Weltkarte der Verantwortung

Gleicht die Weltkarte des Reichtumes vielleicht der Weltkarte der Verantwortung?

weltkarte

Schaut euch mal das fette Deutschland an! Afrika ist kaum zu sehen, selbst die Inder machen sich dünner als die Deutschen. Ob Deutschland auch so dünn sein würde, wenn man wirtschaftlich auf den eigenen Füßen stehen würde/müßte?

Mehr davon bei worldmapper.com. Via blog.yoda.ch

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Zeugen Jehovas sind komische Typen

Es klingelt. 2 Zeugen Jehovas stehen vorm Haus. Ich lasse sie in den Treppenaufgang und warte in meiner Wohungstür. Ich hab Lust ein paar Minuten mit ihnen zu plauschen. Obwohl, ich will ja eher mit denen streiten.

Die beiden kommen die Treppe hochgekeucht. Das Gespräch beginnt locker. Aber schon nach 2-3 Minuten wird es ernst. Ich frage, warum sie auf Gott warten, damit er eine „Weltregierung“ installiert? Warum Gott die Probleme der Menschen lösen soll? Warum sie nicht selber anpacken? Die Antwort ist ein Zitat aus der Bibel. Nein, keine Bibelinterpretation, sondern nur einfaches Vorgelese.

Und dann geht es weiter, dass man in dieser ach-so-schlimmen globalisierten Welt als armer hilfloser kleiner Mensch ja eh nichts ausrichten kann. bla bla. Und da habe ich ihnen 5 Punkte aufgezählt, was man als Verbraucher sehr wohl tun kann. Blub, schweigen im Walde. Und dann habe ich sie darauf hingewiesen, dass die Zeugen Jehovas sich doch mal öffentlich zu Nachhaltigkeit und so weiter bekennen sollten. Vielleicht auch mal mit nicht-religiösen Werbeversuchen. Gerne auch mal mit Werbung, wo Gott überhaupt nicht vorkommt. Ja aber, blub blub, Ruhe im Kasten.

Damit das Gespräch in deren Gewissen aber ein gutes Ende nehmen kann, empfange ich dann doch ganz brav meine 2 Werbeheftchen. Als Bonus gebe ich Ihnen sogar meine E-Mailadresse mit, wo sie mir mal eine URL zu ihrer Bibelinterpretatuion schicken können. Ich bin gespannt.

Auf mein Vorschlag, mir mal eine paar ganz einfache allgemeingültige Handlungsanweisungen für „ethischen Konsum“ zu nennen, konnten sie nicht wirklich eingehen. Ich wollte euch ja auch was positives berichten. 😉

Aber so bleibt eben das unwohle Gefühl, dass die Zeugen Jehovas sich in ihre traute Kuschelwelt verkriechen und auf das jüngste Gericht warten. Ins bunte Leben sich aktiv einzumischen, scheint eher nicht so deren Ding zu sein. Komische Leute. Ich hoffe, ich war nicht zu unfreundlich.

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Ein Interview mit Hans von Stroch

Über das Blog „mit dem Kopf voran“ von SteffenH bin ich auf ein recht interessantes Interview (pdf) mit dem Klimaforscher und Donaldisten Hans von Storch gekommen. Hier ein Auszug:

Verstehen denn die Laien Ihre Antworten? Wird richtig gewichtet, was alles aus dem Wissenschaftsapparat rauskommt?

Nein, das Dramatische kommt in der Öffentlichkeit besser an. Es gibt eine gewisse Neigung, dass hypothetische Überlegungen in der Öffentlichkeit als Faktum anerkannt werden, weil sie sich eben auch gut erzählen lassen. Für die Wissenschaft besteht deshalb die Gefahr des Überverkaufens und dass sie auf die Dauer nicht mehr ernst genommen wird. Wir als Wissenschaftler sollten darauf achten, dass unser Thema „sustainable“ gehandhabt wird, dass auch unsere Doktoranden in 20, 30 Jahren, wenn sie so alt sind wie ich, noch als Berater anerkannt werden. Wir sollten nicht den Goodwill verbrauchen. Wir dürfen nicht nur das sagen, was uns wertemässig in den Kram passt – das wäre eine staatsbezahlte Variante von Greenpeace.

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Für Reto!

Diesen Eintrag schreibe ich für Reto. Reto heisst mit Nachnamen Stauss und ist Eidgenosse. Manche sagen auch Schweizer. Hinzu kommt noch, ich kenne den Reto nicht, schreibe aber trotzdem für ihn. Komisch nicht wahr? Aber ich will euch nicht im Unklaren lassen.

Reto schreibt auch ein Blog. Es trägt den Titel „nachhaltigBeobachtet“. Im Untertitel steht geschrieben: „Beobachtungen und Erfahrungen zum Thema Nachhaltigkeit“. Und genau deshalb lese und schätze ich sein Blog sehr. Er schildert dort mit großem Elan, wie er Dinge selber baut, seine Hühner beträut oder mit Holz feuert. Natürlich bringt er auch Hintergrundinfos zum Thema Nachhaltigkeit.

So filtert er das Netz und bringt wöchentlich zwei Artikel, in denen er über den Gartenzaun schaut und Fundsachen präsentiert. Diese beiden Beiträge sind immer wieder Inspirationen, um ins „grüne“ Netz abzutauchen. Das finde ich schon bemerkenswert, mit welcher Energie er da dran bleibt. Im übrigen macht es Spaß, beim ihm zu kommentieren. Da kommt das ein oder andere Kurzgespräch zustande.

Damit wir unsere beiden Blogs etwas näher zusammen bringen, schlug er mir vor, dass wir uns mal gegenseitig beleuchten. Wir machten aus, dass ich zuerst einen Artikel über sein Blog verfasse und er dann nachzieht. Meinen Artikel lest ihr gerade.

Im übrigen ist die Schweiz eine kleine Besonderheit. Dort kann man ganz gut sein Geld anlegen (falls man welches hat), zumindest sagt man das. Osama bin Ladem und die Nazis sollen ihre Reichtümer ja auch dort eingelagert haben. Des weiteren ist die Schweiz eine Insel. Sie schwimmt inmitten der EU und ist wohl ein stolzer Nationalstaat voller kleiner Kantone. Und schöne Ecken gibt es in der Schweiz, jau mei. Hohe Berge, schöne Seen und natürlich den langsamsten Schnellzug der Welt.

Aber die Schweiz hat auch so ihre Probleme. Sie ist zum einen sehr wohlhabend und Geld kann auch Sorgen bereiten. So gibt es dort schon seit langem ein Fachkräftemangel, zumindest findet man in der Gastronomie und in Medizinwesen ganz sicher einen Job. Viele Deutsche arbeiten dort. Andere Immigranten wollen natürlich auch in die dortige Gesellschaft eingegliedert werden. Und die Schweiz ist von Importen abhängig. Sehr sogar. Und eng ist es in der Schweiz. Schmale Täler lassen nicht viel Platz für dicke Straßen. Daher bemüht man sich dort sehr, die Eisenbahn attraktiv zu machen, damit die Solo-PKWs nicht überhand nehmen.

Außerdem ist es mühsam die klassische Hochalmwirtschaft zu betreiben. Die Jugend zieht es in die Städte. Doch will und kann man in den schönen Hochtälern keine klassische Landwirtschaft mit großem Bauernhof und so weiter betreiben. Die Eingriffe in diese zarten Ökosysteme müssen behutsam erfolgen. So, genug davon. Ich hoffe ich lag in den beiden letzten beiden Absätzen nicht allzuweit weg von der Realität.

Wenn ihr also Lust habt, einen schweizer Techniker mit Affinität zu Nachhaltigkeit und ursprünglichem Handwerk im World Wide Web zu besuchen, dann folgt einfach dem Link.

Link zum Blog nachhaltigBeobachtet

Viel Spaß beim Reto!

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Nachlese zum dritten Dresdner Web Montag

Vorgeschichte

2006 gab es in Dresden zwei Webmontage. Einen im Juni und einen im Juli. Dort war eigentlich ganz gut was los. Gernot Poetsch und Martin Röll (?) hatten den Web Montag wohl nach Dresden gebracht. Ich habe es leider nicht zum Zweiten geschafft hinzugehen. Damals wusste ich ja noch nicht mal richtig, was RSS ist. 😉 Aber zum dritten und vierten Web Montag in Dresden wollte ich definitv hingehen, da ich ja was lernen wollte. Ich hatte ja vor, dieses Blog hier mit Leben zu füllen. Daraus wurde aber nix, denn es gab keinen dritten Web Montag in Dresden.

Selbst ist der Mensch

Also hab ich mir der Sache mal angenommen. Vor allem weil ich den Duerschi kenne (und ihn mal wieder treffen will) und auch mit Martin Röll mal über einen neuen Web Montag geredet habe. Ausserdem gibt es ja das Web Montag Wiki, dort würde ich schon auf das Echo der vorherigen Web Montag-Besucher stoßen. Zumindest war das die Annahme. Bis auf Martin hat aber gar keiner reagiert. Ich war enttäuscht. Sind das doch alle „Web 2.0-People“, die eigentlich den Feed abonniert haben sollten.

Und so haben wir dann einfach mal einen Termin gesucht und gefunden. Schlußendlich hat es nur der Dirk nicht geschafft zu kommen, da er bei einer (wichtigen) Demo war (ich wäre auch fast gegangen, hatte aber am Kurzvortrag gebastelt). Vielleicht hätte ich doch den Montag nehmen sollen, aber da konnte Martin als „Profi“ definitiv (langfristig) nicht teilnehmen. Dass er kurzfristig abgesagt hat, nehme ich ihm gar nicht übel. 😉

Die Suche nach dem Ort gestaltete sich eigentlich als unkompliziert. Ich hab ein Stadtteilzentrum um der Ecke. Dort war man von der Idee angetan. Internet gibt es auch, sogar ein kleines Computerkabinett, welches ich nutzen wollte. Nur keine integrierte Gastronomie (die kommt im April/Mai) und keinen Beamer. Naja…bei 4-10 Besuchern ist das kein Problem, dachte ich mir. War es auch nicht. Und das beste war, die Räume könnten wir gegen eine Spende nutzen. Herrlich, rooms 4 free. Zeit und Ort waren gefunden, nun musste der nur noch der 13.2. heranrücken.

Die Veranstaltung

Ich hab mir die Objektschlüssel geholt und bin dann gegen 19 Uhr am Ort des Geschehens aufgeschlagen. Jörg stand schon vor der Tür im Regen. Bis 20 Uhr trudelten dann auch René und Ralph ein. Und so haben wir dort vor einem eingeschalteten PC gesessen und gequatscht bzw. diskutiert. Meinen geplanten Kurzvortrag über Bürgerjournalismus habe ich nicht gehalten. Wir haben uns gegenseitig Dinge gezeigt. Und so weiter eben. Thematisch ging es quer durchs Web.

Ralph bemängelte die starke „Amerikalastigeit“ der aktuellen Web-Entwicklung. Im alten Europa käme man nicht so recht aus der Hüfte. Das würde man auch bei openID sehen, welches dort zur Zeit wohl seinen Siegeszug ansetzen könnte (http://claimid.com/,…). Amerikanische Ideen scheinen eben angesagt zu sein. Dann sind wir über Studiengebühren bis hin zu Abmahnungen gekommen. meinparteibuch.com war natürlich auch Thema. Ebenso die Gefahr der Selbstzensur durch die Gefahr abgemahnt zu werden.

Es war wirklich eine anregende Gesprächsrunde. René hat auch gleich mal eine Kopfnuß gebastelt, weil wir auch über soziale Netzwerke sprachen. Eine Spende haben wir vier nicht erst zusammenbekommen, daß erschien mir ab 7+ Leuten erst sinnvoll.

Wie es weiter geht

Gegen 21.30 Uhr haben wir dann noch beredet, wie es weiter geht mit dem Web Montag in Dresden. Auf jeden Fall wird wieder einer stattfinden. Und das in näherer Zukunft, also spätestens in 6 Wochen. Themen, über die man reden kann, haben wir ja schon. Das riesa efau wurde als potentieller Veranstaltungsort auch noch ins Auge gefasst, obwohl das Emmers auch nicht ungünstig war und für mich vom Organisationsaufwand sehr .

An sich war die Veranstaltung für alle vier Anwesenden ein Gewinn. Jeder hat neue Leute kennengelernt und auch was im Kopfe mit heimnehmen können. Mir persönlich ist es wenig verständlich, warum sonst in den Dresdner Blogs nichts über den Web Montag zu lesen ist. Vielleicht waren die ersten beiden Web Montage sehr auf die Veranstaltunsgpersonen (Initiatoren) bezogen, so dass keine echte Verwurzelung mit dem Thema beim Publikum statt fand.

Den neuen Keimling „Web Montag Dresden“ habe ich gepflanzt, gießen (teilnehmen) müsst ihr aber selber. So ganz untätig werde ich aber nicht, da ich durchaus noch ein wenig Unkraut jäten möchte (die nächsten Web Montage organisieren), damit die Pflanze schön wachsen und sich behaupten kann. Oder mag jemand, dass das Unkraut überhand nimmt?

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