keimform.de

Bei Reto (nachhaltigbeobachtet.ch) habe ich erfahren, dass Franz Nahrada bei Keimform.de schreibt. Der Herr ist mir hier auch schon mal durchs Blog gestolpert.

keimform.de fliegt erstmal in den Feedreader.

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Dies und das aus den Medien

Klimaunterschrift von Vattenfall

Report Mainz hat sich die Klimaunterschrift von Vattenfall angeschaut (Video).

Meldebehörden verraten Adressen

Nochmal Report Mainz: Schwierigkeiten beim Einrichten einer Auskunftssperre. Ihr erinnert euch vielleicht an das Thema hier im Blog, damals ging es nur um Werbung. Nun stellt sich heraus, dass selbst Opfer von Gewalttaten nicht geschützt werden.

Bevölkerung von Zürich bekennt sich zur 2kW-Gesellschaft

Neben der Abstimmung zur Legalisierung von Cannabis, haben die Züricher Bürger wohl auch noch über die zukünftige Energiepolitik ihrer Kommune abgestimmt: 76,4 % der Wähler sind für den Atomausstieg.

Claude Lévi-Strauss wurde am 28.November 100 Jahre alt

arte hat am 27.11. über den Ethnologen Claude Lévi-Strauss (wikipedia) gesendet. Einige der Beiträge sind auch in der Arte-Mediathek bis diesen Donnerstag zu sehen. Interessanterweise wird in einem der Beiträge festgestellt, dass Ethnologen die ersten Ökologen waren, weil sie bei den Völkern in die Schule gingen, die im Einklang mit der Natur lebten.

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Fruchtbarkeitsprobleme bei Männern

Arte hat am Dienstag abend eine 52 Minuten lange Dokumentation gezeigt, die sich mit der Abnahme von Fruchtbarkeit bei Männern, Hormonen und Wechselwirkungen zwischen hormonähnlichen Stoffen (Pestizide, Weichmacher, …) beschäftigt.

Am Ende sagt eine Wissenschaftlerin: 0 + 0 + 0 = 7. Das bedeutet, dass drei für sich relativ unschädliche chemische Stoffe zusammen sehr heftige Reaktionen im Mutterleib ausgelöst haben. Arte hat sagar Hinweise für werdende Mütter und Stillende aufgelistet.

Und dass es kein Gesetz zur Untersuchung von Wechselwirkungen zwischen Produkten der (bio-)chemischen Industrie gibt, hatte ich bis jetzt auch schon immer vermutet. Der Film bestätigt dies.

Ich würde jedem empfehlen sich die 52 Minuten mal zu nehmen und bis kommenden Mittwoch die Doku zu schauen oder auf die Wiederholungen zu warten. Ich gebe noch die direkten Links für die WMV-Streams an. So sollten bis 3.12.2008 funktionieren. Eine Gesprächsrunde gabe es im Anschluss an die Sendung auch.

Wiederholungen der Sendung sind angesetzt für:

  • 29.11.2008 – 9.40 Uhr
  • 13.12.2008 – 5.00 Uhr

Zur Gesprächsrunde

Die Gesprächsrunde zur Doku ist auch sehenswert, da schwingen nämlich unterschwellig Dinge mit, die es in sich haben. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann muss die Industrie zeigen, dass ihre Produkte unschädlich sind. Das wird sich durch geeignete Versuchsaufbauten usw. auch nachweisen lassen. Man könnte die Frage auch anders herum stellen:

Ziegen sie, dass ihr Produkt Schaden anrichtet! Das bedeutet, dass prinzipiell viel mehr Stoffkombinationen geprüft werden müssten. Und erst wenn alle Kombinationen keine Wirkung zeigen, dann ist gezeigt, dass kein Schaden entsteht. Man dreht die These herum und versucht diese zu wiederlegen.

Ich will nicht den Spielverderber für die Chemie spielen, schliesslich beruht unser Lebensstandard auch zu Großteilen darauf.

Der Leiter des Institues für öffentliche Gesundheit bringt es gegen Ende der Debatte auf den Punkt. Er möchte erst 100 %ig sicher sein, bevor er irgendetwas verbietet. Das bedeutet, dass er gern die gesamte kausale Kette kennen will, quasi vom Protein bis zur Biosphäre. Dabei misachtet er aber den Stand den Stand der Wissenschaft. Denn diese kann ja noch nicht einmal vollständig erklären, wie die Zelle funktioniert.

Alternativ kann man die 100 %ige Sicherheit auch beim Inverkehrbringen fordern. Aber das tut niemand. Weil es schlicht und ergreifend zur Zeit gar nicht geht. Man müsste nämlich alle natürlichen Prozesse in Lebewesen und ihrer Umwelt kennen und dann kann man die Zugabe von Stoffen nachvollziehen.

Fazit

Ich hätte gern grüne Chemie, sofern nötig.

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Aktuelle Berichterstattung zum Elektroauto

Gestern abend hatten die Elektrofahrzeuge der großen Hersteller einen sehr kurzen, eher erklärungsschwachen, Auftritt in der Tagesschau. In den Tagesthemen hingegen war der Beitrag länger, dort wurde sogar über das Problem des Betankens mit dem herkömmlichen Strommix berrichtet. Das zdf berichtete auch.

Auch zdf.umwelt berrichtete am Sonntag über Elektrofahrzeuge. Der e-Smart und das i-EV von Mitsubishi (?) wurden verglichen. Fazit: Die Autos tun was sie sollen, sie fahren ordentlich. Eine unvollständige Übersicht zu Elektrofahrzeugen und ein hintergründiger Artikel zur elektrischen Mobilität (pdf) des Wupptal Institut für Klima, Umwelt und Energie wurden verlinkt. Sinngemäß sind einige Passagen des Papiers interessant:

  • Deutschland hat in den letzten 20 Jahren vergessen in Batterien zu investieren.
  • Das Reichweitenproblem wird öl- und wasserstoffreundlich „gelöst“, das Konzept vom Wechelakku wird nicht genannt.
  • Neue saubere und billigere Möglichkeiten erzeugen mehr Verkehr, der Platz braucht.
  • Elektroautos generieren Nachfrage nach Strom, besonders Grundlast. Das freut die Kraftwerksbesitzer (RWE, E.ON, Vattenfall und EnBW). Es kommt zum Konflikt mit andernen Abnehmern von „grünem“ Strom.
  • Geladene Akkuspeicher der Autos können als Regelleistung im Stromnetz eingesetzt werden (vehicle2grid).

Der Artikel ist echt lesenswert und nicht zu lang.

Das Problem mit der Ladeinfrastruktur wird auch angesprochen und sogar im einen Fall akut, die Fahrerin kann ihr Elektroauto nicht zu Hause aufladen, weil sie in der Stadt wohnt und keine Garage/Hof hat. Wer in einer Stadt oder sich in Ballungsräumen bewegt, kann aber den ÖPNV benutzen bzw. sich dafür einsetzen dass dieser besser wird.

Und was in dieser ganzen Medienberichterstattung wegfällt ist das würdigen der ganzen kleinen Initiativen, auch die in der Vergangenheit gescheiterten. Es gibt nämlich genug Erfahrungen mit elektrischer Mobilität. Von daher sind die vielen jetzt auftretenden Probleme für „Strom-Fahrer“ nicht neu. Und der Industrie jetzt 500 Mio. Euro in den Rachen zu werfen halte ich für falsch. Deren Autos fahren doch schon, sogar in Auswahl. Viel wichtiger wäre es, das Geld in Infrastruktur (z.B. Arbeitsplatzparkplätz, Hybridbusse) zu stecken, damit Elektroautos im Gesamtsystem Mobilität schnell die passende Stelle einnehmen können.

Fazit für mich

Solange ich ohne Auto leben kann, werde ich mir keins zulegen. Gar nicht Auto fahren ist schliesslich besser, als mit Strom Auto fahren. Ein Verzicht auf Lebensqualität bedeutet das ja nicht unbedingt.

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50 Hz sollen es sein

Der Herr im Beitrag hat einen verantwortungsvollen Job. Er schaltet das Stromnetz von Großbritanien.

Die gelbe Kurve die er möglichst bei 50 Ht halten will ist die Netzfrequenz (wikipedia). Die aktuelle Netzfrequenz des europäischen Verbungdnetzes ist auf einer anderen Webseite einsehbar.

via: Energieblog

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