NEWS findet man dann die richte Webseite:

http://www.zukunft.sachsen.de/

Und dort findet man das 45-seitge Papier (190 kB, PDF).

Das coole daran ist: Wir Bürger sollen uns beteiligen und Kommentare zum Papier abgeben und damit eine Debatte auslösen.

Das blöde ist nur: Wo soll die Debatte stattfinden? Per E-mail? Irgendwie scheint keine echte Debatte gewollt zu sein. Für sowas bräuchte man eine Kommentarfunktion auf zukunft.sachsen.de.

Ich habe jedenfalls gleich mal das Kontaktformular ausgefüllt und um Klarstellung gebeten, wie denn die Debatte funktionieren soll. Gerade der Punkt CO2-Abscheidung verdient meiner Meinung nach eine sehr ausführliche Diskussion. Ich für meinen Teil würde die CO2-Abscheidung komplett streichen, weil dafür 10% der Energie sinnlos verballert werden. Dann wäre ich lieber für eine deutliche Reduzierung der Braunkohle-Energiegewinnung, wegen mir um 10 %. Wie auch immer, ich bin gespannt wie die Landesregierung sich die Debatte vorgestellt hat.

Wenn ich mir die beiden Webseiten von Flath und Tillich so angucke, dann vermute ich mal, dass denen der Arsch vor den ganzen Wahlen echt auf Grundeis geht. Es gibt doch Gründe, dass sie jetzt die Grüne Farbe auf ihre Weltnetzseiten kleistern. Man hat ja direkt Angst, CDU und die Grünen zu verwechseln.

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Wichtig finde ich den Hinweis der Grünen, dass das Strategiepapier NICHT von der Staatsregierung kommt, sondern aus der Staatskanzlei. Das ist ein Ministerium, welches unter der Führung von Staatsminister und CDU-Mitglied┬á Beermann steht. Warum steht in dessen Biographie eigentlich nicht seine Parteizugehörigkeit? Seltsam. Aber dafür beweist eine andere Webseite, dass Beermann CDU-Mitglied ist. Würde das Papier aus der Staatsregierung kommen, könnte man sie 2015 wieder daran erinnern. So kann eine neue Regierung nach den Wahlen einfach alles neu machen. Ich bin mal gespannt, ob die Medien das Papier ordentlich verorten.

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