Wahlmaschinen, beziehungsweise Wahlcomputer

Traust du Computern? Bist du dir sicher zu wissen, was dein Computer gerade tut? Glaubst du, dass DEIN Gerät nur deinem Willen folgt?

Diese oder ähnliche Fragen könnte man auch auf (heutige) Wahlmaschinen anwenden. Wahlmaschinen sind mehr oder weniger komplexe technische Geräte, die einen Computer integriert haben, um die Stimmen bei einer Wahl zu sammeln und aufzusummieren. Begründet wird der Einsatz von Wahlcomputern mit Effizienzsteigerungen. Das Wahlergebnis steht schneller und genauer zur Verfügung. Beides mag stimmen, vor allem da Computer wesentlich besser mit Zahlen umgehen können, als Menschen.

Aber kann man auch überprüfen, was das Gerät mit den Stimmen macht? Stimmt das, was auf dem Display des Gerätes angezeigt wird?

Genau dort fangen die Probleme mit den Wahlmaschinen an. Die Öffentlichkeit hat kein Recht zu wissen, was die Software in dem Gerät mit den Stimmen tut, ansonsten könnte man den Quellcode (der menschenlesbare Quellcode wird für den Einsatz auf einem Computer in Maschinensprache übersetzt) in der Öffentlichkeit überprüfen. Und selbst wenn das Gerät bei einer Überprüfung richtig arbeitet, wer schliesst aus, dass es am Wahltermin nicht doch mogelt?

Diesen und ähnlichen Fragen widmeten sich der Chaos Computer Club(CCC) und die niederländische Bürgerbewegung „Wij vertrouwen stemcomputers niet„. Als Resultat ihrer Beschäftigung mit den Wahlmaschinen äussern beide eine scharfe Kritik am Einsatz von Wahlcomputern und den Ersatz von einfachen nachvollziehbaren Prozessen durch komplexe und technologisch anspruchsvollen. Daher fordern Tobias Hahn und der CCC zur Unterzeichnung einer Onlinepetition auf den Webseiten des Bundestages auf. Die möglichen Folgen einer immer weiteren Technisierung eines so wichtigen Vorgangs einer Wahl, kann man in einem Video (HBO Special – Hacking Democracy) aus den USA bestaunen. Dort kam es sogar vor, dass ein Kandidat Stimmen abgezogen bekommt.

Für weitergehende Informationen/Aktion stelle ich folgende Verweise zur Verfügung:

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Ihr sollt euch einigen!

So sagt es das Gericht. Nicht irgendein Gericht, sondern das Oberverwaltungsgericht in der Streitsache zur Waldschlößchenbrücke.

Wie jedoch soll man eine so emotional und kontroverse Sache diskutieren? Vielleicht sollte der Rathaussaal öfters für die ein oder andere Bürgerdiskussion benützt werden? Vor allem sollte um den Kern der Sache diskutiert werden: Mobilität in Dresden und Umgebung. Und dazu gehören viele Dinge. Das fängt beim Häuschen im Grünen an, geht über städtische Brachen weiter und hört beim Einkaufszentrum „vor den Stadtgrenzen“ nicht auf.

Vielleicht sollte man auch mal die Perspektive wechseln? Wird es in 20 Jahren noch so viel (Individual-)Verkehr geben? Was zeichnet eine Stadt aus? Wie soll unsere Stadt in Zukunft leben? Lohnt es sich als Einzelperson zu verzichten, um als Gesamtheit zu profitieren?

Wir werden sehen, sprach der Blinde zum Tauben.

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Das Neue Dresden – Auf Den Spuren Eines Verlustes

Am Abend des 20. Oktober hatte um 20 Uhr der Film „Das neue Dresden – Spuren eines Verlustes“ im Kulturrathaus in Dresden Premiere. Dieses Ereignis wurde in der Tagespresse angekündigt und viele Dresdner nahmen die Gelegenheit wahr, sich diesen Film kostenfrei anzusehen. Am

Dienstag dem 21.11.2006 finden
um 15, 17 und 19 Uhr

jeweils weitere kostenlose Filmvorführungen im Großen Saal des Kulturrathauses auf der Königstraße 15, 01097 Dresden statt. Der Film ist auch zum Preis von 16 Euro dort direkt erhältlich, oder bei „Buch und Kunst“ an der Prager Straße sowie direkt bei der Balance Film GmbH.

Zum Inhalt

Der gut einstündige Film dokumentiert die Arbeit und Meinungen der Dresdner Denkmalpfleger im Zusammenhang mit der Grossflächenberäumung nach dem Luftangriff 1945 und der Neugestaltung Dresdens. Dabei kommt unter anderem Hans Nadler zur Sprache, der sich so gut es nur ging für den Erhalt des historischen Erbes einsetzte. Es werden Bilder aus dem Lapidarium (Steinsammlung der Denkmalpfleger, in der Zionskirche untergebracht) gezeigt, sowie alte Aufnahmen, die die (unnötigen) Sprengungen historischer Gebäude dokumentiert. Besonders deutlich wird, dass das heutige Dresden eine Kulissenstadt ist. Von der Elbe aus schaut man auf die schöne Altstadt hinter der sich dann die „städtbaulichen Katastrophen“ der Nachkriegszeit versammeln.

Weiterhin bereichern interessante Perspektiven den Film, die sehr schön zeigen, dass vom Flair des alten Dresdens eigentlich nichts mehr übrig geblieben ist. Gerade die grossen Brachen und Freiflächen stehen im Gegensatz zu den belebten engen Strassen, wie sie vor 1945 existierten.

Die Macher und die Umsetzung

Für diese Filmproduktion sind Ralf Kukula und Grit Wißkirchen von der Dresdner Balance Film GmbH verantwortlich. Der Rahmen des 800. Geburtstages der Stadt Dresden ermöglichte die Realisierung des Filmes, da zum Teil auch Gelder durch die Stadt Dresden bereit gestellt worden sind. Dies ist eher ungewöhnlich, da sich die Stadt normalerweise nicht direkt an Filmprojekten beteiligt. Ein anderes Projekt, „Die Dresden-Rolle“, der selben Köpfe stellte ich schon eher vor.

Leider lässt die Bildqualität manchmal etwas zu wünschen übrig, was angesichts der nicht mal 3 Gigabyte Film für eine Stunde Film auch kein Wunder ist. Scheinbar wurde bei der Produktion des Filmes zu sehr mit der Videobitrate gegeizt.

Gedanken zum Film

Direkt auf dem Weg nach Hause war ich doch sehr emotional bewegt. Zum einen kann man sich den städtbaulichen Reichtum der alten Stadt Dresden nur ganz schwer vorstellen und so schwer wiegt der Verlust der alten Bausubstanz. Zum anderen wurmt es mich, wie ignorant die damalige Führung der DDR gegenüber ihrer Heimat war. Natürlich war die Not nach 1945 gross, aber wie grundsätzlich mit der eigenen Geschichte umgegangen wurde, das ist nicht wirklich zu verstehen. Die Sprengung der Sophienkirche am Postplatz ist nur ein, wohl aber ein prominentes, Beispiel dafür.

Subjektiv fühle ich mich in der Altstadt des neuen Dresdens nicht so recht wohl. Die grossen Stassen und Plätze laden nicht zum Verweilen ein und man fühlt kein pulsierendes urbanes Leben. Dieses spürt man dagegen im wahren Florenz, welches absolut zu Recht als Namesgeber für Elbflorenz als steht. Eigentlich muss man es anders herum sehen, da das alte Dresden sehr wohl im Geiste der florentinischen Metropole bestand.

Fazit

Für echter Dresdner ist der Film absolut sehenswert, quasi ein Muß. Für alle anderen mag manches zu detailiert dargestellt sein. Das ein oder andere Interview wirkt sehr stark subjektiv geprägt, vor allem da alle Denkmalschützer gar kein gutes Haar am Umgang der DDR mit „den alten Steinen“ lassen. Auf jeden Fall eignet sich der Film wirklich gut, über Werte und den Begriff Heimat nachzudenken und inspiriert über wahren Reichtum zu sinnieren.

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Entschuldigung

Ich muss mich bei meinen Lesern entschuldigen, ja richtig: Entschuldigung. Ich hab eine Weile von jetzt auf gleich nichts mehr von mir „lesen“ lassen. Die Gründe sind vielfältig, jedoch zwei davon auch relevant: Urlaub und Festplattenschaden.

Jawohl, mir hat es die Festplatte zerlegt. Das gut Stück ist ein Fabrikat von IBM aus der „Deskstar“-Serie. Wer es genau wissen will: IC35L060AVVA07-0. Das ist nun schon die zweite dieser Sorte und diese Platte hat all die Daten gespeichert, die vom selben Modell stammten, jedoch vor 6 Monaten kaputt gegangen ist. Fazit: IBM-Festplatten die nach 2001/2002 gebaut wurden gehen schneller kaputt als erwartet.

Dieser Defekt an mich in gewisser Weise deprimiert, da dort all die Bilder aus meiner Digitalkamera gespeichert waren. Nebst anderen Dingen, die mindestens genau so wichtig sind. Diverse Filme und mp3 sind mir da egal. Glücklicherweise erlaubt die Festplatte nach einer Nacht im Kühlschrank (In Folietüte) am nächsten Morgen für 4-5 Minuten noch Zugriffe, so dass wenigstens ganz ganz wichtige Dinge kopiert werden können.

Wer eine praktikable, wohnraumtaugliche NAS-Lösung mit Raid 1 kennt, kann mir ja mal einen Tip geben, sofern er möchte.

Wie geht es weiter?

1) Ich bring mein Blog auf den neuesten Versionstand.
2) Es wird zeitnah einen Artikel über den Film „Das Neue Dresden“ geben.
3) Zu Wahlcomputern möchte ich auch noch kurz etwas schreiben.
4) Die üblichen Themen werden dann weiter beackert: Dresden, Nachhaltigkeit,…

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Neues aus Sachalin

Letztens hatte ich ausführlich über das Gas- und Ölförderprojekt Sachalin-2 berichtet. Die deutsche Bundesregierung beteiligt sich mit 400 Mio US$ am ökoloisch umstrittenen Vorhaben, welches zur Zeit in der 2. Phase von Shell, Mitsui und Mitsubishi vorangebracht wird.

Nun gibt es Neuigkeiten aus Russland, welches die umweltrechtliche Genemigung zurückgezogen hat. Genaueres kann man bei n-tv, google news und der ftd nachlesen. Damit ist das Projekt wohl erstmal gestoppt.

Warum nun erst relativ spät in relativ weit fortgeschrittenem Stadium das Projekt gestoppt wird, darüber kann man wunderbar spekulieren. Vielleicht sind die Russen einfach nur clever, indem sie andere das Geld reinpumpen lassen und im Nachhinein über eine juristische Lücke billig in das Projekt einsteigen. Oder dort wurde wirklich beim Bau der Pipelines so mit der Natur gehadert, dass das Projekt diesen Stop verdient hat.

Der gemeine Nachrichtenleser, Finanzjongleur und Zahlenverdreher werden wohl den wahren Grund nicht wirklich in Erfahrung bringen können, da wir kein objektives Bild von der Lage haben. Dabei wäre es für die Russen leicht, dort mal mit dem Helikopter in unregelmässigen Kontrollflügen Umweltschutzverstösse zu dokumentieren.

Wie auch immer, die Säbel rasseln schon recht ordentlich in den Scheiden. Vielleicht hat ecofreak ja mit seiner Behauptung recht, dass Peak Oil schon erreicht wurde.

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