Wachstumsfreundlicher Defizitabbau

Hahaha..was hab ich heute morgen über die Nachrichten lachen müssen. Dieses ganze G20-Theater ist das Kerosin der dorthin geflogenen Flugzeuge nicht wert. Warum?

Das Zauberwort dieses Gipfels heißt wachstumsfreundlicher Defizitabbau. Hinter dieser sperrigen Formulierung verbirgt sich die Verpflichtung der industrialisierten G-20-Länder, ihre Staatsdefizite bis 2013 zu halbieren und bis 2016 ausgeglichene Haushalte zu präsentieren. [Tagesschau.de]

Notgeld

Notgeld, Quelle: http://www.flickr.com

Da steht nicht drin, wie das geschehen soll. Viel interessanter ist aber, die Folge von weniger Schulden (des einen Schulden, sind des anderen Guthaben). Welche Guthaben werden zum Schuldenabbau abgeschmolzen? Das ist die systematische Frage hinter diesem Prozess. Na gut, zuerst wird es weniger Neuverschuldung geben, d.h. es sollen weniger Staatsanleihen auf dem Markt erscheinen. Das Kapital findet also noch weniger Investitionsmöglichkeiten. Wo geht also hin? Entweder in renditeschwache Sachwertinvestitionen oder in den renditeträchtigen Finanzkapitalismus-sektor. Also dorthin, wo aus sehr viel Geld noch viel mehr Geld gemacht wird, auf Kosten derer, die kein Geld haben. Zumindest so meine laienhafte Vorstellung. Dreimal dürft ihr raten, wofür der Vermögensverwalter bezahlt wird.

Und wenn die Medien folgendes Zitat nicht erklären, dann brauch ich letztlich keine Medien mehr und kann die Dokumente selber lesen. Was mag folgender Satz also bedeuten und vor allem NICHT bedeuten?

Im Schlusstext heißt es lediglich, die Geldinstitute sollten einen gerechten und substantiellen Beitrag leisten, für die Kosten, die durch staatliches Eingreifen entstünden.

Ich kann es mir jedenfalls nur so erklären, dass niemand Lust hat den Systemfehler im Geldsystem zu beseitigen und lieber mit Makulatur drüber gestrichen wird.

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