Brückenstreit in der Dresdner Lokalpresse

So langsam bewegt sich ja der Dresdner Brückenzwist auf ein kleines Finale zu. Ich meine damit die UNESCO-Sitzung in Christchurch. Und so verwundert es auch nicht, dass die Dresdner „Brückenfritzen“ (ich meine damit alle Leute die für oder gegen argumentieren) in hektische Betriebssamkeit verfallen. Und die Presse begleitet den Prozess natürlich fleissig.

So verwundert es nicht, dass die Presse auch unterschiedliche Ansichten zum Thema hat. In der Sächsischen Zeitung (SZ) vom Sonnabend konnte man 7 Entwürfe von 6 Architekten bewundern. Der Vorschlag von Gerkan, Marg und Partner wird nur klein erwähnt und bekommt nicht die gleich große Präsentationsfläche wie die anderen 6 Büros. Die SZ bleibt in diesem Fall nicht objektiv, da Gerkan, Marg und Partner Gleichberechtigte im Verfahren waren. Über den Tunnelvorschlag aus Hamburg wurde zwar schon vorher berichtet, dennoch hätte dieser direkt den Brückenentwürfen gegenübergestellt werden müssen.

Die Dresdner Neuesten Nachrichten (DNN), unser zweites Lokalblatt, hat genau das gemacht. Dort finden sich die 7 Vorschläge der am neuen Problemlösungsverfarhren beteiligten Büros und der bisherige Entwurf gleichberechtigt nebeneinander. Dort kann man objektiv vergleichen und sich eine Meinung bilden.

Ich unterstelle der SZ hiermit, dass sie versucht den Tunnel nicht gleichberechtigt diskutieren zu wollen. Die DNN macht die Sache in diesem Fall einfach mal besser und hat sogar eine Telefonumfrage geschaltet.

Die Aufgabe einer Zeitung ist es doch, den Bürger umfassend und objektiv zu informieren. Genau das scheint die SZ nicht zu wollen. Die DNN hat wenigstens den Mut auch die Tunnellösung den Brückenentwürfen gegenüber zu stellen, obwohl der Bürgerentscheid aufgrund seiner beschränkten Fragestellung nur eine Brücke zulässt. 1:0 für die DNN im Spiel gegen die SZ.

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