Tagesschau vom Sonntag, 16.7.2006

Hans Spiegel regt sich auf und gerät in seinem Podcast mächtig in Wallung. Was bringt einen gestandenen Mann (ev. Pfarrer) so in Auffuhr? Krieg, Politikmarionetten und andere Problemchen unserer blauen Perle Erde sind es wohl. Gesehen hat er das in der Tagesschau vom 16.7.06. Ein Blick in den Videostream brachte mich dann aber auch zum Luftanhalten. Weiterlesen →

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Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit.

Dieser Begriff ist in aller Munde und klingt einfach gut. Jeder Anzugträger streut es gerne ein, doch dabei wird der Begriff allzu oft einfach falsch oder missverständlich benutzt. Deshalb gibt es hier noch einmal eine ganz kurze Zusammenfassung.

Begriffsgenese

1952 hat der Fürstbischof von Eichstätt, Johann Christoph von Westerstetten, ein Gesetz zur Waldbewirtschaftung mit 48 Artikeln verfasst. Darin hat er zwar den Begriff Nachhaltigkeit nicht benutzt, wohl aber den Gedanken bzw das Prinzip der nachhaltigen Entwicklung. Im weiteren Verlauf mäandrierte der Begriff durch die Fortwirtschaft bis folgende Dokumente den Begriff allgemeiner beschrieben bzw. auch zu definieren versuchten.

Im Englischen wird Nachhaltigkeit durch das Wort „sustainability“ übersetzt.

Das goldene Dreieck

Die drei Begriffe Ökologie, Wirtschaft (Ökonomie) und Soziales bilden ein Dreieck, welches man durchaus als das goldene Dreieck der Moderne verstehen könnte.

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Die Begriffe für sich betrachtet, sind relativ klar, jedoch sind die Wechelwirkungen umso interessanter.

Ökologie – Soziales

Ökologie und das Soziale wechselwirken auf drei Ebenen miteinander. Es gibt die kommunale Ebene, die regionale Ebene und eine globale Ebene, falls man überhaupt das Hilfsmittel der Ebene benutzen möchte. Natürlich wirkt alles irgendwie miteinander, jedoch bilden diese 3 Ebenen eine gute Denkgrundlage.

Im Bezug auf den Menschen könnte man formulieren, dass der Verlust des einen auch den Verlust des anderen nach sich zieht. Ein Beispiel wäre durch Abwässer und Düngemittel verschmutztes Grundwasser. Fehlendes soziales Mitgefühl führt dazu, dass natürlich sauberes Wasser ungeniessbar wird und als Lebensgrundlage nicht mehr zur Verfügung steht. Man könnte andersherum auch fragen, ob es eine win-win-Beziehung zwischen der Natur und der Menschengemeinschaft gibt.

Ökologie – Ökonomie

Diese Rückkopplung ist sehr eingängig. Die englische Phrase „no planet. no business.“ bringt es auf den Punkt. Ohne die natürlichen Resourcen könnten wir nicht wirtschaften. Das Problem bei der Resourcenentnahme ist, dass sie keinen unmittelbaren Preis hat bzw. der Preis von anderen bezahlt wird. So kostet das Roden eines Hektars Regenwald nicht wirklich viel Geld, jedoch fehlt die natürliche Produktivität im weltweiten Klimahaushalt. Der Schutz des Naturhaushaltes gilt als Last, obwohl er doch Grundvoraussetzung ist.

Soziales – Ökonomie

Ohne Frieden, Schrift und Mathematik gäbe es keinen Handel (im modernen Sinne). So verwundert es nicht, dass auch hier eine positive Beziehung existieren könnte. Jedoch kann übermässiges Wirtschaften zu wenig Zeit für die Gemeinschaft übrig lassen, so dass man am Ende den Nachbarn nicht mehr versteht oder gar kennt. Wahrscheinlich liegt der richtige Weg wie so oft irgendwo in der Mitte. Ein gutes Sinnbild für diese Beziehung sind die Löhne. Wenn ich lokal Löhne zahle, dann schaffe ich auch lokale Kaufkraft. Zahle ich hingegen die Löhne in China, so vermindere ich die Kaufkraft in meiner Region.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit bedeutet: So zu handeln, dass zukünftige Generationen die selben Chancen wie die jetzige haben, ohne die jetzigen Bedürfnisse zu vernachlässigen. Wenn die Natur unser Kapital wäre, dann sollten wir von den Zinsen leben, die uns das Kapital zur Verfügung stellt.

Was tun?

Als erstes sollte man erkennen, was das beste ist. Ist es besser, den gesamten Wald abzuholzen, um maximal viel Holz zu besitzen. Oder ist es vielleicht doch besser, den Wald so zu bewirtschaften, dass der Boden nicht durch Niederschläge ausgewaschen werden kann. Wald, Bäume, Regen und Boden kann man sehen, Dinge wie Feinstaub oder langfristige Klimaveränderung jedoch nicht. Ebenso muss man im Erkenntnisprozess auch danach fragen, was man für seine Kinder hinterlassen möchte. Das Thema Generationengerechtigkeit spielt im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeit eine fundamentale Rolle. Man wird zu dem Schluss kommen, dass der Erkenntnisprozess kein Ende finden wird.

Vielleicht hilft folgende Devise weiter: Schwach anfangen, stark nachlassen. Im Bezug auf Globalisierung sollte die Devise vielleicht anders herum gelten, so dass eine Rückbesinnung auf unsere erlebbare Umwelt sinnvoll wäre. Wenn wir die Auswirkungen unseres Handelns erleben und somit erst begreifen, dann reift die Frucht der Verantwortung schneller als gedacht. Abschliessen möchte ich mit einem Zitat von Mahatma Gandhi:

„Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“

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Das Bioenergiedorf – Technische Innovation sinnvoll genutzt!

Das Weblog von ecofreak, einem Herrn mit mittleren Alter, bringt immer wieder interessante Dinge an Licht. Dieses mal berichtet ecofreak über das Bioenergiedorfdorf Jühnde, welches sich selbst mit elektrischem Strom und Wärme versorgt. Weitere Informationen gibt es unter http://www.bioenergiedorf.info/.

Schaubild Energiedorf

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Likofani Technik Infoportal

Seit einiger Zeit habe ich das Likofani Technik Infoportal mit verlinkt. Dort findet man neben aktuellen Nachrichten zur technischen Fortentwicklung auch ab und an interessante Verweise auf andere Dokumente oder Gedanken. So gibt es dort zum Beispiel einen Artikel zu den Atomkraftwerken und ihren Störfällen inklusive einer Referenz auf ein umfangreiches pdf-Dokument. Weiterlesen →

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Rote Karte! Dresden verlass den Welterbe-Platz!

Bam! Es ist passiert! Das Dresdner Elbtal steht auf der roten Liste der bedrohten UNESCO-Welterbestätten. Damit die Nachricht aber noch deutlicher wird, gibt es gleich noch eine Ohrfeige von der anderen Seite. Falls die Waldschlößchenbrücke gebaut würde, dann wird Dresden nächstes Jahr sogar ganz von der Liste gestrichen.

Was soll man dazu sagen? Die Haltung ist konsequent, eben genauso konsequent wie die Dresdner Stadtverwaltung jegliche Alternativen nicht zur Debatte gestellt hat. Und alle schauen auf uns. Egal ob Fernsehen oder Printmedien, ja selbst die Weblogs sind mit Bestürzung erfüllt. Das Dresdner Elbtal ist eben wichtig, nicht nur den lokalen Brückengegnern, sondern auch allen anderen. Was ging da nur schief?

Zum ersten wurde immer unvollständig diskutiert. Alternativen kamen nie zur Sprache, Meinungen wurden vertreten, ohne auf die Argumente der anderen einzugehen. Zusätzlich geht es um subjektive Werte, Sichtachsen, Wohlgefühl und Harmonie sind eben nicht messbar, sondern nur fühlbar. Wie geht es jetzt nur weiter?

Zum ersten kann man sich die Alternativen zur eine Brücke anschauen. Da wären eigentlich genau 2. Keine Brücke und bewusster alternativer Umgang mit dem Mobilitätszwang in unserer stressigen Gesellschaft. Oder man baut dort einen kleiner dimensionierten Tunnel, damit die Johannstädter nicht im zusätzlichen Verkehr untergehen. Die Brückenbefürworter (Bevölkerungsentscheid) sollten eigentlich mit einem Tunnel kein Problem haben, vielleicht aber doch die Personen im Rampenlicht, die sich die letzten 15 Jahre offensiv dafür eingesetzt haben. Vielleicht sollte man mal neu diskutieren und auch auf die Argumente der anderen mit eingehen? Auch wenn die Brücke bis jetzt schon 22 Mio € verschlungen hat, die sind es doch eigentlich nicht wert. Zumindest ist das meine Meinung.

Anschliessend noch eine kleine Umschau in die Medienlandschaft:

Noch noch ein paar Blogs:

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