Prof. Radermacher erläutert den Global Marshall Plan

Ich habe eine weitere Rede von Prof. Radermacher gefunden. Auch in dieser betont er die Notwendigkeit zu handeln. Leider gibt er keinen konkreten Übergangszeitplan an. Nichts desto trotz sind die 3 möglichen Zukunftsszenarien der Menschheit interessant.

[flash]http://video.google.de/videoplay?docid=-4006038672946456461[/flash]

Auch hier möchte ich noch einmal auf Kritik hinweisen.

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Eine Welt in Balance ist möglich

[flash]http://www.youtube.com/watch?v=VnExIewXC6s[/flash]

Es lohnt sich auch, hier zu graben.

Nachtrag: Kritik gibt es aber auch. Trotzdem redet attac-Mitglied Heiner Geissler vom GMP.

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Glas, Plaste, Blech und Karton – Mehrweg oder Einweg?

Letztens wurde im Saftblog fleissig diskutiert, in welcher Verpackung man am sinnvollsten Flüssigkeiten kauft. Auslöser für die Diskussion war das hohe Gewicht leerer Glas-Mehrwegflaschen.

Ich hatte daraufhin beim Bundesumweltministerium ein wenig zu den Ökobilanzen der Gefäße nachgeforscht. Als Ergebnis ergab sich folgendes:

  • PET-Mehrwegsysteme sind am besten.
  • Kurz danach folgen Glas-Mehrwegsysteme.
  • Dem Glas-Mehrweggefäß in etwa ebenwertig ist der Getränkekarton.
  • PET-Einwegsysteme mit Rücklauf (aus alter Flasche mache eine neue Flasche) sind in der Ökobilanz nicht konkurrenzfähig.
  • PET-Einweg ohne Rücklauf und Weißblechdosen schneiden in den Ökobilanzen am schlechtesten ab.

Leider standen diese Erkenntnisse nicht so deutlich in den Studien und so fragte ich mal beim Bundesumweltministerium nach. Hier die Antwort:

Sehr geehrter Herr Janosch,
herzlichen Dank für Ihre Anfrage und für Ihr Interesse am Umweltschutz!

Wir empfehlen: Nehmen Sie im Zweifelsfall Mehweg – damit sind Sie immer auf der sicheren Seite, egal ob Glas oder PET. Getränkekartonverpackungen (Tetrapak ist nur einer von mehreren Herstellern) sind aus ökobilanzieller Sicht nicht schlechter als Mehrweg. Von PET-Einweg raten wir aus Umweltsicht eindeutig ab.

Nun stehen die Verpackungen PET-Mehrweg, Glas-Mehrweg und Getränkeverbundkarton in der Regel nicht zu dritt in unmittelbarer Konkurrenz zueinander. Saft beispielsweise gibt es in Glas-Mehrweg und im Karton, aber PET-Mehrweg-Flaschen für Saft gibt es nur sehr vereinzelt. Mineralwasser mit Kohlensäure beispielsweise kann man nicht in den Getränkekarton abfüllen, das ist klar. In der Regel hat man also, wenn man einmal die aus Umweltsicht eindeutig nachteiligen PET-Einwegflaschen außer Acht lässt, entweder die Wahl zwischen Glas- und PET-Mehrweg wie beim (kohlensäurehaltigen) Mineralwasser oder Limonade oder zwischen Glas-Mehrweg und Getränkeverbundkarton wie beim Saft.

Beides ist jeweils eine gute Entscheidung!
Leider schon wieder keine eindeutige Ansage – außer dass wir von PET-Einweg abraten.
Aber leider ist es wirklich nicht so einfach – zum Beispiel erkennt man oft gar nicht, wieviele Kilometer Transport die Verpackung vom Hersteller bis in den Laden wirklich zurückgelegt hat. Mit zunehmender Transportdistanz schrumpft natürlich der Vorteil der Mehrwegflasche – das ist korrekt. Eine genaue Kilometergrenze, ab der der Getränkekarton die Mehrwegflasche „überholt“,  können wir Ihnen nicht nennen. Die Grenze ist vom Flaschentyp, von den genauen Transportdaten (Kastentyp? Palettentyp? Bahn? LKW? Welcher LKW? Auslastung des LKW? usw usf) und vielen anderen Faktoren abhängig und dürfte so etwa bei einigen hundert Kilometern liegen – für PET etwas höher als für Glas, wegen des geringeren Transportaufwandes bei den leichteren Flaschen.
Saft aus der Saftkelterei aus dem Nachbarort ist in Glas-Mehrweg auf jeden Fall umweltfreundlicher verpackt als im Getränkeverbundkarton. Regionale Produkte zu kaufen ist aus Umweltsicht immer eine gute Empfehlung, auch damit die regionale Vielfalt erhalten bleibt – dann empfehlen wir Mehrweg. Wenn man unbedingt in Flensburg Saft aus einer Kelterei in Garmisch-Partenkirchen kaufen möchte – nun, dann ist möglicherweise der Getränkekarton die bessere Wahl.

Sie sehen, es ist kompliziert. Aber die gute Nachricht: Sie können, wenn Sie PET-Einweg, Dosen usw. meiden, eigentlich gar nicht viel falsch machen.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesen Hinweisen ein wenig weiterhelfen konnten.

Ich hatte die fetten Studien also gar nicht so falsch gedeutet. Beachtenswert ist, dass nur die PET-Mehrwegsystem ökologisch sinnvoll sind. Das was die Discounter fleissig verkaufen sind zwar Pfandflaschen, aber keine Mehrwegflaschen, also Pfand-Einwegflaschen. Diese sind NICHT empfehlenswert.

Wer also regionale Produkte in Glasflaschen kauft, macht auf jeden Fall keinen Fehler!

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Mit dem Solartaxi um die Welt

Wer sich für Elektofahrzeuge interessiert, mag vielleicht die Weltreise des Schweizer Solartaxis verfolgen. Auf der Webseite http://www.solartaxi.com/ kann man sich ab dem 3. Juli über den Reiseverlauf informieren. Leider gibt es dort (noch?) keinen RSS-Feed.

Das besondere an diesem Fahrzeug ist die ZEBRA-Batterie, die eine sehr hohe Energiedichte besitzt und dieses Fahrzeug wohl erst ermöglicht. Etwas mehr als 1 € sollen 100 Kilometer mit diesem Fahrzeug kosten. Es gibt wohl auch Lieferwagen mit dieser Batterie.

Eine Testfahrt nach Spanien hat das Vehikel schon bravourös überstanden.

Viel Erfolg!

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Lesetip und Nachhaltigkeit ist kompliziert

Ich habe im Internet die „Thematische Strategie für eine nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen“ der EU-Kommission gefunden und einmal durchgelesen. Wenn man da mal so liest, fällt folgendes auf:

  • Erkenntnis für Nachhaltigkeit ist vorhanden.
  • Die EU ist in hohem Maße von Rohstoffimporten abhängig.
  • Das Problem wird global verstanden.
  • Dass die Materialeffizienz in den letzten 20 Jahren um 50 % gestiegen ist.
  • Es gibt keine Entscheidungsgrundlagen für Entscheidungsträger.
  • Es ist viel zu wenig über Materialflüsse bekannt.
  • Kommunikation verläuft nicht optimal, ist also ungenügend.
  • Man braucht eine Informationsstelle üfr Ressourcen.
  • Es fehlen messbare Kriterien zur Beurteilung auf Nachhaltigkeit.
  • Verhaltensmuster der Menschen müssen geändert werden.

Das ist doch eine hübsche Sammlung an Erkenntnissen. Wenn ich zwischen dem globalen Finanzsystem und einem zu schaffenden globalen Ressourcensystem Parallelen (ein umfassenderes System als der jetzige Rohstoffmarkt) ziehe, dann ergibt sich für mich folgende Schlussfolgerung: es wird wackelig werden. Damit meine ich, dass Unsicherheiten viel deutlicher zu spüren sind.

Da das Papier europäischen Kontext hat, will ich noch einmal auf die EU im allgemeinen eingehen. Die EU begann als Idee des gemeinsamen Wirtschaftsraumes und hat diesen mehr oder weniger erfolgreich geschaffen. Es hat 50 Jahre gedauert, bis die Volkswirtschaften einigermaßen miteinander miteinander verbunden wurden. Und nun soll das Kunststück vollbracht werden, diesen Komplex nachhaltig zu machen und das in 25 Jahren. Das ist ein sehr sportliches Ziel.

Und da brennt mir eine Frage auf der Zunge: Warum fängt man jetzt erst an, die Wirtschaften auf Nachhaltigkeit zu trimmen? Warum hat man nicht gleich in den goldenen 70er darauf geachtet, Probleme ein für alle mal zu lösen? Ich behaupte mal kühn, dass es auf nationaler Ebene einfacher gewesen wäre und dies jetzt auf EU-Ebene viel schwieriger ist.

Auf jeden Fall brauchen wir keinen neuen Krieg um uns von all unserem Luxus zu trennen. Der unumgängliche wirtschaftliche Wandel allein wird ausreichen.

PS: Wer oben verlinktes Papier mal durchliest, wird vielleicht verstehen, warum ich zur Zeit eher an eine Bruchlandung anstatt an einen sanften Übergang in die Nachhaltigkeit glaube.

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