Feinstaub III: Eine Antwort von der Stadtverwaltung Dresden

Ich hatte schon letzte Woche eine Email mit der Bitte um Einsicht in die Luftreinhalte- und Aktionspläne an die Stadt Dresden geschickt. Die Mail würde an das Referat Stadtentwicklung und Bau weitergeleitet, hiess es da. Bis heute erhielt ich keine Antwort, so dass ich den direkten Draht gesucht habe. Eine weitere direkte Mail an das passende Referat erzeugte dann folgende Antwort.


Sehr geehrter Herr Janosch,

vielen Dank für Ihre E-Mail-Anfrage.

Es ist richtig, dass auch die Landeshauptstadt Dresden verpflichtet ist wegen erhöhter Feinstaubbelastung Luftreinhalte- und Aktionspläne auszuarbeiten.

Die Federführung für diese Vorhaben liegt beim Regierungspräsidium Dresden. Das Landesamt für Umwelt und Geologie sowie die Landeshauptstadt Dresden sind maßgebend daran beteiligt.

Gegenwärtig wird dazu ein Entwurf erarbeitet der in Kürze in die politischen Gremien eingebracht wird und in den darauf folgenden Wochen der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. Der Termin für die Veröffentlichung steht noch nicht fest, wird aber zum gegebenen Zeitpunkt in Amtsblatt bzw. Tagespresse mitgeteilt.

Mit freundlichen Grüßen

Kommunikationsprobleme

Zum ersten bekommt man keine Ticketnummer, wenn man eine Email an die Verwaltung schickt. Das lässt darauf schliessen, dass Kommunikation via Email mit dem Bürger nicht verfolgt werden kann. Wenn ich ein Ticket habe, kann ich fragen, was mit mit meiner Mail passiert ist. Zum zweiten scheint zwischen den Bereichen die Kommunikation nicht zu klappen, bzw. ist die Zuständigkeit für gewisse Probleme nicht ganz klar. Ansonsten wäre meine erste Mail schon letzte Woche beim richtigen Bearbeiter gelandet. Ich bin zwar keine Kunde, bezahle aber irgendwann auch mal Geld ans Finanzamt. Vielleicht sollte die Stadt überlegen, ob die ein CRM installiert? CRM steht für Customer Relationship Management, ich würde es neudeutsch im E-Government als Citizen Relationship Management verstanden wissen. In deutsch müsste es in etwa Bürgerbeziehungsmanagment heissen. In der freien Wirtschaft funktioniert das alles bestens, in der Verwaltung (natürlich) nicht. Da bleibt die Frage offen, warum?

Noch keine Pläne

Man kann beruhigt sein, es wird Pläne geben. Die Verantwortlichen arbeiten bereits daran. In diesem Falle das Regierungspräsidium Dresden. Ebenso erfreulich ist, dass die Stadt nicht alleine kämpft, sondern die nächsthöhere Struktur das Problem anpackt. Das ist vernünftig, weil Feinstaub ein Problem des gesamten oberen Elbtales ist. Nun bleibt zu hoffen, dass die Bewohner des oberen Elbtales nicht allzu lange warten müssen und dass nicht versucht wird, die Pläne zu perfekt zu machen. Verbessern und anpassen kann und sollte man die Pläne sowieso, da sich Umgebung ja auch verändern wird.

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