Bildungsfernsehen zum Thema Energie – Der große Blackout

Ich muss schon sagen, die neue ZDF-Mediathek gefällt mir gut. Da sehe ich GEZ-Gebühr sinnvoll angelegt. Ich möchte mal den absolut sehenswerten Beitrag „Der große Blackout“ empfehlen.

Im Kern geht es darum, dass die Stromversorgungsinfrastruktur durch die erneuerbaren Energiequellen stark beantsprucht werden. Mal bläst der Wind stark, mal schieben sich Wolken vor die Sonne, die auch schon mal untergeht. 😉 Im Filmbeitrag werden Strategien gezeigt, um solche Ausfälle zu kompensieren. Folgende Verfahren werden genannt:

  • Norwegen wird Batterie Europas. Die dort vorhandenen Wasserkraftwerke werden zu Pumpspeicherwerken erweitert und durch ein Gleichstromkabel mit Zentraleuropa verbunden.
  • In Norddeutschland werden Salzstöcke mit verbesserten Druckluftspeicherkraftwerken ausgerüstet.
  • Spitzenlastmanagement wird eingeführt.
  • In Deutschland (gern auch Europa) werden Hybrid- und Elektrofahrzeuge eingeführt. Da diese fast nur rumstehen, werden deren Batterien ebenso als Pufferspeicher für elektrische Energie benutzt.

Noch ein Zitat aus dem Beitrag: „Wenn wir also intelligente Kommunikation in Verbindung mit den Netzen einführen, dann können wir mindestens 20% der Kraftwerkskapazität einsparen.“

Und da haben wir es. Den Sinn dieses Zitats wollte ich schon lange mal als Blogbeitrag verarbeiten. Wenn meine Verbraucher zu Hause ein Signal bekämen, dass gerade viel „grüner Strom“ verfügbar ist, dann könnten sie diesen auch nutzen. So startet die Waschmaschine eben dann, wenn der Wind fleissig weht. Bei Flaute wird eben nicht gewaschen. 😉 Ihr seht also, dass man Stromversorgung und Verbrauch auch verwalten können müsste. Wenn dies passiert, kann man nämlich auch Reservekapazität konventioneller Kraftwerke deutlich mindern bzw. auch dort trägere Systeme einsetzen.

Und ehrlich gesagt hätte ich kein Problem damit, wenn mein Blog etwas träger reagiert, wenn der Wind gerade nicht bläst. Hier noch einmal den Link zum empfohlenen Beitrag in der neuen ZDF-Mediathek: Der große Blackout

Nachtrag: http://de.wikipedia.org/wiki/Trans-Mediterranean_Renewable_Energy_Cooperation

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Audiomitschnitt der gestrigen Debatte im sächsischen Landtag

Ich habe gestern zwei Stunden Debatte des sächsischen Landtages aufgezeichnet. Einziger Tagesordnungspunkt war die

Regierungserklärung des Sächsischen Staatsministers der Finanzen zur Veräußerung der Anteile des Freistaates Sachsen an der Sächsischen Landesbank.

Der Mitschnitt beginnt gegen 16 Uhr und es spricht gerade Herr Hahn von der Linksfraktion. Ich habe bis gegen 18 Uhr mitgeschnitten. Insgesamt ist die Audiodatei fast 45 MB groß.

[flash]http://www.soniclux.de/data/mirror/momocat/audio/landtag_sachsen_lb.mp3[/flash]

Vielleicht sollte ich mal vorschlagen, dass der Landtag die Debatten als Podcast verfügbar macht.

Das Protokoll wird später auf den Webseiten des Landtages verfügbar sein.

Download: landtag_sachsen_lb.mp3

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Ach, hole sie alle der Erlenkönig!

Wer quert da die Elbe trotz allem Verstand?
Es ist der Vater vom Sachsenland.
Er hält in den Armen den Bürgerentscheid,
da denkt er nicht tiefer, da denkt er nicht weit.
„Mein Volk, was birgst Du so bang Dein Gesicht?“
Dem Volke grauset’s doch sieht er das nicht,
das Welterbe, das jeder so gern hätt.

„Ach Völkchen, die Elbe fließt weiter im Bett.“
„Du liebe Stadt, du herrlicher Ort,
baust du die Brücke, ist’s Welterbe fort!“
„Mein Vater! Mein Vater! Rett Ehre und Preis!“
„Sei stille mein Volk, was dieser Scheiß?“

Der Vater, der gibt sich als toller Vollstrecker,
er sieht es das juristisch und will kein Gemecker.
Er will diese Brücke ganz ohne Not –
Für Dresdens Titel wär das wohl der Tod.
So ritt einst ein guter Vater mit seinem Kind,
der konnt ihm nicht helfen und ritt er geschwind.
Der unsere gibt seinem Gaul auch die Sporen.
Um sie zu verdienen – sie sind wohl verloren!

Er trieb dieses Ross wie der goldene Reiter,
doch geht die Geschicht‘ heut anders weiter:
Jetzt flattert zur Rettung der Zufall ins Haus:
Ein seltener Winzling, grad wie eine Maus.
Nun komm’n sie ins Grübeln, die Herrn Präsidenten,
doch sie setzen sich durch, so wird es wohl enden.
Bei ihrem Geschmack stört das Monstrum sie wenig.
Ach hole sie alle der Erlenkönig!

Dieter Billhardt, 04425 Taucha,
abgeschrieben aus der Sächsischen Zeitung, August 2007

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Volkseigentum verspielen

Wie bescheuert sind denn die Leute geworden:

Unsere Landesbank verzockt Millionen (oder gar Milliarden?) und investiert in amerikanische Schrottimmobilien und gleichzeitig kauft amerikanisches Kapital hochwertige deutsche Immobilien (WOBA).

Und dann verschweigt sich auch noch der Herr Ministerpräsident gegenüber den Medien, wer denn da die Verantwortung um den Skandal rund um die Sachsen LB trägt. Womöglich hat die ganz als ehemaliger Finanzminister von Sachsen eingefädelt? Zumindest könnte man den Eindruck nach dem Frontal21-Bericht von gestern gewinnen.

Man stelle sich das mal vor: Die Bank gehört uns, den Sachsen, und der Milbrat steht da und sagt: Ich sag euch nix. Müssen wir erst wieder die Mistgabeln raus holen?

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Rechnung für elektrischer Energie 2006/2007

Gestern flatterte mir die Stromrechnung ins Haus. Es gibt zwei Nachrichten zu vermelden.

Gute Nachricht: Weniger Verbrauch

Wir haben weniger elektrische Energie verbraucht (umgewandelt). In der davorliegenden Abrechnungsperiode verbrauchten wir zwei Leutchen 2173 kWh. Diesmal sind es „nur“ noch 1910 kWh.

Schlechte Nachricht: Höherer Abschlag

Leider wurde die Einsparung durch die Erhöhung der Versorgungspreise aufgefressen. So kletterte ja der Strompreis zum 1.1.2007 ja um rund 16 Prozent, um dann wieder zum ersten Mai etwas zu fallen. Alles in allem kostet die Kilowattstunde nun ohne Steuern netto 14,51 Cent. Die Mehrwertsteuer kletterte übrigens auch von 16 auf 19 Prozent. Somit steigt der Abschlag von 39 auf 42 Euro.

Der Anteil öffentlicher Abgaben beträgt 39%. Darin sind enthalten: Umsatzsteuer, Stromsteuer, Konzessionsabgabe, EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) und KWK-G (Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz).

Strommix 

Noch kurz der aktuelle (Stand 2005) Strommix für Dresden (DEWAG):

  • 11,3 % Kernkraft
  • 74,9 % Fossile und sonstige Energieträger
  • 13,8 % Erneuerbare Energien

Ich werde mal nach den neuesten Zahlen fragen müssen.

Fazit

Der Kernkraftanteil stört mich. Jedoch habe ich das Gefühl, dass ich den eh nicht loswerde, selbst wenn ich den Stromanbieter wechseln würde. So steckt er doch überall in Form von grauer Energie.

Als unmittelbare Maßnahme werde ich jetzt das ganze IT-Gerassel (Router, DSL-Modem…) immer von Netz trennen, sollte keiner zu Hause sein. Immerhin saugt die „Internetgrundversorgung“ bei mir zu Hause zwischen 42 und 45 Watt aus der Dose. Viel mehr Sparmöglichkeiten habe ich dann aber auch nicht mehr. Abschaffen ginge noch und einfach beim Nachbarn mitsurfen.

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