Folien vom Waldschlößchen -tunnelvortrag

So, nun kann ich endlich die Folien zum Herunterladen anbieten, welche Dr. Peter Heinze am 12.1. bei seinem Vortrag zu einem Elbtunnel am Waldschlößchen gezeigt hat. Die Folienabfolge wurde aber ein wenig modifizert, da die ganze Präsentation doch sehr umfangreich ist. Die Teile über die konkrete Verkehrsführung am Waldschlößchen, technische Tunnelbauaspekte und den Warnow-Tunnel in Rostock wurden entfernt, da der Umfang an sich sehr groß ist (276 Seiten).

Leider sind solche nackten Präsentationen nicht ergiebig, es fehlen manchmal die erklärenden Worte. Ebenso möchte ich darauf hinweisen, das es auf der Webseite www.welterbe-erhalten.de ergänzendes Material gibt. Besonders hinweisen möchte ich auf die Stellungnahme von ILF zum Tunnelentwurf von EIBS (pdf).

Falls jemand die Baufortgang als Flash-Animation realisieren kann, dann kann er das gerne machen. Ich bin dazu nicht in der Lage.

Urheber der Präsenation:

Dr. Peter Heinze
Ingenieurbüro Bauhütte
Burgwartstraße 52
01159 Dresden
Fon/Fax 411 67 51

Möglichkeiten zum Herunterladen:

Inhalt der Präsenation:

  • Stadtplanungsaspekte ab der Wende
  • Brückenentwürfe am Waldschlößchen
  • Vorliegendes Tunnelprojekt von EIBS
  • Bauablauf eines Tunnel in Einschwimmbauweise
  • Verweis auf Jana Hohlfeld
  • Vorschläge für Tunnel am Blauen Wunder

Noch ein paar Gründe für meine Motivation:

Warum hänge ich mich mit den Umgebungsgedanken so in die ganze Sache rein? Nun, ich liebe die Elbaue so wie sie ist. Ich mache in dem Bereich Sport und nutze den Elbradweg dort intensiv. Zudem gefällt mir die ganze Kommunikation um das Projekt nicht. Ich experimentiere hier mit alternativen Informationsmöglichkeiten, um zu ziegen, dass es heute keine Hindernisse mehr gibt, Planungsunterlagen den Bürgern vorzuenthalten. Durch Reisen habe ich andere Städte kennengelernt und umso mehr erkennt man dann die Schöheit der Heimt. Wenn es nach meiner Nase gänge, bräuchte man dort auch keinen Tunnel, sondern sollte die Kraft lieber in Mobilitätskonzept für den Lebensraum Stadt stecken, welches im Sinne der Nachhaltigkeit und Lebensqualität alle Beteiligten steht. Trotzdem ist dort ein Tunnel für mich das geringere Übel, als eine Brücke. Auch ich fahre selten, aber gerne mit dem Auto durch Dresden.

UPDATE: Es gibt nun auch ein Video eines ähnlichen Vortrages von der selben Person.

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8 Kommentare zu Folien vom Waldschlößchen -tunnelvortrag

  1. jensi sagt:

    aber dem tunnel wurde ja eine klare absage erteilt—und wie ich las ,hatte der von dir favorisierte Hauptredner die diskussion aus zeitmangel vorzeitig für beendet erklärt(gelesen bei der DDN)

    grussi………..

  2. Stephan . sagt:

    Naja, das Podium war nicht optimal organisiert. Die Redner haben teilweise zu viel Bekanntes referiert. Damit wäre der Zeitmangel erklärt.

    Laut Beurteilung der ILF wurden die Unterhaltskosten des EIBS-Tunnels mit dem Faktor 5-10 zu hoch angesetzt (ILF-Stellungnahme). Im Moment laufen da weitere Untersuchungen. Argumente für die Tunnelabsage gab es aber keine. Von daher kann nirgendwo eine klare und faktenbegründete Absage eines Tunnels sehen.

  3. joe norge sagt:

    ein tunnel hätte viele vorteile…
    die machbarkeit am ws steht nach quellenlage außer zweifel,
    ebenso ist er bezahlbar -vielleicht sogar günstiger.
    ich sehe nach quellenlage und eigenen erfahrungen keinen grund für ein 4-spurige querung am ws. wenn schon dort, dann nur 2-spurig, wie anfang der 90-er geplant und bitte nur als tunnel. für eine entlastung des bw brauchen wir aber eine querung in laubegast!
    dresden hat soviel andere stauecken (regional betrachtet), sanierungsbedarf (-man denke nur an die b6 weißer hirsch/ bühlau), die nichts mit der wsb zu tun haben.
    warum geilt man sich so an dieser brücke so auf?
    für alle „experten“, die glauben, ein tunnel geht nicht oder zu teuer -hier ein hinweis: unsere freunde in norwegen bauen gerade einen straßentunnel, der fast 300m tief und 8 km lang unter dem meer lang führt und planen einen unterseestraßentunnel von rund 25 km länge…
    unter 200 m tiefe!!! gibt es schon 4!!! unter 100 m 17 tunnel…
    ich bin auch der meinung, die zwei-brücken-variante käme viel mehr dresdnern, brücken-anliegern zu gute.
    ich möchte gern noch mit einem märchen aufräumen.
    nicht die dresdner brücken sind überlastet, sondern die kreuzungen davor und dahinter!!! das würde bei der wsb genauso passieren.
    wer das bestreitet, schläft wohl beim autofahren…?

  4. Holzmichl sagt:

    ich farge mich imme wieder mal wie es kommt das hier Äpfel mit Birnen verglichen wird – das der Tunnel billiger oder mind. nicht teurer ist ist nur der sache geschuldet das der Tunnel mit den Gesamtkosten der Verkehrsanlage verglichen wird und dazu gehört nicht nur die Brücke

    außerdem möchte ich nicht Kilometerweit mit dem Fahrrad fahren um auf die andere Elbseite zu kommen

    aber hier sind ja die größten Experten vertreten – nach der letzten Umfrage sollten doch einige mal verstehen das es Mehr – und Minderheiten in der Demokratie gibt 🙂

    also ich schlafe nicht beim Autofahren – ich bin nur gespannt, wenn das „Blaue Wunder“ aus statischen gründen gesperrt werden muß, ob da auch die Kreuzungen davor und dahinter als Begründung für die Staus am Schillerplatz und Co. herhalten müssen

  5. Stephan . sagt:

    Brücke = Elbquerung
    Tunnel = Elbquerung

    Elbquerung = Elbquerung
    Obst = Obst 😉

    Für Radfahrer kann man auch eine Lösung finden, sofern notwendig.

    Anscheinend kennst du die Lage vor Ort nicht, denn dort gibt es eine Elbquerung. Du kannst ohne Probleme von Johannstadt in die Neustadt kommen. Genau genommen gibt es sogar zwei Elbquerungen. Als Radfahrer brauchst du dich nicht zu beschweren. Außerdem hat deine Radfahrer-Interessenvertretung erklärt, dass sie sich nicht für eine Brücke instrumentalisieren lässt.

    Wenn die Loschwitzer Brücke altermüde ist, muss sowieso lokaler Ersatz geschaffen werden, da die Verkehrstrukturen dort so sind. Frag mal die Bewohner der Bautzner Str. am Weißen Hirsch, ob die zusätzliche Umleiter über die WSB brauchen. Die kommen ja noch nicht mal jetzt über die Straße.

    Ein Tunnel ist ebenfalls die funktionale Umsetzung des Bürgerentscheides. Lediglich die Ausführungsart unterscheidet sich.

  6. Wo bleiben auch die Flexibilität und die Kompromissbereitschaft bezüglich der Waldschlößchenbrücke?
    Dass wir eine Flussquerung brauchen ist unumstritten! Aber warum muss es „unbedingt“ eine Brücke sein, zumal der jahrelange teure Streit und das Weltkulturerbe daran hängen? Eine Tunnelvariante würde allem ein Ende setzten und wir könnten morgen „endlich“ mit dem Bau der „Flussquerung“ beginnen und uns diesen wunderschönen Blick erhalten!!
    Ich wünsche mir als Dresdener, dass wir unsere Kreativität und Flexibilität endlich wieder entdecken und uns diese nicht absprechen lassen. Denn es kann nicht sein, dass diese Katastrophenserie für unsere Stadt und unser Land weitergeht.

    „Veranstaltungen Kulturpalast entfallen“(Schließung)
    „Weltkulturerbe brauchen wir nicht“(Brücke)
    „Kunstschätze werden rück übertragen“(Wettiner)
    „Streiten“ ist Sturheit, „Lösungen suchen und Finden“ die Vernunft
    (Dies war ein Ausschnitt aus einem meiner lezten Leserbriefen an die SZ)

  7. Tobi sagt:

    @Holzmichel:

    das letzte was ich als Radfahrer brauche, ist eine Brücke am Waldschlösschen!!! im Ungünstigsten Fall sind es bis zur nächsten Querungsmöglichkeit (BW/Albertbrücke) 1000m dazu kommt genau in der mitte eine Fähre, in Johannstadt! Also ein ganz schlechtes Argument

    Aber:

    Sind denn bei der Brücke auch die Kosten für den Ausbau der Staufenbergallee bis zu Hansastraße dabei???

    Was passiert denn eigentlich mit den zu erwartenden Verkehrsströmen wenn die Fetscherstraße auf den Großen Garten trifft???
    – staut sich der Verkehr auf der 1 Spur der Stübelallee zum Feierabend in Richtung Osten dann bis zum Straßburger Platz???
    – noch mehr Feinstaub durch Autobahn-abkürzende-LKws an Dresdens Lunge????

    Meine Meinung:
    Ich denke eine „2 Tunnel Variante“ ist die beste Lösung für Dresden.

    1. dieser am Waldschlösschen (wenn es denn unbedingt sein muss)

    2.eine zweite zwischen BW und Tolkewitz.

    Wozu noch eine Brücke in Pieschen nötig sein soll, ist für mich nicht begreiflich. Die Marienbrücke ist doch völlig ausreichend! Wenn es dort Staut dann liegt es doch nur an dem nicht richtig ausgebauten 26 Ring im Bereich Bahnhof Mitte (1 Spur)

    Einige werden wahrscheinlich erst Ruhe geben , wenn die Elbe vollstandig „überdacht“ ist!!!!

    Schade für uns, Schade für Dresden!!!
    Ein Armutszeugnis mehr für unsere Politiker!!!!!

  8. joe norge sagt:

    danke stephan!
    ich wunder mich immer wieder, daß das bw für die wsb herhalten muß.
    die wenigsten würden den umweg fahren -zumal dann an anderer stelle wieder chaos wäre…
    da gibt natürlich ne ersatzbrücke und bis dahin ist vielleicht eine brücke bei laubegast fertig…
    die kosten sind auch klar. ein tunnel könnte sogar weniger kosten -wenn mehr, dann nur nurn bissel.
    die brückenbefürworter schöpfen ja aus den vollen, da kommst aufn paar mios dann ich nicht an… (-:
    m.w. sind in den genannten zahlen der ausbau bis hansastr. enthalten.
    schonmal am rhein gewesen? ich glaube nicht, daß man dort wegen nem radfahrer ne brücke mehr baut!!! da nimmt man eine fähre und gut.

    wir haben hier in dresden eine verkehrshochschule!!!!!!
    da war es nicht möglich, von fachleute ein zeitgemäßes verkehrskonzept zu entwickeln? statt dessen wurde mit einem be politikereinfalt rechtskräftig gefarcet…
    die ganze sache wächst sich dann auch noch zu einem internat. polit. disaster aus…
    gibt es sonst in deutschland soviel geschrei: „wir brauchen noch eine brücke mehr!“?

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