Ein Ausflug in die Welt der Podcasts

Am Freitag hat die Andrea vom Podcast mit dem Titel „Andrea W. wills wissen…“ ein Interview mit mir gemacht. Es geht um dieses Weblog hier und um Weihnachten.

Man kann das Interview bei Andrea hören, oder direkt hier.

[flash]http://andrea.podspot.de/files/270+Umgebungsgedanken.mp3[/flash]

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Umgebungsgedanken interaktiv

Hallo liebe Leser!

Ich schreib hier vor mich hin und habe wohl etwas mehr als 30 Leser, die die Umgebungsgedanken mittels RSS-Feed lesen. Insgesamt werden pro Tag mindestens 150 Artikel auf diesem Blog irgendwie gelesen. Sei es durch Maschine oder Mensch. Natürlich möchte ich hier nicht mehr Leserbeteiligung einfordern, aber trotzdem will ich ein kleines Experiment starten.

Ihr dürft das Thema eines Beitrages von mir bestimmen. Ich werde dann so gut es geht, auf einen eurer Vorschläge eingehen. Alles was ihr tun müsst, ist eine der folgenden Optionen zu wählen:

  • Ein Kommentar zu diesem Beitrag schreiben,
  • oder mir eine Email (weblog@momocat.de) schreiben.

Ich freue mich also auf eure Themenvorschläge,
Stephan

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Der Karren steckt tief im afghanischen Dreck

In Riga tagt die Nato. Vielleicht streitet sie sich sogar. Es geht um Afghanistan.

Ich zitiere den Nato-Generalsekretär aus den Tagesthemen von gestern abend:

„Ich hoffe, dass wir bis 2008 entscheidende Fortschritte gemacht haben, so dass die afghanischen Sicherheitskräfte die Kontrolle übernehmen können.“

Der gute Mann und seine Berater scheinen ein Erkenntnisproblem zu haben. Warum? Ich versuche mal meine Sicht der Dinge darzulegen.

Große Änderungen brauchen Zeit, wenn sie tief in einem Volk verankert sein sollen. Man reflektiere doch nur mal das Werden der europäischen Justizkultur. Es ist ja nicht so, dass uns Europäern jemand mit dem Nürnberger Trichter ein Rechts- und „Werte“-system eingeflößt hat. Nein, ich denke da stecken zwei- bis dreitausend Jahre Zeit drin. Man denke nur an die Gedankenwelt der griechischen Philosophen.

Desweiteren kann man Menschen nicht von heute auf morgen „umpolen“. Woher sollen denn bitte die Sicherheits- und Justizkräfte herkommen, die dort einen funktionierenden Rechtsstaat (westlichen Vorbildes) absichern können? Ich übertreibe jetzt mal. Ehemalige Taliban und Mohnbauern können diese Funktion wahrscheinlich nicht übernehmen. Gibt es sonst Leute in Afghanistan, die einen „freien Geist“ haben? Ein sehr kurzes Nachschlagen (ich hab nur schnell durch Wikipedia geklickt) ergibt folgendes:

  • Rund 40 % der Afghanen sind Paschtunen, die wiederum überwiegend stark islamisch geprägt sind.
  • Circa weitere 30 % sind Tadschiken, die sich mit dem Islam identifizieren.
  • Dann gibt es noch rund 20 % Hazara, die wiederum eine Spielart des Islams im Geiste tragen.

Das sind mindestens 90 Prozent der Gesamtbevölkerung. Selbst wenn von denen nur 75 Prozent an ihre Religion glauben, ist immer noch mindestens jeder zweite Afghane religös. Das ist erstmal nichts negatives. Man muss aber beachten, dass es im nahen und mittleren Osten nur ganz wenige Länder gibt, wo es eine funktionierende Trennung von Staat und Religion gibt. Ganz im Gegenteil, dort wird gerne die Religion im Interesse des Staates vor den Karren gespannt und anders herum. Und nun will man den Schalter in den Köpfen einfach umlegen?

Das kann nicht gut gehen. Der Islam steckt dort in den Leuten drin. Es ist deren Kultur, es ist deren Leben. Ich will jetzt auch nicht über den „humanistischen“ Wert des Islams werten, sondern einfach klar machen, das es dort eine andere Welt ist. So ganz anders, als wir es gewohnt sind. Und was machen wir? Wir werfen uns die heiße Kartoffel Afghanistan gegenseitig auf einem militärischen Gipfel zu. Das ist lächerlich. Wo bleibt der internationale Entwicklungsgipfel? Wo ist die Einbeziehung unserer hervorragenden Islamistik-Wissenschaftler?

Ein wenig stolz bin ich ja, dass „unser Land“ dort auch Entwicklungshilfe leistet. Egal wie bescheiden das Ergebnis sein mag. Es geht zumindest nicht nur darum, die alten Köpfe zu „beseitigen“. Die Haltung mancher Nato-Verbündeten ist echt nicht zu verstehen. Sie ist so kurzsichtig, ja so frei von Einfühlungsvermögen, so frei von Geschichtsverständnis. Furchtbar. Wissen „wir“ eigentlich wer wir sind?

Mehr von mir dazu im Kontext:

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Das „faire“ Mobiltelefon

Vor drei Tagen schrieb ich über „fair“ hergestellte Notebooks. Fair im Bezug auf die Anstellung der Mitarbeiter.

Heute kommt genau dazu eine weitere Meldung über den Heise-Ticker. Die Meldung besagt, dass chinesische Arbeiter quasi kaum Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz genießen. Ausgebeutet werden sie „sowieso“. Interessant sind vielleicht auch der ein oder andere Kommentar dazu.

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Urwaldschutzgesetz – ganz einfach abgelehnt

Wer sich für den Urwald interessiert, mag sich vielleicht auch für das Urwaldschutzgesetz interessieren. Dieses lehnte die große Koalition am 19. Oktober ab, wie man beim WWF nachlesen kann. Deshalb hat WWF eine Mit-Mach-Aktion ins Leben gerufen, bei der man eine Email an die Bundeskanzlerin schicken kann.

Interessanterweise ist auf der Webseite der Mit-Mach-Aktion ein Bericht des TV-Magazins Monitor verlinkt, der auf die Hintergründe der Gesetzesablehnung eingeht. Darin wird der Geschäftsführer des Holzhandelsverbandes interviewt. Als kleine Besonderheit gibt es auch eine umfangreichere Version des Interviews.

Da kann der Umweltminister in Nairobi strahlen wie er will, die Art und Weise seiner Stellungnahme zur Ablehnung des Urwaldschutzgesetzes ist eines Ministers nicht würdig. Und am Ende wundert sich „die Politik“, warum sie „im Volk“ unglaubwürdig wirkt. Im übrigen spricht der Geschäftsführer mit ganz tief gespaltener Zunge, wie die beiden Zitate aus dem TV-Bericht belegen.

Frage: Macht Herr Gabriel … einen guten Job?
Antwort: Wir glauben, dass er im Bereich Klimaschutz zur Zeit einen guten Job macht. Ja.

Frage:
Antwort: Also für uns ist die Ablehnung ein Erfolg, rein verfahrenstechnisch. Für die Umwelt selber ist es kein so tolles Ergebnis.

Ich finde es immer wieder toll, was für schleimige Typen Lobbying betreiben. Wenigstens gibt die Holzhandelslobby ganz klar zu, dass der Umweltminister in ihrem Interesse einen guten Job macht. Vielleicht sollte man diese Art der „Politikberatung“ vielleicht als unerwünscht bezeichnen?

Referenzen ins WWW:

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