Skandal: Nachhaltigkeitsblogger bäckt selber Brot

Wie ich soeben in der Studie <Ökologische Optimierung regional erzeugter Lebensmittel: Energie- und Klimagasbilanzen> (pdf) vom IFEU gelesen habe, ist das Selberbacken von Brot absolut ineffektiv. Ist ja auch logisch. Und dabei backe ich jede Woche mein Natursauerteigbrot (Wasser, Salz, Mehl, Sauerteig).

In diesem speziellen Falle ist eine industrialisierte Herstellung (besonders das Backen) energetisch besonders effektiv. Wenn ich die Studie richtig lese, dann ist eine regionale Großbäckerei die effizienteste Quelle für, insofern es dem persönlichen Geschmack entspricht.

brot_bilanz

Relativieren lässt sich diese Aussage nur, wenn Ökostrom beim Backen zum Einsatz kommt. Oder vielleicht Holz als Low-Tech-Ausweg :mrgreen:, was in Städten unter Umständen wieder zu erhöhten Feinstaubbelastungen führen könnte.

Ansonsten wurde in dieser Studie noch untersucht, wie

  • Milch
  • Bier
  • Rindfleisch
  • Salat
  • Äpfel

in Produktion und Verkauf ökologisch zu betrachten sind.

Trotzdem werde ich solange mein Brot weiterbacken, solange bis ich mich davon überzeugen kann, dass ein regionaler Großbäcker ordentliches Natursauerteigbrot in sinnvoller Einkaufssituation bereitstellt. Wenn ich richtig liege, ist Bärenhecker Brot ein Kandidat, jedoch liegt keiner der Läden auf meiner Linie, ich glaub nicht mal ein Kaufland.

Und damit wäre dann auch diese Studie in die Blogosphäre geworfen.

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