Ein Anwendungsbeispiel für Yahoo Pipes

Der RSS-Feed von webmontag.de ist nicht sehr schön. Dort gibt es nur einen Feed für die letzten Änderungen und einen Feed für einen (wählbaren) Namesraum. Ich selber habe den „Recent-Changes“abonniert, jedoch ist dort zu viel los. Man bekommt jede Änderung dort mit. Mich selber interessiert aber nicht, wie es um den Web Montag in Berlin steht. Das Problem war also: Wie filtere ich dieses RSS-Feed?

Die Lösung: Yahoo Pipes!

Dort habe ich ein wenig herumgespielt und mir einen statischen Filter für den „Web Montag“ Feed der Recent Changes mit dem Suchbegriff Dresden gebaut. Nun gibt es also eine statische Pipe, die mir nur noch die letzten Änderungen präsentiert, die den Dresdner Web Montag ausspuckt. Ich habe diese veröffentlicht.

Das macht so keinen Spaß, mehr Dynamik bitte!

Dieser statische Feed ist aber absolut unflexibel. Der kann nichts weiter. Er kann nur nach Dresden suchen. Wie wäre es, wenn er nach jeder beliebigen Stadt suchen könnte? Also habe ich wieder gebastelt und dieser Pipe ein Textfeld für einen Suchbegriff hinzugefügt. Nun kann man also eine Stadt eingeben. Ich habe also auch die neue Pipe veröffentlicht.

Wer will schon aber immer diese Seite aufrufen und seine Stadt dort eingeben? Man will das doch eigentlich in seinem Feedreader haben, natürlich für „seinen“ Web Montag. Auch das ist möglich.

URL für den Feedreader anpassen

Wenn man sich die URL der Pipe anschaut, dann kann man den Filterparameter der Stadt erkennen.

http://pipes.yahoo.com/pipes/jlUgvEW42xG7GKcIr_ymrA/run?town=Berlin&_render=rss

Ersetzt man nun „Berlin“ durch eine andere Stadt, so kann man ganz bequem die letzten Änderungen des „Web Montag“-Wikis nach seinen Bedürfnissen filtern und die URL in seinen Feedreader einfügen.

Das ganze funktioniert natürlich auch mit mehreren Web Montagen. Möchte man z. B. drei Web Montage beobachten, legt man sich selber eine Pipe an, oder nimmt einfach mein Beispiel (als Vorlage).

Viel Spaß mit den Röhren!

PS: In gewisser Weise ist es schön, dass die Daten so frei fließen können. Jedoch beschäftigt sich nun eine weitere Instanz mit den Daten. Diese weitere Instanz braucht auch Resourcen, sprich Strom und Klima. Auch ist das Polling (ständige Abfragen) der Feeds nicht gerade ökonomisch. Da sausen viele Bytes sinnlos herum (es gab keine Änderung im Feed). Sinnvoll wäre ein „Push“. Für Jabber gibt es sowas schon, es nennt sich „PubSub“. Näheres dazu im Jabber Journal #18. Falls jemand Näheres zur Verbindung aus Blogs und Jabber via PubSub weiß (auch Beispiele/Tutorials), dann wäre ich für Kommentare dankbar.

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Web Montag in Dresden am 13.2.07 um 19 Uhr

So Internetzer_innen,

in Dresden gibt es am 13.2.07 um 19 Uhr einen Web Dienstag (das ganze läuft ja bekanntlich unter Web Montag, aber es ist nunmal am Dienstag). Das ganze findet im Kinder- und Jugendhaus EMMERS statt. Das Emmers befindet sich auf der Bürgerstraße 68 in Dresden-Pieschen.

Weitere Details gibt es auf der Wikiseite zur Veranstaltung.

Bitte weitersagen! Danke!

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Buchrezension – Leo Hickman: Fast Nackt

Mir wurde zum Geburtstag ein Buch geschenkt. Es trägt den Titel „Fast Nackt“ und wurde von Leo Hickman geschrieben. Ich habe mich sehr über dieses Geschenk gefreut, da ich auf dieses Buch schon vorher gestoßen war. Worüber handelt nun das Buch?

Der britische Redakteur bestellt sich drei Ethikberater zu sich nach Hause und lässt sich (und seiner Frau Jane) erklären, wie (un-)ethisch sie im Moment leben. Zu fünft (Leo, Jane und die drei Berater) durchstreifen sie das ganze Haus der Familie Hickman und drehen so ziemlich alles um, was ihnen in die Finger kommt. Darauf hin startet Leo Hickman einen Selbstversuch und berichtet in diesem Buch darüber, wie und ob es ihm gelingt ethischer zu leben. Folgende Themen werden dabei angesprochen:

  • Lebensmittel
  • Energie
  • Kleidung/Textilien
  • Wohnen
  • Geld
  • Mobilität
  • Gesundheit/Medizin
  • Müll
  • Konsum
  • Umwelt
  • Soziales Umfeld

Die drei Berater verdrehen Jane und Leo gehörig den Kopf und mäkeln an so ziemlich allem herum. Dies sei unethisch und jenes auch. Das hat natürlich auch Konsequenzen, positive wie negative. Es gibt Spannungen zwischen den Eheleuten, was zu tun und zu unterlassen sei. Aber man erfährt auch, wie die Hickmans ihr Leben etwas nachhaltiger gestalten und sogar Freude daran haben.

Mich hat das Buch wenig geschockt, da mir viele Dinge davon bekannt sind. Interessant fand ich die Vielfalt der Themen, die angesprochen werden. Auf einige Dinge achte ich bereits schon jetzt, auf andere noch nicht. Reinigungsmittel nenne ich da mal. Das war mir selber bis jetzt relativ egal, da wir nur wenig davon verbrauchen. Aber für jemanden, der in der heilen kuscheligen Welt des Konsums lebt, könnte das Buch vielleicht eine harte Nuss werden. Es stellt viele Fragen, gibt aber auch erstaunlich viele Antworten, da Leo Hickman das Buch schrieb, während er viele Dinge in seinem Leben auf den Kopf stellt(e).

Einzig negativ fiel mir auf, dass sich das Buch an einigen Stellen nicht so recht flüssig liest. So sind mir 3 deutliche Fehler beim Lesen aufgefallen, die auf kein hohes Übersetzungsniveau schließen lassen (eine E-Mail an den Lektor ist unterwegs). Ein Inhaltsverzeichnis und ein Stichwortverzeichnis enthält das Buch unerklärlicherweise auch nicht.

Positiv gefallen hat mir eine gewisse Spannung, die das Buch besitzt. Man will es zügig durchlesen, da immer wieder interessante Gedankengänge aufgezeigt werden. Der Lesefluß ist im großen und ganzen immer noch gut, stellenweise vielleicht sogar packend. Und so ist es vielleicht nicht verwunderlich, dass ich für das Buch keine 20 Stunden gebraucht habe. Wenn man will, kann man es an einem Wochenende durchlesen, ohne seine Umwelt zu sehr zu ignorieren. Auch ging eine gewisse Selbstironie bei der Übersetzung nicht verloren. Am Buchende findet man eine Vielzahl von nützlichen Verweisen ins deutschsprachige Internet, so dass man sich vertiefend ins WWW verlieren kann.

Ich empfehle das Buch uneingeschränkt weiter. Wer mich kennt, dem leihe ich das Buch auch gerne aus, falls es nicht gerade von jemandem gelesen wird.

Noch eine kleine Anekdote dazu: Ich ließ das Buch offen im Verein herumliegen und jemand begutachtete neugierig Cover und Rückseite. Ich sagte, dass das Buch interessant sei und über Dinge schreibt, die wirklich wichtig sind, wie zum Beispiel eine gewisse Ethik im Leben. Der Interessierte legte anschließend das Buch wieder mit einem Stirnrunzel ab und stempelte mich vielleicht in Gedanken als „Ökospinner“ ab.

Ach ja, noch ein paar URLs:


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Pfiffige Ideen im Alltag: Auto Start Stop

BMW hat eine pfiffige Idee umgesetzt. Wenn das Auto steht und wartet, wird der Motor automatisch ausgeschaltet. Das ganze nennt sich dann „Auto Start Stop Funktion“. Das ganze funktioniert so:

Zur effizienteren Kraftstoffnutzung trägt auch die Auto Start Stop Funktion bei, die für die handgeschalteten Versionen des BMW 1er in Verbindung mit den neuen Vierzylinder-Benzin- und -Dieselmotoren zur Verfügung steht. Um diese neue Funktion zu nutzen, genügt es, beim Halten vor einer Ampel oder auch im Stau den Schalthebel in Leerlaufposition zu bringen und das Kupplungspedal loszulassen. Der Motor wird dann abgestellt und erst beim erneuten Tritt aufs Kupplungspedal sofort wieder automatisch aktiviert. Die Auto Start Stop Funktion ermöglicht es, den Verbrauch von Kraftstoff während des Stillstands des Fahrzeugs zu vermeiden.

Auch während der Fahrt ermöglichen die neuen Vierzylinder-Varianten des BMW 1er eine besonders effiziente Ausnutzung der Kraftstoffenergie. Sobald die Möglichkeit besteht, verbrauchsgünstig in einem höheren Gang und bei niedrigerer Drehzahl unterwegs zu sein, weist die neue Schaltpunktanzeige den Fahrer auf den idealen Zeitpunkt für einen entsprechenden Wechsel der Fahrstufe hin. Ein aufleuchtendes Pfeil-Symbol in Verbindung mit der Ganganzeige in der Instrumentenkombi dient als dezentes, aber unmissverständliches Signal zum Schalten. Quelle: autosieger.de

Jetzt hoffe ich mal, dass die Idee nicht patentiert ist und andere Autohersteller das auch implementieren. Als fauler Mensch bin ich absolut dafür.

via: nachhaltigBeobachtet

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Steffen schreibt über C02-Emissionen von Kfz

SteffenH vom Blog „Mit dem Kopf voran“ hat einen Eintrag zu CO2-Emissionen von Kfz geschrieben. Ich zitiere mal:

Statt so ehrlich zu sein und der Bevölkerung mit einer Steuer auf Kohlendioxidemissionen von Benzin und Diesel reinen Wein einzuschänken, der ihnen von ganz allein die Lust an den dicken Spritfressern vermiest, wird der schwarze Peter der Industrie in Form von Produktionsauflagen zugeschoben. Schließlich hat man damit gleich die Verantwortung für die Kosten des europäischen klimapolitischen Alleingangs denjenigen angehängt, die in der Gunst des Volkes ohnehin schon einen schweren Stand haben, weil sie sich erdreisten, mit ihren Fahrzeugen auch noch Geld verdienen zu wollen.

Dabei hätte eine Emissionssteuer wesentliche Vorteile gegenüber einem Grenzwert. Zum einen bestraft sie nur die tatsächlichen Emissionen und nicht diejenigen die ein Auto potentiell erzeugt. Schließlich ist ein Fahrzeug, dass jährlich den niedrigen 120er Grenzwert einhält aber 25000 km pro Jahr gefahren wird ein größerer Klimakiller, als eine Prachtkarosse mit 170+ g Kohlendioxid pro km, die nur bei schönem Wetter aus der Garage gelassen wird ….

Die Idee gefällt mir tatsächlich besser, als eine großspurige Gängelung der Kfz-Industrie. Dann hat man zwar noch eine Steuer mehr auf der Rechnung, aber damit hat man zumindest einen echten direkten Anreiz, diese Abgaben zu senken. Außerdem ist die ganze Sache sehr transparent. Mehr Energieverbrauch (aus fossilen Energieträgern) bedeutet höhere C02-Steuern und anders rum. Ganz direkt, ganz ehrlich, für alle gleich. Nur bezweifle ich, dass auch die energieintensive Industrie in den Genuß so einer Steuer käme.

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