Was wiegt dein T-Shirt?

Das ist eigentlich eine ganz einfache Frage, die Antwort jedoch nicht. Die Auflösung der Frage gibt es am Artikelende.
Ich habe mal etwas nach dem ökologischen Rucksack recherchiert. Der ökologische Rucksack gibt an, wieviel natürliche Resourcen für ein Produkt, den Gebrauch dessen oder eine Dienstleistung benötigt werden. Dabei habe ich wie sooft festgestellt, dass es kaum brauchbare Informationsmöglichkeiten gibt. Aber bevor ich weiter herumkritisiere, möchte ich erstmal den ökologischen Rucksack der 60 Gramm Aluminiumanteil einer Notebookfestplatte zeigen.

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Robbie Williams lockt die Dresdner an

Wenn man sich keine Karte für 71 Euro leisten will, setzt man sich eben an die Elbe zu anderen und geniesst die Klänge und Lichter der Silhouette von Dresden.
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Tunnelblick

Letzte Woche gab es im Ortsamt Pieschen wieder eine öffentliche Ortsbeiratssitzung. Die Öffentlichkeit hatte die Möglichkeit, sich über den Stand der Planungen zur Reperatur/Sanierung der Leipziger Straße zu machen. Die „Leipziger“ ist auf der neustädter Seite die wichtigste Ein- und Ausfallstraße in Richtung Radebeul. Hinzu kommt, dass das Einkaufszentrum Elbepark recht viel Autoverkehr anzieht.

In den letzten Jahren wurde die Strasse schon zum grossen Teil saniert bzw umgestaltet, es bleibt der letzte Strassenabschnitt zur Bearbeitung. Und da wird es kompliziert, weil

  • der verfügbare Platz durch grosse Bäume begrenzt ist,
  • die Fluthilfemittel ausgegeben werden müssen (sonst verfallen sie) und
  • die Stadt Dresden einen anderen Plan vorsieht, als das Regierungspräsidium haben möchte.

Die folgende Karte zeigt die Leipziger Straße im grösseren Ausschnitt, damit man die die Rahmenbedingungen für den letzten Bauabschnitt auch verstehen kann.

Leipziger
Bildquelle: Google Maps

Der orange Abschnitt ist zum Teil relativ stark im Strassenuntergrund beschädigt. Am grünen Abschnitt stehen rund 40 grössere Bäume, leider recht nah an der Fahrbahn. In Pieschen Süd gibt es ein Nadelöhr, wo zwei Strassenbahntrassen zusammengeführt werden und auf stadtwärtigen Richtung Tram und sonstiger Verkehr auf nur einer Spur untergebracht sind. Das rote Nadelöhr bestimmt die Verkehrsleitungs zur Zeit massgeblich in Richtung Stadtzentrum.

Es gibt im wesentlichen 2 sinnvolle Varianten, die man für den 4. Bauabschnitt betrachten kannt. Variante A sieht den Vollausbau vor. Damit würden die Bäume gefällt werden (durch eine geringere Anzahl junger Bäume ersetzt werden) und in beide Richtungen vollwertige Strassenverhältnisse realisiert werden. Das bedeutet, dass die Strassenbahn und der restliche Verkehr ohne Probleme nebeneinander herfahren können, zumindest bis auf 550 Meter möglicher Mischverkehr (Straße zu schmal für normgerechte Trennung) von ~2000 Meter Gesamtstrassenlänge. Zusätzlich entfallen min. 20 PKW-Stellplätze. Diese Maßnahme kostet rund 9,8 Mio € und würde bis auf 250 000 € vom Regierungspräsidium bezuschusst (Fluthilfe) werden. Das folgende Bild zeigt Variante A.

Variante A, leipziger str.

Die Stadt Dresden hat zusätzlich noch die Variante C erarbeitet. Dabei bleiben die Bäume erhalten, jedoch mit der Einschränkung, dass es stellenweise (rund 400 Meter ingesamt mehr als bei Var. A) mehr Mischverkehr (ingesamt 930 Meter) gibt. Das bedeutet, dass sich Tram und restlicher Verkehr auf ca. einem halben Kilometer mehr die selbe Spur teilen müssen (als bei Variante A). Ingesamt gehen nur 4 PKW-Stellplätze verloren und diese Variante C würde 7,7 Mio € kosten. Die Strassenbahn würde auf verschwenkten Gleisen fahren und die Verkehrsleistung steht der Variante A nicht nach. Das RP Dresden fördert diese Variante nicht, somit müsste die Stadt diese Variante allein tragen.

Die beiden Varianten B1 und B2 haben ein äusserst schlechtes Kosten-Nutzen-Verhältniss, so dass sie nicht wirklich zur Debatte stehen.

Das grosse „Aber“

Dem RP Dresden wurde die letzte aktualisierte Variante C nicht mehr vorgestellt, da dort nur der Vollausbau (von Hauskante zu Hauskante) oder eine Fahrbahnreparatur (Variante B1) zur Debatte steht. Der zuständige Bürgermeister Feßenmeyer (CDU) hat dort intensiv für die Variante C, bzw deren Vorläufer, gekämpft jedoch ohne Erfolg. Eine differenzierte Stellungnahme des Regierungspräsidiums liegt nicht vor.
Das Publikum der Ortsbeiratsversammlung hat nicht verstanden, warum das RP die Variante C nicht haben will. Die lapidare Antwort von Herbert Feßenmeyer, dass das Land (und die Verkehrsbetriebe) an dieser Stelle (woanders schon, Bauabschnitt Rankestr. – alter Strassenbahnhof ist reiner Mischverkehr) keinen Mischverkehr will, stiess auf wenig Verständniss. Es wurde vor allem betont, dass wegen dem Nadelöhr gar kein Vollausbau notwendig ist, da sich bereits dort entscheidet, wieviele Fahrzeuge mit der Strassenbahn in stadtwärtiger Richtung rollen.
Hinzu kommt, dass es nicht klar ist, ob durch den Strassenbrückenneubau in Niederwartha die Leipziger Straße entlastet wird.

Die fehlende Vision

Zum ersten fehlt ein grosser Plan, wie was man nun wirklich will. Möchte man motorisierten Individualverkehr oder doch vielleicht andere Lösungen fördern? Der Lebensraum Stadt ist nunmal begrenzt und nur beschränkt belastbar. Zersiedelungen (grüner Speckgrürtel) und grosse Einkaufstzentren auf der grüne Wiese erzeugen nur Zwangsmobilität. Die Informationsmöglichkeiten beschränken sich eigentlich nur auf die lokale Presse. Solche Pläne wie oben lassen sich sicherlich ohne Probleme aus der CAD-Anwendung exportieren und sind mit wenigen Mausklicks im Internet. Die gezeigten Folien wurden auch nicht per Hand geschrieben und könnten auf einer projektbezogenen Webseite sehr gut die Pläne erläutern.

Die Möglichkeiten, den Bürgern Informationsmöglichkeiten zu bieten, werden somit bei weitem nicht ausgeschöpft. Die Dokumente verbleiben im nichtöffentlichen Verwaltungsraum, zumindest bis zum Planfeststellungsverfahren. Spätestens wenn die Fristen drücken, kann man sich informieren. Aber nicht mehr über die Alternativen, sondern nur noch über Variante A, da Variante C schon im Vorfeld ausgeschieden ist.

Sobald Veränderungen relativ viele Menschen beeinflussen (in diesem Falle beeinflusst die Leipziger Straße wohl ~ 100 000 Menschen), entstehen viele Meinungen und Argumente. Was jedoch nicht entsteht, ist ein vollständiges Bild der Lage, da nicht alle Teilnehmer präsent sind. So wundert es auch nicht, dass der Ortsbeirat der Variante A nicht zugestimmt hat. Somit hat die Sanierung der Leipziger jetzt wieder eine Hürde mehr zu überwinden. Allein die Tatsache, dass kein Vertreter vom Regierungspräsidium (Mittelgeber) bei der Ortsbeiratssitzung anwesend war, macht deutlich, dass es nicht alle nötig haben, im öffentlichen demokratischen Diskurs zu debattieren.

Auch wenn die Diskussion um die ~40 alten Robinien etwas hitzig geführt wurde, eine Lösung für das Problem wurde nicht gefunden, obwohl sie fertig in den Schubladen liegt. Wenn die Institutionen aber nicht miteinander harmonieren wollen (diskutieren wollen), dann verschieben sich Probleme immer weiter. Eigentlich ist das kein gutes Zeichen, wenn Kopf und Körper verschiedenes wollen und trotzdem zusammen gehören.

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Chance Welterbestatus

Am 4. Juni 2006 fand in Deutschland der zweite UNESCO-Welterbetag statt. Dieser wird seit 2005 jeweils am ersten Sonntag im Juni begangen und soll Welterbestätten erlebbar zu machen und die Bedeutung des Welterbes für die Region verdeutlichen. Ich nutze die Gelegenheit und machte mich ins Dresdner Lingnerschloss auf, wo ein interessantes Programm geboten wurde. Weiterlesen →

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Regieren um zu regieren

Die Föderalismusreform ist beschlossen, doch so richtig froh ist keiner, was im Bezug auf den Umweltschutz auf die Reihe gebracht wurde. Der Bund überlässt den Ländern die Hoheit bei der Umweltpolitik. Falls nun die Länder auf die Idee kommen, differenzierte Regelungen einzuführen, dann endet an der Landesgrenze das eine Gesetz und beginnt ein anderes Gesetz. Wie soll man dort noch den Durchblick bewahren? Sollten wir vielleicht an den Landesgrenzen auch Umweltgrenzen einführen? Mein Vorschlag: Bundesländer ummauern, Glasabdeckung drüber und schon kann sich jeder um seine Umwelt kümmern. So einfach. 👿

Der neue Reformgedanke für Deutschland ist wohl jetzt dieser: Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht? So langsam versteh ich das ganze Prozedere nicht mehr, auf der einen Seite haben wir einen europäischen Binnenmarkt und auf der anderen Seite einen Umweltschutz der sich nur auf das Länderebene. Wo ist denn da der rote Faden? Dort macht es hüh und dort macht es hott, da muss man sich ja zerreissen, um an beiden Fronten am Ball zu bleiben.

Auch gut sieht man das Problem in der Bildungspolitik. Die Wirtschaft fordert die Mobilität der Arbeitnehmer. Doch wie soll man mit seinen Kindern in ein anderes Bundesland ziehen, wenn dort die Lehrpläne ganz anders sind oder sogar die Schulstruktur anders aussieht? Kann mir darauf mal jemand ne Antwort geben?

Willkommen in Schilda!

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