Ich suche einen Job

Ich suche eine Arbeit. Meine Diplomarbeit mit dem Thema „Methoden zum Modellieren“ von Wissensmodellen ist abgegeben. Falls nichts mehr dazwischen kommt, werde ich demnächst Diplom-Informatiker (FH) sein.

Falls hier jemand aus Dresden und Umgebung mitliest, und denkt: Wir brauchen einen

  • Informatiker der auch Smalltalk programmieren kann,
  • sich für Nachhaltigkeit und
  • Wissensmodellierung interessiert,

dann kann er mich das gerne wissen lassen.

Meine E-Mailadresse ist: weblog@momocat.de.

Bevor jemand blöd fragt, warum ich nicht aus Dresden und Umgebung weg will: Ich liebe meine Heimat. Hier leben meine Freunde, hier gehöre ich hin.

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Hängt sie höher!

Warum müssen Steuergelder die Hypo-Real-Estate retten?

Laut Tagesschau ist die HRE ein Dax30-Unternehmen, hat 2000 Mitarbeiter und kein Kundengeschäft. Selbst wenn dieser Laden pleite ginge, müssten nur ein paar Immobilien den Inhaber wechseln.

Wenn die Scheiße gebaut haben, sollen sie doch zumachen! Oder darf ich in Zukunft auch beim Staat betteln, falls ich mal groben Mist gebaut habe? Hoffentlich stimmt der Finanzausschuss morgen dagegen. Gute Parlamentarier wüssten mit dem Geld was besseres anzufangen.

Sollen sie doch mal die Blase platzen lassen. Sonst wird die Eiterbeule noch zu groß. That’s life.

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Der Sinn von Google Street View

Bei mir hat es eben „Klick“ gemacht. Ich hab diesen Artikel gelesen. Darin wird erklärt, dass Google Street View ja auch auf dem Android-Handy läuft. So weit so klar, doch nun will ich meinen „Klick“ erklären.

Mit Google Street View auf dem Handy greift Google die physische Werbeindustrie an. Wozu braucht man noch bunte Werbeschilder, wenn das Handy dank GPS uns Menschen doch zielgerichtet um die Ecken lotsen kann. Stellt euch einfach vor, ihr wollt Pizza essen und gebt im Handy einfach „Pizza“ ein. Und dann bekommt ihr eine kleine Animation in Streetview wie ihr zum nächsten Pizzaladen kommt. Falls ihr Lohas seid, dann findet ihr damit den nächsten Bioladen in einer fremden Umgebung.

Damit würden all die bunten Hinweisschilder in der Realität überflüssig werden. Damit greift Google in den nächsten Werbemarkt ein. Selbst in einer Stadt wie Sao Paulo, wo Werbung verboten wurde, würde man sich damit zurecht finden.

Falls euch das schon vorher klar war, dann entschuldige ich mich hiermit für die 165 Wörter.

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Nachhaltige Entwicklung braucht kulturellen Fortschritt

Der WDR-Lernzeit-Podcastfeed (rss) hat mich auf eine Sendung aufmerksam gemacht:

WDR 5 – das philosophische Radio über nachhaltige Entwicklung (mp3)
[audio:http://medien.wdr.de/radio/philosophischesradio/wdr5_das_philosophische_radio_20080926.mp3]

Zu Gast in der Sendung war Werner Mittelstaedt (Homepage) der ein neues Buch mit dem Titel „Das Prinzip Fortschritt“ geschrieben hat.

Die Sendung beginnt mit der Frage:

Ist die Welt heute besser, als sie es gestern war?

Mittelstaedt hat diese Frage 200 Leuten gestellt, von denen rund 20 % meinten, dass sie besser geworden ist. Rund 70 % stellten fest, die Welt ist schlechter als gestern. Der Autor beantwortete die Frage mit jein.

nein – Zukunftsfähigkeit wegen Ressourcenverbrauch und Zerstörung der Biosphäre
ja – mehr Individualität, mehr Wissen und mehr Selbstbeobachtung

Die Mehrzahl der Anrufer in der Sendung zeichneten ebenfalls ein pessimistisches Bild von der heutigen Zeit. Im Grundtenor hörte ich immer wieder heraus, dass der Mensch den Respekt vor der Natur verloren hat und sich nicht als Teil dieser sieht. Einige Zitate der Anrufer:

  • Triumpfe der Technik zerstören die Umwelt
  • Die Zukunft wird ethisch, oder gar nicht.
  • Wir beseitigen Schäden durch technischen Fortschritt, anstatt Schäden zu vermeiden.
  • Ewiges Wachstum wird in der Medizin als Krebs bezeichnet.
  • Wissenschaft und Technik dürfen nicht alles, was sie auch können.
  • Selbiges gilt auch für Länder und andere Lebensbereich.  (nicht alles was möglich ist, ist auch sinnvoll)

Mittelstaedt hat aber trotz der düstren Wolken am Gesellschaftshimmel nicht resigniert. Er fordert eine zweite Aufklärung, die über die Zerstörung unserer Lebensgrundlage aufklärt. Beispielsweise müsste jedes Produkt informieren, wieviel Zerstörung oder Verbrauch mit seiner Herstellung verbunden ist. Mit der zweiten Aufklärung muss sich auch ständiges quantitatives Wachstum in qualitatives Wachstum wandeln. Mittelstaedt sieht den Menschen als ständigen Veränderer, der Besseres will. Doch muss eben wirklich klar sein, was besser ist. Qualität statt Quantität. Seine Feststellungen kulminieren in der Forderung, dass

Nachhaltigkeit einen kulturellen Fortschritt bedingt.

Mit meinen Worten: Die Menschen müssen begreifen, dass sie Teil der Natur sind und müssen sich als solcher verhalten. Dies erreicht man nur durch Bildung und Wahrnehmung der wahrhaften Probleme. Mittelstaedt macht auch klar, wo der kulturelle Fortschritt beginnen muss. „Bei uns, im Norden“ (der Erdhalbkugel). Wir die Umweltverbraucher sind in der Pflicht, nicht die anderen, die unserem Vorbildlebensstandard nacheifern.

Und so verwundert es nicht, dass technischer Fortschritt eben nicht zu gesellschaftlichen Fortschritt allein führt. Die Gesellschaft als solche nutzt immer die Werkzeuge, die als nützlich gelten.

Das Thema der dummen und trägen Masse wurde auch angesprochen. Irgendwie klang durch, dass Minderheiten (Eliten?) schon immer die Geschicke der Menschheit lenkten. Bertrand Russel sagte: Mehrheiten zementieren das Bestehende. Fortschritt ist nur über Minderheiten möglich. Und trotz der Demokratie ist die Masse form- und lenkbar, da die Massenmedien ja auch nur einer kleinen Minderheit gehören. Welche Rolle das Internet da spielt, wäre mal eine eigene Betrachtung wert.

Abschliessend empfehle ich jedem die 55 Minuten mal anzuhören.

@Nachhall-Texter: Hätte solch ein Text Platz auf euerer Seite? Ich hab echt überlegt, diesen Text bei euch zu schreiben, nur hätte ich keinen Bogen zur PR gefunden.

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Verkehr in Dresden im Jahre 2025

Ich habe Bild und Ton vom Vortrag gestern abend mitgeschnitten. Günstigerweise hat mir Prof. Udo Becker seine Folien auch zur Verfügung gestellt (vielen herzlichen Dank dafür), so dass ich euch seinen sehr empfehlenswerten Vortrag hier präsentieren kann. Die Aussagen im Vortrag sind zwar am Beispiel Dresden getroffen, jedoch sehr leicht auf andere Orte übertragbar. Am Ende beantwortet Prof. Becker noch ein paar Fragen.

Martin Andersen Nexoe 20080923

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Im Kern geht es darum, dass eine nachhaltige (Verkehrs-)Entwicklung eine Einsparung von Verkehr als Grundlage hat. 80 % weniger Energieverbrauch im Verkehrssektor sind dann auch mit nichtfossilen Quellen machbar.

Noch ein Hinweis: Der Ton zu den Folien ist 55 MB gross. Wollt ihr euch den Vortrag im Vollbild anschauen, dann klickt die entsprechende Schaltfläche unten rechts.

Hier noch die Texte der Folien:

Slide 1: Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium Welchen Verkehr wollen wir in Dresden 2025? Hubschrauber für alle? Wasserstoffautos oder Straßenbahnen? Immer staufreies Autofahren? Wie viele Brücken? undsoweiterundsoweiter … wer: Prof. Dr.-Ing. Udo J. Becker, TU Dresden Verkehrsökologie wann und wo: 23. September 2008, 19 Uhr, Haydnstr. 1, Dresden Kontakt:, www.verkehrsoekologie.de TU DRESDEN Lehrstuhl für Verkehrsökologie

Slide 2: Zum Anfang: Was wünschen Sie sich für Ihr Leben? Wählen Sie jetzt: Was wünschen Sie sich für Ihr Leben? Eine Dosis: Fünfmal soviel: Ihre Wahl: Arbeit: 1000 €/Monat 5000 € /Monat Wohnen: 30 m2 Wohnung 150 m2 Wohnung Auto: 50 PS (150 km/h) 250 PS (250 km/h) Autos: 1 Auto 5 Autos Frühstück: 2 Brötchen, 1 Ei 10 Brötchen, 5 Eier Familie: 1 mal verheiratet 5 mal verheiratet usw.

Slide 3: Technische Universität Dresden und Verkehrsökologie Technische Universität Dresden – Volluniversität früher HfV – heute Fakultät: Verkehrswissenschaften „Friedrich List“ 26 Professuren – ca. 2000 Studenten Institut – Verkehrsplanung und Straßenverkehr (Planung, Sicherheit, Psychologie, Ökologie) Lehrstuhl – Verkehrsökologie, Team von ca. 12 Leuten Wir beschäftigen uns – mit Umwelt und Verkehr – und unterscheiden Mobilität und Verkehr Verkehrsökologie

Slide 4: Lehrstuhl für Verkehrsökologie – einige Forschungsprojekte – Internalisierung externer Kosten des Verkehrs, Landesamt für Umwelt und Geologie, bis 2006. – Bildungsportal Sachsen, Ministerium für Wissenschaft und Kunst, bis 2005 – Handlungsempfehlungen für umweltfreundlichen, attraktiven, leistungsfähigen ÖPNV, UBA, 2005 – Dynamisiertes Emissionskataster, Landesamt für Umwelt und Geologie, 1994 -2004 – Umweltwirkungen einer Durchsetzung von Geschwindigkeitsbegrenzungen, UBA, 2004 – Energieprogramm Sachsen,Teilprojekt „Verkehr“, Ministerium für Wirtschaft und Arbeit, 2003 – 2004 – Partikelemissionen und Emissionsfaktoren, Landesamt für Umwelt und Geologie, 2003 – 2004 – Lärmkataster Sachsen, Landesamt für Umwelt und Geologie, 2003 – 2004 – Promotion Of Results In Transport Research And Learning, PORTAL – Test Site, 2000 – 2003 – Ökobilanz für den Verkehrsverbund Oberelbe, VVO, 2001 – 2002. – Emissionsabschätzung von Ausfallstraßen in Dresden – Vorher/Nachher, LH Dresden, 2001 – „TECH-Clinics“, Künftige Arbeitsfelder und Themen im Verkehr, Europäische Kommission, 2007-2009 – CO2-Emissionsprognose für den Verkehr Sachsens, Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft, 2000 – Auswertung von Luftschadstoffmessungen, Umweltamt der LH Dresden, 1999 Verkehrsökologie

Slide 5: Einführung Welchen Verkehr wollen wir in Dresden 2025? … dann sind Sie vielleicht Anfang/Mitte 30 … … hoffentlich geht es Ihnen dann richtig gut und alle Sorgen sind gelöst … Also, viele wünschen sich dann: • Geld, viel Geld, • noch mehr Geld • Autos, größere und stärkere Autos • Party, mehr Party, Riesen-Party • Familie, Haus, Kinder: GLÜCK !!! ??? !!! Na, ist doch klar: Mehr Geld und mehr Autos und mehr Party = mehr Glück.

Slide 6: … Agenda I der Menschheit: „Mehr ist besser!“… Mehr Vorräte sind besser. Mehr Geld ist besser. Mehr Wachstum. Mehr Straßen, mehr Autos. Mehr Kilometer … Mehr Glück. Mehr Raum (für mich) Das bedeutet: wer sich nicht darum kümmert, dass er mehr kriegt, ist doof. Dazu muss man schon mal die Ellenbogen einsetzen! Mehr ist immer besser!

Slide 7: … und was wollen Sie im Verkehr? Bitte: Wenn ich Ihnen einen Porsche schenke, würden Sie ihn nehmen? Und noch einen Mercedes dazu? Würden Sie den auch nehmen? Bitte: Wenn ich jedem Dresdner einen Porsche schenke, fänden Sie das gut? Und noch einen Mercedes dazu? Fänden Sie das dann auch noch gut? Ganz schnell: Möchten Sie in Dresden leben, wenn jeder noch zwei Autos extra hat? Warum nicht? Hat das Rückkopplungen für Sie?

Slide 8: Überall im Leben gibt es Rückkopplungen, Beispiel Verkehr Autos stehen im Stau: Unnötige Zeitverluste, unnötiger Verbrauch, Lärm, Frust … Verhaltensanpassungen: Die Straße wird ausgebaut: Auch mancher, der eigentlich Immer mehr Endlich fließt alles wieder! nicht will,muss jetzt weiter Verkehr ist wieder attraktiv, fahren: Struktur der langen Fahrzeugkilometer und Menschen reagieren Wege (Zersiedelung). ökonomisch sinnvoll. für die selben Ziele Die Raumstrukturen Neuer Autoverkehr: ändern sich, Läden, Jobs Zusätzliche Fahrten, vor etc. passen sich an. allem weitere Fahrten.

Slide 9: … Agenda I der Menschheit: „Mehr ist besser!“… Mehr Vorräte sind besser. Mehr Geld ist besser. Mehr Wachstum. Mehr Straßen, mehr Autos. Mehr Kilometer … Mehr Glück. Mehr Raum (für mich) … alle ziehen nach, Raumnutzung verändert sich: Läden schließen, Zersiedelung. Mehr Verkehr. Mehr Lärm, mehr Abgas, mehr Energie, mehr CO2, mehr Unfälle … Mehr Geld, mehr Zeit, mehr Stress, mehr Schäden, mehr Steuern: ist das besser? Wie sagte ich vorhin: Immer mehr Fahrzeugkilometer für die selben Ziele !

Slide 10: Eine kleine Verkehrsgeschichte Verkehr bis vor 300 Jahren Kirche, Markt, 5 Häuser Brücke an einem Fernweg Dorf (strategischer Hügel)

Slide 11: König/Kanzlerin entscheiden Wir brauchen eine neue Chaussee Große Stadt Dorf

Slide 12: Die Menschen finden das immer besser 1930 in Los Angeles, 1970 in Köln, 2000 in Dresden Große Stadt Stau Dorf

Slide 13: Was sagen Ingenieure? Die Analyse Große Stadt 100 000 Fzg. Stau, Lärm, Abgas Dorf 50 000 Fzg. normal 50 000 Fzg. normal 5 000 Fzg. normal

Slide 14: Also mehr ist immer besser Die logische Planung Große Stadt Dorf

Slide 15: Und das erwarten die Planer … Alle Planzahlen im grünen Bereich, los geht’s! Große Stadt 45 000 Fzg. normal 55 000 Fzg. normal Dorf 5 000 Fzg. normal 50 000 Fzg. normal 5 000 Fzg. normal

Slide 16: Das entsteht dann in Systemen („systematisch“) Und das kommt drei Jahre nach Eröffnung raus: Es wird häufiger und weiter gefahren mit dem Auto auf die grüne Wiese Große Stadt 60 000 Fzg. Stau, Lärm, Abgas Dorf 10 000 Fzg. Lärm, Abgas

Slide 17: Deutschland seit 1950 – Verkehrsleistung in Mrd. P*km Personenverkehr – Verkehrsleistung (Quelle: Verkehr in Zahlen) 1200 1000 800 Verkehrsleistung [Mrd. Pkm] 600 400 Eisenbahnen Öffentl. Straßenpersonenverkehr Luftverkehr Motorisierter Individualverkehr Verkehr insgesamt 200 0 1950 1955 1960 1965 1970 1975 1980 1985 1990 1995 2000

Slide 18: Deutschland seit 1950 – Endenergieverbrauch Endenergieverbrauch im Verkehr (Quelle: Verkehr in Zahlen) 70000 60000 50000 Schienenverkehr (DK) Binnenschifffahrt (DK) Luftfahrt (FK) Mio. kg pro Jahr 40000 Straßenverkehr (VK) Straßenverkehr (DK) Straßenverkehr gesamt 30000 Verkehr gesamt (ohne Elektro) 20000 10000 0 1950 1955 1960 1965 1970 1975 1980 1985 1990 1995 2000

Slide 19: Alle schimpfen: Das wollten wir nicht … Erst jetzt werden Umwelteffekte richtig klar: Lärm, Abgase, Fläche, CO2, Trennwirkung, usw. Große Stadt Dorf Stau

Slide 20: … und jetzt? Wie geht das jetzt weiter? 2025 sind Sie Anfang/Mitte Dreißig: … mehr Autos, mehr Verkehr, mehr Ortsumfahrungen und Autobahnen … mehr Energie, mehr Geld: ich wette, 2025 kostet ein Liter Kraftstoff 7,50 € … mehr Abgas, mehr Lärm, schlechte Gesundheit … höhere Krankenkassenbeiträge (Gesundheit), mehr Steuern (Straßenunterhalt) … Zersiedelung: Viel Verkehr für wenig Mobilität!

Slide 21: Wissenschaftlich: Sinkender Grenznutzen (z.B. Gossen 1854) 5. Gut: 0,1 € Nutzen Nutzen (€) Kosten (€) 5 1. Gut: 4 4 € Nutzen 3 2 1 0 1 2 3 4 5 Menge der Güter

Slide 22: Privatisierung und Externalisierung A. Vorteile meines Handelns für mich allein sichern: Privatisieren B. Nachteile meines Handelns auf andere verlagern: Externalisieren B 1. Auf andere Menschen/Gesellschaften: Lärm, Abgase, Steuern B 2. Auf andere Räume: Ausfallstraße, NOx, O3, Bohrinsel, Schreddermüll B 3. Auf andere Zeiten: CO2, O3, Schreddermüll, Pt Externalisierung auf andere Menschen, Räume und Zeiten Entkopplung von Wirkungen und verzerrte Entscheidungen: Vergeudung Verlagerung von Kosten auf Andere: Richtig unsozial, teuer, umweltschädlich, dumm !

Slide 23: … Agenda I der Menschheit: „Mehr ist besser!“… Immer mehr und immer mehr …. wird irgendwann einfach richtig dumm. … Es kommt gar nicht darauf an, dass ich mehr habe (und alle anderen weniger) …. … Denn dann bin ich ganz allein, und keiner hilft mir, wenn ich es mal brauche … … Es kommt eigentlich viel mehr darauf an, dass wir genug haben – alle ! Alle Menschen der Erde sollen von nichts zuwenig – und von nichts zuviel haben.

Slide 24: Der Unterschied zwischen Aufgabe und Instrument: Nicht zuhause Infrastruktur: möglich: (Um-) Welt Nachfrage das Angebot Bedürfnisse Persönliche Entscheidung WOFÜR? Mobilitätsbefriedigung! WIE? Mit Verkehr! Bedürfnisse Instrumente

Slide 25: Mobilität und Verkehr – Begriffe Mobilität Bewegung, Beweglichkeit: Bedürfnisseite die Ursache, der Zweck, der Anlass, die Aufgabe Verkehr Umsetzung in einer Bewegung: Instrumentenseite dienendes Instrument zur Umsetzung von Mobilität Was will unser Land? Bedürfnisse für alle sicher stellen: Mobilität. Und wie? Mit wenig Aufwand, Geld, Lärm, CO2: wenig Verkehr! Bedürfnisgerechte Mobilität (für alle) mit weniger Verkehr.

Slide 26: Nachhaltige Entwicklung: Brundtland-Definition Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, 1. die die Bedürfnisse der heute Lebenden befriedigt und 2. die es künftigen Generationen ermöglicht, (dann) ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Im Verkehrswesen: 1. Die Mobilitätsbedürfnisse aller Menschen heute decken … 2. aber mit weniger Risiken, Externalisierungen, Abgasen, Flächen, Lärm, Ungerechtigkeiten, Versauerungen, CO2, … Bedürfnisgerechte Mobilität (für alle) mit weniger Verkehr.

Slide 27: Was bedeutet das alles für Ihr Leben? Zukunft gestalten, Verantwortung übernehmen: Nachhaltige Entwicklung ! 1. Sie leben in einer Gesellschaft mit Rückkopplungen: Immer! Garantiert! 2. Man trifft sich immer mehrfach: Sie brauchen auch den Schwächsten noch. 3. Beispiel: In Schule oder Beruf: Mach ich es nur für die Noten (oder für Geld)? Oder mache ich es aus Interesse und Spaß? Ersteres ist trickreich … frustrierend … stressig … ärmlich … dumm. Letzteres ist mühsam … beeindruckend … interessant … verdienend. 4. Denken Sie voraus – Was passiert nach Ihrer Handlung? Was macht der Andere dann? Was passiert, wenn das alle machen? (Flaschen zerdeppern, sprayen, keine Steuern zahlen, Zeche prellen, Abgase, nachts Krach … 5. Ich wünsche Ihnen viel Kraft, Erfolg, Freude, Freunde und GLÜCK. Darum geht es. Ihnen allen eine glückliche Schulzeit – und ein glückliches Leben.

Slide 28: Also: Was wünschen Sie sich für Ihr Leben? Wählen Sie jetzt: Was wünschen Sie sich für Ihr Leben? Eine Dosis: Fünfmal soviel: Ihre Wahl: Arbeit: 1000 €/Monat 5000 € /Monat Wohnen: 30 m2 Wohnung 150 m2 Wohnung Auto: 50 PS (150 km/h) 250 PS (250 km/h) Autos: 1 Auto 5 Autos Frühstück: 2 Brötchen, 1 Ei 10 Brötchen, 5 Eier Familie: 1 mal verheiratet 5 mal verheiratet usw.

Slide 29: Zusammenfassung Welchen Verkehr 2025? – mobil sein mit wenig Verkehr Hubschrauber für alle? – ganz sicher nicht, ein Alptraum Wasserstoffautos? – woher kommt die Energie? Straßenbahnen? – aber ganz sicher, regenerativ Immer staufreies Autofahren? – gibt es nicht, ein Alptraum Wie viele Brücken? – die genau richtige Menge Worum geht es uns? – um Glück. Glück ist – die genau richtige Menge von allem. Nie zuviel, nie zuwenig, für alle. Ich wünsche Ihnen ein glückliches Leben, dankeschön.

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